Gartenarbeit im Monat September
Kommentare (0)Gartenkalender – September 2012
Im September geht der Sommer zwar zu Ende, Sie müssen im Garten aber keineswegs auf Blüten verzichten. Wir sagen, was jetzt im Garten zu tun ist, damit Sie Ihren Garten noch so richtig genießen können.
Die Themen in diesem Artikel:
Diesen Artikel weiterempfehlen:
Allgemeine Gartenarbeiten
- Rasensaat
- Kompostvorbereitung für das nächste Jahr
Im September kannst Du problemlos Rasen neu aussäen oder schadhafte Stellen ausbessern.
Die Beete sind abgeräumt, die Hecken geschnitten und der Kompostbehälter quillt über. Was nun? Reifer Kompost ist ein sehr nährstoffhaltiger Dünger, der im Herbst nicht mehr auf die Beete gebracht werden sollte. Daher wird der Kompost jetzt nur umgesetzt und reifer Kompost bis zum Frühjahr im Halbschatten gelagert.
Obstgarten
Frisches Obst aus dem eigenen Garten ist der krönende Abschluss eines Sommers. Kurz vor Herbstbeginn wird alles gleichzeitig reif: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Späte Himbeeren.
- Pflege
- Schnitt
- Ernte
- Pflanzung
Nach der Ernte werden bei Himbeeren die "abgetragenen" Ruten am Boden abgeschnitten. Bei Johannisbeeren werden mit Rotpustelkrankheit befallene Triebe entfernt.
Kranke Früchte bei Äpfeln und Birnen sollten schnell entfernt werden, bevor sich Krankheitsnester bilden können. Auch faulendes Fallobst wird vernichtet.
Bei kleinkronigen Obstbäumen, die zu stark wachsen, wird jetzt ein Schnitt durchgeführt. Alle Triebe, die länger als 60 cm sind, werden abgenommen. Geschnitten wird mit einer scharfen Schere.
Viele Apfel- und Birnensorten werden jetzt geerntet. Bei den Äpfeln zum Beispiel: ‘Cox Orange’, ‘Orangenrenette’, ‘James Grieve’ und ‘Gravensteiner’. Bei Birnen: ‘Conference’, ‘Gellerts Butterbirne’, ‘Vereinsdechant’, ‘Gute Luise’ und ‘Köstliche von Charneau’. Die Fruchtreife erkennt man, wenn sich die Früchte mehr oder weniger leicht vom Fruchtholz lösen lassen.
Ausführlicher Tipp: Äpfel ernten und entsaften
Heimische Obstarten, wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Beerensträucher, können im Herbst gepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist; ebenso Ziergehölze.
Gemüsegarten
Im September kommt der Lohn für die Arbeit. Viele Arten sind jetzt erntereif. Dennoch gibt es noch etliches zu tun.
- Pflege
- Kartoffeln ernten
- Reife Kürbisse
- Aussaat
Bei Gurken, Zucchini und Tomaten werden die späten Blütenstände entfernt. Tomaten werden geköpft. So geht die letzte Kraft der Pflanzen in die verbliebenen Früchte.
Hat der Rosenkohl bis Mitte des Monats noch keine Röschen angesetzt, lässt sich die Ernte noch durch einen Trick sichern: Breche die Triebspitze heraus und gieße gründlich. Nur ausreichend feuchter Boden gewährleistet große Röschen. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh verhindert, dass der Boden austrocknet.
Ende August beginnt die Kartoffelernte. Die Kartoffeln sind dann reif, wenn sich das Laub gelb gefärbt hat. Dann hebt man sie mit einer Grabegabel aus dem Boden und befreit sie von Laub und Erde.
Zum Einkellern eignen sich nur gesunde, unbeschädigte Kartoffeln. Am besten lagert man sie locker aufgeschüttet an einem dunklen, trockenen Platz bei einer Temperatur von 8 °C. In warmen Räumen keimen die Kartoffeln.
Ausführlicher Tipp: Tipps für den Kartoffelanbau
Die Kürbisse sind reif, wenn sie beim Klopfen hohl klingen. Je kräftiger die Farbe, umso vitaminreicher und wohlschmeckender sind sie. Den Reifungsprozess kannst Du unterstützen, indem Du aufhörst zu gießen und alle Wurzeln im Umkreis von 50 Zentimetern mit dem Spaten abstichst.
Außerdem empfiehlt es sich, unter reifende Kürbisse ein Brett zu legen, ehe sie zu schwer werden: Auf nasser Erde fangen sie leicht an zu faulen.
Ausführliche Tipps: Alles rund um den Kürbis, Halloween - ein Feiertag auf Erfolgskurs
Kerbel, Schnittsalate und Radieschen kannst Du bis Ende August noch aussäen; Feldsalat, Spinat, Portulak und Löffelkraut bis Mitte September. Verteile den Samen einen Zentimeter tief in Reihen mit einem Abstand von 20 Zentimeter. Ziehe dann mit dem Rechen lockere Erde darüber, drücke sie mit dem Rechenrücken fest und gieße zum Schluss an.
Ziergarten
Das Gartenjahr neigt sich so langsam seinem Ende entgegen, die Natur verabschiedet sich mit farbenfroher Pracht. Und auch die Zwiebelblumen fürs kommende Frühjahr kommen in die Erde.
- Pflanzung
- Pflegetipps
- Chrysanthemenblüten
- Mulchen
- Stauden
Der frühe Herbst ist ein günstiger Termin, um Pflanzungen anzulegen. Jetzt werden immergrüne Gehölze wie Koniferen, Ilex, Kirschlorbeer, Buchs und Rhododendren gepflanzt. Gründliches Wässern erleichtert es den Pflanzen, sich noch vor dem Frost zu akklimatisieren.
Hecken können nach Abschluss des Triebwachstums gut geschnitten werden.
Ausführlicher Tipp: Know-How Hecken schneiden
Wenn Du besonders große Chrysanthemenblüten haben möchtest, dann solltest Du jetzt die Blütenstände ausdünnen. Knipse dafür die kleinen Nebenknospen mit den Fingern aus. Die Hauptknospe in der Mitte des Blütenstands bleibt erhalten. Ohne das Ausdünnen entwickeln sich viele kleine Einzelblüten.
Eine Mulchschicht hält den Boden um Stauden wie Funkien feucht. Gut eignet sich dafür Rasenschnitt, den man etwa drei Zentimeter dick um die Pflanzen herum verteilt. Zudem unterdrückt man so den Unkrautwuchs.
Herbstastern und andere späte Stauden haben jetzt ihren Blütenhöhepunkt. Damit die Pracht so lange wie möglich anhält, schneidet man regelmäßig welke Blüten heraus. Verzichte auf radikales Abschneiden der Staudenbüsche, dann bleiben die Beete auch im Winter noch reizvoll.
Ausführlicher Tipp: September - noch Sommer oder schon Herbst?
Balkon und Terrasse
- Ende des Sommers
Günstiger Termin, um bei nachlassendem Sommerflor eine Herbstbepflanzung anzulegen. Erste Nachtfröste bedrohen empfindlichere Arten, sie müssen rechtzeitig ins Haus gestellt werden.
Pflanze des Monats
- Dahlie
Mit ihren kindskopfgroßen Blüten beherrschen Dahlien manchmal schon von Ende Juli bis zum Ende der Gartensaison den Anblick so mancher Gärten.
Dahlien sind zwar mehrjährig wie Stauden, stammen jedoch aus dem tropischen Zentralamerika und können daher unsere frostigen Winter nicht überstehen. Die mit Wasser und Nährstoffen ausgestatteten Dahlienknollen kann man daher aus dem Boden holen, bevor sie dort dem Frost ausgesetzt sind, und in einem frostfreien Raum überwintern. Nach Ende der Frostgefahr (Ende April bis Mitte Mai) werden die Knollen kurz gewässert und wieder ins Freie gepflanzt.
Dahlien kommen am besten bei gruppenweiser Pflanzung zur Wirkung.
Das Angebot an Dahlien ist immens. Es gibt sie in vielfältigen Farbvariationen, Größen und Sorten.
Ausführlicher Tipp: Alles rund um Dahlien, Dahlien - Farbrausch im Hochsommer
Tipp des Monats
- Obst zum Lagern
Äpfel: „Cox Orange“, „Elstar“, „Glockenapfel“, „Gloster“, „Idared“, „Jonathan“, „Macintosh“, „Melrose“, „Ontario“, „Winterrambur“
Birne: „Alexander Lucas“, „Boscs Flaschenbirne“, „Conference“, „Köstliche von Charneu“, „Madame Verté“
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!







