Osterzweige dekorieren
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Der Osterstrauß besteht traditionell aus frisch austreibenden Zweigen von Sträuchern und Bäumen. Der Tag, an dem der Osterstrauß geschmückt wird, ist der Gründonnerstag vor Ostern.
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Die Tradition des Dekorierens von Osterzweigen wird meist in Mittel- bis Osteuropa gepflegt und ist in anderen Ländern fast unbekannt.
Meist werden Forsythienzweige mit ihren strahlend gelben Blüten, aber auch die Zweige der Korkenzieherweide, der Kornelkirsche, des Holunders oder des Hartriegels (auch Hornstrauch genannt) verwendet.
Sollte man allerdings einen Wellensittich als Haustier halten, der alles anknabbert, empfiehlt es sich auf die giftigen Forsythienzweige zu verzichten.
Früher schnitt man auch Weidenkätzchen (auch Palmkätzchen genannt) für den Osterstrauß an wild wachsenden Büschen ab. Allerdings ist dies in manchen Bundesländern aus Naturschutzgründen verboten, da sich Honigbienen, Wildbienen, Wespen und Hummeln nach ihrem Winterschlaf als erstes von dessen Blütenpollen ernähren. Deshalb werden gezüchtete Weidenkätzchen in Blumengeschäften oder auf dem Wochenmarkt angeboten.
Im Norden Deutschlands werden auch gerne Birkenzweige geschnitten, da sie die ersten austreibenden Frühlingsboten sind. Sie treiben bereits nach drei Tagen bei Zimmertemperatur aus. Auch eignen sich Zweige von Zierkirschen oder Obstbäumen wie Apfel, Mirabelle oder Pflaume. Diese sollten allerdings 10 bis 15 Tage vor Ostern geschnitten und ein paar Stunden in lauwarmes Wasser gestellt werden. Danach die Zweige ein paar Zentimeter längs einschneiden und in eine Vase mit zimmerwarmem Wasser stellen. Das Wasser öfter wechseln und ab und zu die Zweige besprühen. Auch sollte man drei- bis vierjähriges Holz schneiden, da die einjährigen Pflanzen meist noch wenig Knospen ausbilden.
Eier ausblasen
Die Eier vor dem Ausblasen gründlich waschen und mit Hilfe eines Eierstechers oder einer starken Nähnadel oben und unten einstechen. Mit Hilfe einer kleinen Nagelschere, eines Nagels oder einer Schraube das untere Loch auf etwa 3 Millimeter Durchmesser vergrößern. Dabei sehr vorsichtig vorgehen, damit die Eierschale nicht bricht. Das Eidotter mit Hilfe der Nähnadel oder eines Schaschlikspießes von oben aufstechen, damit sich das Ei leichter ausblasen lässt. Anschließend das Ei mit dem Mund vorsichtig ausblasen. Das ausgeblasene Ei mit Wasser und etwas Essig von außen abwaschen, mit einem Tuch trocken und mit dem großen Loch nach unten in den Eierkarton zum restlichen Auslaufen stellen. Die Eiweißreste sollten im Inneren verbleiben, damit erhöht sich die Stabilität des Eis.
Aufhängung der ausgeblasenen Eier
Zur Aufhängung verwendet man am besten Bindfaden, Satinbänder, Wolle oder Bast. Dieser wird mit Hilfe eines auf 1 Zentimeter gekürzten Zahnstochers, Schaschlikspießes oder Streichholzes befestigt. Dabei den Faden um das Holzstück wickeln und fest verknoten. Die anderen Fadenenden verknoten, den Stab vorsichtig in die große Öffnung schieben und das Ei etwas schütteln, damit sich der Stab quer stellen kann. So kann auch die Aufhängung für Plastikeier befestigt werden.
Serviettentechnik
Was Du benötigst
- Rohe weiße oder braune Eier. Am besten Bio- oder Freilandeier, da sie meist eine festere Schale besitzen. Es können alternativ auch weiße oder bunte Plastikeier verwendet werden.
- Servietten mit kleinen Blumen- oder Ostermotiven. Darauf achten, dass die Motive auch auf die Eier passen. Am besten eignen sich Servietten mit weißem Grund für weiße Eier, da man dann das Motiv nicht so genau ausschneiden muss.
- Serviettenklebelack, der auch als Klarlack zur Versiegelung dient.
- Einen breiten Pinsel mit festen, aber nicht zu harten Borsten.
Auftragen des Motivs
Die Blumen- oder Ostermotive grob aus der Serviette ausschneiden und die obere, dünne, bedruckte Papierschicht ablösen. Das Motiv nochmals knapp ausschneiden. Das Ei mit Serviettenklebelack auf einer Seite mit dem Pinsel bestreichen. Darauf achten, wo die Aufhängung angebracht wird. Die dünne bedruckte Papierschicht auflegen und mit dem Pinsel vorsichtig über das aufgelegte Motiv von innen nach außen streichen. Dabei werden alle entstandenen Lufteinschlüsse entfernt, so dass das Papier satt aufliegt. Gut trocknen lassen und danach die andere Seite des Eis mit einem Motiv bekleben.
Fazit:
Kreativ werden und originelle Ostereier erstellen mit Serviettentechnik ist dank einer guten Anleitung total einfach und macht vor allem mit Kindern eine Menge Spaß. Weitere Tipps unserer Expertin kannst Du in ihrem Buch finden: Das große Ostereier-Buch - vielseitige Ideen rund ums Ei
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