Ostereier natürlich bemalen
Kommentare (1)Ostereier mit Naturfarben und Blütenmotiven bemalen
Was wäre das Osterfest ohne gefärbte oder verzierte Eier? Das Ei ist eines der ältesten religiösen Symbole und ein Sinnbild für Fruchtbarkeit, Geburt und die Entstehung des Lebens. Da in vergangenen Zeiten in der Fastenzeit nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier verzehrt wurden, kochte man diese, um sie haltbar zu machen.
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Um die gekochten Eier von den rohen Eiern besser unterscheiden zu können, wurden die gekochten Eier gefärbt. Auch damals schon färbte man die Eier mit frischen oder getrockneten Kräutern, Rinden, Gemüsesorten, gesammelten Herbstblättern, Wurzeln, Beeren und Blüten. Die Farbintensität hängt entscheidend von der Eiergrundfarbe, den verwendeten Pflanzenbestandteilen, der Konzentration des Färbesuds und der Färbedauer ab.
Am besten verwendet man Bio- oder Freilandeier, da diese meist dickere Schalen besitzen. Allerdings sind weiße Bio- oder Freilandeier in der Osterzeit schwierig zu bekommen. Es empfiehlt sich daher, bald mit dem Eierfärben zu beginnen.
- Gelbtöne
- Rottöne
- Blautöne
- Grüntöne
- Brauntöne
Einen satten Gelbton erreicht man mit der frischen Färberkamille, die im Garten angepflanzt werden kann. Aber auch mit Kamillenblüten, Kurkumawurzel oder Färberdistel aus dem Reformhaus und der Apotheke ergeben sich schöne Gelbtöne. Gelbgrüne Färbungen werden durch Birken-, Holunder- und Brennnesselblätter erreicht.
Einen schönen Rosaton erhält man mit gekochter Roter Beete, Malvenblüten, Apfelbaum- oder Birkenrinde. Sehr farbintensiv ist die Krappwurzel, die kalt angesetzt sehr schöne Rottöne ergibt. Wenn man sie kocht, erhält man eine bräunliche Färbung. Geschnittene und gekochte Rotkohlblätter ergeben eine rotviolette Färbung. Es können auch aufgetaute schwarze Johannisbeeren zum Färben verwendet werden. Getrocknete Ringelblumenblüten färben beige und gekochte Karotten ergeben einen Orangeton.
Für blaue Farbergebnisse kann Holunderbeersaft oder Heidelbeersaft verwendet werden. Gibt man Eisenschrauben hinzu, vertieft sich der Blauton. Das bekannteste blaue Färbemittel sind die Blauspäne oder auch Campecheholz genannt, das es in Apotheken zu kaufen gibt. Auch Malvenkraut ergibt einen schönen Blauton.
Die beste Grünfärbung erhält man mit kaltem Matetee. Heißer Matetee ergibt eine Gelbfärbung. Mit Efeu- und Brennnesselblättern erhält man einen schönen Olivton. Auch Spinat und Petersilie ergeben gekocht eine schöne Grünfärbung. Ysop oder Weinraute aus dem eigenen Garten ergeben einen grünlichen Braunton.
Die klassischen Brauntöne erhält man mit der aufgekochten äußeren Schale der Zwiebel. Auch Kaffee eignet sich zum Färben der Eier. Schwarzer Tee, Blätter vom Haselnussstrauch und Eichenblätter färben die Eier ebenfalls braun.
Färbesud herstellen
Gemüse wie Rote Beete, Karotten oder Rotkohl zerkleinern oder fein reiben.
Rinden, getrocknete Beeren, Blüten und Blätter am besten über Nacht einweichen.
Frische Blätter, Kräuter und Früchte können sofort verarbeitet werden.
Für einen Liter Färbesud braucht man etwa 300 Gramm Frischpflanzen, etwa 50 Gramm getrocknete Wurzeln, Blüten, Hölzer, Rinden oder Blätter und etwa vier Teelöffel Kaffee, Kurkuma oder Tee.
Die Wurzeln, Rinden und Hölzer benötigen eine Kochzeit von etwa einer Stunde. Alle anderen Färbematerialien kochen etwa 30 bis 40 Minuten.
Der Zusatz von Eisennägeln oder Schrauben verdunkelt vor allem die Gelb- und Grüntöne.
Essig hellt die Farbe auf und Alaun als Zusatz intensiviert die Farben. Kaliumcarbonat, das man in der Apotheke erhält, verstärkt manche Farben. Den fertigen Färbesud filtern und in Schraubdeckelgläser abfüllen.
Blüten und Blättermotive auf gefärbten Eiern
- Was Du benötigst
- Rohe oder gekochte weiße Eier, je nachdem ob Du kalt oder heiß färben willst
- Etwa je 1 Liter Färbesud kalt oder heiß
- Nylonstrumpf etwa 15 x 15 Zentimeter pro Ei
- Baumwollfaden zum Zubinden des Strumpfes
- Frische Blüten und Blätter wie z.B. Kleeblätter, Blattpetersilie, Rosenblatt, Hornveilchen, Gänseblümchen oder sonstige kleine Blüten, Gräser und Blätter aus dem Garten
- Butter, Margarine oder Pflanzenöl
- Vorbereitung der Eier
- Färben der Eier
Die Eierschalen vor dem Färben mit Essigwasser reinigen, damit sie die Farben besser aufnehmen. Vor dem Kochen der Eier diese am stumpfen Ende einstechen. Sollte man kalt färben, müssen die Eier zuerst hart gekocht, abgeschreckt und abgekühlt werden. Das gewünschte Blatt oder die Blüte auf das weiße Ei legen, den Nylonstrumpf vorsichtig auf die Blüte legen und straff nach hinten ziehen. Mit dem Baumwollfaden fest zusammenbinden.
Die vorbereiteten Eier entweder in dem heißen Sud kochen oder in das kalte Färbebad mit Hilfe eines Esslöffels einlegen und immer wieder die Farbintensität überprüfen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Das fertige Ei auf ein Küchentuch legen, den Strumpf mit der Blüte entfernen und abkühlen lassen. Das Ei mit Butter, Margarine oder Pflanzenöl einreiben, so erhält es einen schönen Glanz. Achtung: Naturfarben verblassen, wenn sie in der Sonne liegen!
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Vielen Dank für die tollen Tipps. Ich finde, das Bemalen der Ostereier ist das Allerbeste an Ostern! Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, dass es wieder Ostern ist!
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