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Zen-Garten

Der Zen-Garten nimmt unter den japanischen Gärten eine besondere Stellung ein. Ihm liegt ein bewusster Verzicht auf große Pflanzen und sichtbare Wasserflächen zugrunde. Steine spielen als Gestaltungselement dagegen eine sehr wichtige Rolle. Die asiatischen Gärten blicken auf eine 2000 jährige Tradition zurück und basieren auf dem Prinzip von Yin und Yang.

Japanischer Steingarten

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Die Geschichte von Zen-Gärten reicht bis zu den Anfängen der christlichen Zeitrechnung zurück. Ihren eigentlichen Ursprung haben sie in chinesischen Gärten, die auf der Philosophie des Taoismus und dem Harmonie Prinzip von Yin und Yang basieren.


Der heute üblichen Gestaltung von Zen-Gärten liegen verschiedene Perioden zugrunde, unter anderem die Nara-Periode (8. Jahrhundert), die Heian-Periode (etwa 9. bis 12. Jahrhundert) und die Mitte des 11. Jahrhunderts nach Christus entwickelte Shoin-Schule. Zudem gab es am Beginn des 17. Jahrhunderts die Edo-Periode. Bald darauf kamen die Elemente der Zen-Gärten von Japan nach Europa und gewannen an Bedeutung.


Heute sind die Zen-Gärten vor allem in Großstädten wie Kyoto grüne Oasen, die als Sinnbilder der Tradition und Orte der Ruhe fungieren. In jeder Periode haben sich immer neue Besonderheiten bei der Gestaltung der Gärten entwickelt, die für diese jeweils charakteristisch sind. Es kam zu einer Professionalisierung und der Entstehung des Gärtnerberufes, zudem rückte die perspektivische und auf das Detail bedachte Gestaltung der Gärten in den Mittelpunkt.

Ruhe und Besinnlichkeit

Der Zen-Garten diente dem Besucher ursprünglich zum tätigen Meditieren, weil er all seine Sinne und Gedanken ganz auf eine simple Arbeit (harken oder rechen) richtete. Diese Form der Meditation stammt von buddhistischen Mönchen und auf diese Weise entstanden die heute bekannten Muster in den Kiesbetten von Zen-Gärten.


Ein Zen-Garten soll also den menschlichen Geist im Idealzustand symbolisieren, das heißt einen Zustand der Ruhe, Ordnung, Einfachheit und Disziplin. All diese Eigenschaften spielen im Leben eine wesentliche Rolle, denn sie verleihen dem Menschen Stabilität und innere Freiheit.


Deshalb kann das Arbeiten in einem Zen-Garten vor allem die Konzentration auf das Wesentliche fördern und zudem die Kreativität anregen. Wer eine solche Arbeit verrichtet, wird die zurückkehrende, ihn durchfließende Harmonie spüren.

Steine - Harmonie

Steine spielen in der Tradition der Zen-Gärten schon immer eine wichtige Rolle, denn sie sind sehr oft als Steingärten im Kare-San-Sui-Stil angelegt. Dabei spielt der Wechsel der Elemente eine wichtige Rolle sowie die Bemühung, von der Einheit zur Vielfalt und vom Kleinen zum Großen zu gelangen. Durch das harmonische Wechselspiel von Stein, Wasser und Pflanze, durch das Spiel mit der Perspektive werden unterschiedliche Sichtweisen auf grundlegende Kräfte dargestellt.


Vor allem Sand und Granitkies stehen in Zen-Gärten stets für Wasser, wobei große Leerflächen die Kraft eines Raumes verstärken und Symbol für die transzendentale Wahrheit sind. An Bergen oder Hügeln platzierte Steine stehen häufig für verschiedene Tiere und ihre Beziehung zueinander. Ein zentrales Element sind Schrittsteine, durch deren exakte Verlegung der Besucher eine Ahnung vom Werden und Vergehen der Dinge bekommen soll, während er sie abschreitet.

Zierelemente


Gartenteich mit japanischem Touch

Steinlaterne im Gartenteich


Eine Besonderheit sind die selten entzündeten Steinlaternen, die in vielen Gärten als Zierelemente aufgestellt werden.

Eminent wichtiges Gartenelement ist das Wasser, denn seine Eigenschaften, seine Gegensätzlichkeit (ruhendes Gewässer, rauschender Wasserfall) spiegelt das Prinzip von Yin und Yang eindrucksvoll wieder.


Ein weiteres Element sind Holztore (sogenannte Tori). Sie werden an markanten Stellen aufgestellt und sollen an etwas Heiliges erinnern. Ursprünglich stammen sie aus Shintotempeln. Auch Bambus, das wegen seiner Gradlinigkeit und Transparenz beliebte Material, findet sich in Zen-Gärten sehr oft. Seine Verwendung hat eine Philosophie des rechten Winkels begründet, die auch in europäische Baustile Einzug hielt.

Fazit:

Jeder Zen-Garten ist im Grunde eine Betrachtung des Zusammenspiels von Natur und Mensch, von Werden und Vergehen sowie von den kosmischen Kräften insgesamt. Es geht dem Garten um die Darstellung des harmonischen Miteinanders und der daraus resultierenden Kraft.

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