Schädlinge im Garten
Kommentare (0)Hilfe bei Schmierläusen an Deinen Pflanzen: Australische Marienkäfer und ihre Larven
Mit dem sonnigen Frühling wird jetzt in so manchem Wintergarten sichtbar was sich im Winter unbemerkt vermehrt hat: Schmierläuse. Dieser Pflanzenparasit ist nur schwer wieder los zu werden. Gut versteckt und geschützt lebt der Schädling an verschiedenen Stellen der Pflanze. Herkömmliche Mittel kommen an das Tier kaum ran und wenn, dann wirken sie oft nur begrenzt und kurzfristig. Eine langfristige und auch giftfreie Abhilfe schaffen dagegen seine natürlichen Feinde: Der Australische Marienkäfer und seine Larven. Sie lassen sich problemlos im Zimmer einsetzen und brauchen lediglich Wärme, Licht und etwas zu trinken.
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Schmierläuse: ein Schädling mit Wachsjacke
Schmierläuse manchmal auch Wollläuse genannt, erinnern auf den ersten Blick an kleine mit Mehl bestäubte Kellerasseln. Mehr als 15 verschiedene Schmierlausarten können im Zimmer, Wintergarten und Gewächshaus auftreten. Die häufigste und leider auch schädlichste Art ist die Zitrusschmierlaus (Planococcus citri). Die Weibchen sind oval geformt, circa drei bis fünf Millimeter lang, mit kleinen weißen Wachsfäden überzogen, unter denen der rosig gefärbte Körper schimmert. Charakteristisch für Zitrusschmierläuse sind ihre kurzen Schwanzfäden am Hinterteil.
Die Schmierlauskiller sind direkt bei Markus erhältlich. Jeweils 25 Larven werden auf Papierstreifen in einem Plastikbehälter per Post geliefert.
Anfangs versteckt, an Blättern, Trieben und Wurzeln aktiv
Zitrusschmierläuse befallen sehr viele Grünpflanzen. Besonders gerne gehen sie an Zitrus- und Ficusarten, Feigen, Oleander, Philodendron, Palmen, Strelitzien, Orchideen aber auch an Sukkulente. Dort leben sie zuerst recht unauffällig und vermehren sich reichlich. Pro Tier werden bis zu 600 Eier gut geschützt in Wachsfadenknäule gelegt. Erst bei einem starken Befall werden sie richtig sichtbar, zum Beispiel durch kleine weiße Flatschen, die an Blattrippen, Zweigen sowie Blattachseln kleben. Zitrusschmierläuse sind Pflanzensauger und zudem auch nicht wählerisch. Sie können daher an Pflanzenteilen wie Seitentrieben und Wurzeln aktiv sein.
Schaden: Schwarze klebrige Blätter und Blatt-, Blütenabfall
Schmierläuse ernähren sich von Pflanzensaft. Durch das starke Saugen sowie das Übertragen von Viren, kommt es oft zu Verwachsungen, vergilbten Blättern sowie zum Abfall von Blättern und Blüten. Da die Tiere zudem reichlich zuckerhaltige Ausscheidungen produzieren, verkleben die Blätter und Triebe zunehmend. Bei hoher Luftfeuchtigkeit siedeln sich darauf häufig Ruß- und Schwärzepilze an. Der schwarz/graue Belag schwächt und verunstaltet die Pflanzen stark.
Viele Mittel helfen nur begrenzt und kurzfristig
Ein kleiner Befall an einer kleinen Pflanze ist per Hand kontrollierbar. So kann man zum Beispiel mit einer Zahnbürste die Tiere aus ihren Verstecken kratzen. Eine andere Alternative ist, die Schädlinge mit Speiseöl zu beträufeln und so die Atemöffnungen zu verstopfen. Bei größeren Pflanzen dagegen müssen Spritzmittel auf Öl- oder Kaliseifenbasis ran. Ihre Wirkung ist oft aber nur wenig überzeugend, denn die Wachsschicht der Schmierläuse schützt vor wässrigen Lösungen. Und auch chemische Mittel helfen oft nur kurzfristig, da zunächst nur die aktiven Tiere getötet werden. Je nach Wirkungsdauer und Entwicklungszeit der Tiere bleiben die gut versteckten Nachkommen verschont. So mancher Hobbygärtner staunt daher nicht schlecht, dass er nach der Bekämpfung schnell wieder mit Schmierläusen zu tun hat.
In Schaugewächshäusern im Einsatz: Australische Marienkäfer
Wer Eier, Larven und erwachsene Schmierläuse auf einmal beseitigen möchte, sollte Australische Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) und deren Larven einspannen. Beide werden seit Jahren in Schaugewächshäusern der Botanischen Gärten mit Erfolg eingesetzt. Die schmierlausähnlichen, zotteligen Marienkäferlarven fressen vorwiegend junge Schmierläuse sowie Schmierlauseier. Die orange-schwarzen Käfer ernähren sich gerne von erwachsenen Schädlingen. In ihrer 30- bis 70-tägigen Entwicklungszeit frisst ein einziges Tier über 300 Schmierläuse.
Die Larven spüren die Schmierläuse überall auf
Die Nützlinge werden als junge Larven auf Papierstreifen geliefert. Sie werden in der Nähe des Befalls abgelegt. Bereits nach einiger Zeit der Orientierung flitzen die zotteligen Larven zu den Schädlingen. Die Voraussetzung dafür ist eine Temperatur ab 20 Grad Celsius sowie viel Licht. Ganz wichtig: die kleinen Kerlchen brauchen Trinkwasser! Daher müssen die Pflanzen möglichst ein- bis zweimal am Tag mit einem Pflanzensprüher eingenebelt werden – sonst fressen die Nützlinge nicht!
Die Jagd geht weiter: aus der Larve wird ein Käfer
Die jungen Tiere müssen für eine erfolgreiche Bekämpfung noch etwas wachsen. In der Regel wird erst nach drei Wochen eine deutliche Reduzierung des Schmierlausbefalls sichtbar. Ab diesem Zeitpunkt verwandelt sich die Larve langsam zu einem erwachsenen Käfer. Ist später dann genügend Nahrung und regelmäßig Trinkwasser vorhanden, sind auch die erwachsenen Tiere an Ihren Pflanzen aktiv. Die Käfer können mehreren Wochen, manchmal auch mehrere Monate alt werden.
Die Schmierlauskiller sind direkt bei Markus erhältlich. Jeweils 25 Larven werden auf Papierstreifen in einem Plastikbehälter per Post geliefert.
Fazit:
Gerade bei der Bekämpfung von Schmierläusen wirken vermeintlich schnelle und bequeme Lösungen nur kurzfristig und oberflächlich. Die Biologie der Schädlinge erfordert einfach andere Mittel. Der Einsatz des Australischen Marienkäfers und seiner Larven erfordert zwar Geduld und Aufmerksamkeit, dafür führt diese nachhaltige Methode auch zum Erfolg.
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