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Know-how Hecke schneiden

Hecken bieten durch ihren Variantenreichtum die Möglichkeit, den Garten vor unerwünschten Blicken zu schützen und gleichzeitig individuell zu gestalten. Die richtige Schnittzeit ist im Juli bis August

Hecken schneiden – Tipps und Tricks

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Die Hecke ist des Gärtners… Was genau ist die Hecke eigentlich für Hobby- oder Profigärtner? Sinnvolles Übel, welches den Garten vor unerwünschten Blicken und Besuchern schützt? Oder doch der Stolz des Gartens?

Hier scheiden sich die Geister. Für die einen Menschen ist die Hecke tatsächlich das Eine und für die anderen das Andere. Heckenarten gibt es sehr viele: Blühende Hecken wie Sommerflieder, Spirea und Felsenbirnen oder Gehölzhecken wie Buchsbäume, Eiben und Koniferen. Welche Hecke für welchen Garten die richtige ist, lässt sich nicht pauschalisieren. Fakt ist jedoch, dass sich Gehölz besser für Formhecken eignet.

Individueller Schnitt

Genau so individuell wie bei den Arten, verhält es sich mit der Notwendigkeit zur Heckenschere zu greifen. Während die einen Hobbygärtner diese Phase kaum erwarten können, um sich kreativ auszutoben, sehen die anderen ihr eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Doch wann genau ist der richtige Zeitpunkt, um seine Hecke zu stutzen?

Richtiger Zeitpunkt hin oder her: Das ist nicht das Einzige, was es beim richtigen Heckenschneiden zu beachten gilt. Da sind noch Dinge wie die richtige Form, das richtige Werkzeug und vor allem die richtige Schnitttechnik. Und jüngst gepflanzte Hecken sollten zudem erst einmal mindestens zwei bis drei Jahre annähernd schnittlos ruhen und wachsen können. Leichtes Stutzen ist natürlich erlaubt, um Wucherungen zu vermeiden.

Wann Hecke schneiden?

Fangen wir mit dem richtigen Zeitpunkt für den Rückschnitt an, denn dieser ist meistens im Sommer. Warum? Das ist ganz leicht erläutert: Weil Hecken, wie andere Pflanzen auch, im Sommer blühen und der genaue Heckenverlauf so viel besser erkennbar ist. Unebenheiten können also berücksichtigt werden, bevor man durch das Schneiden auf sie stößt oder sie durch unerwartet starkes Nachwachsen auffallen.

Zudem sind Hecken in ihrer Blütezeit stark und überstehen den Beschnitt deutlich besser, als während der anderen Jahreszeiten. Der optimale Zeitraum, um die Heckenschere einzusetzen, ist Juli bis August. Dabei sollte man an zu heißen oder nassen Tagen auf das Trimmen der Hecke verzichten, desgleichen, wenn während der Brutzeit Vogelnester in der Hecke sind.

Andere Triebe sollten erst im Spätsommer, also im September, zurückgeschnitten werden. Durch dieses Vorgehen wird die Hecke im nächsten Sommer viel voller und dichter wachsen. Verjüngungsschnitte sollten hingegen nur während der Winterruhe durchgeführt werden, da sie in der vollen Blüte zu radikal für die Hecke wären.

Kranker Patient

Natürlich sollte auch an einer sichtbar kranken Hecke nicht direkt mit der Schere „herumgedoktert“ werden. Hier sollten erst einmal andere Rettungsmaßnahmen – Mineraldünger, Kompost oder Ähnliches – zum Einsatz kommen. Gedüngt werden sollte übrigens in jedem Fall stets im Frühjahr und im Frühsommer, um die Hecke mit genügend Nährstoffen zu versorgen. Schnittgut kann kostenlos bei der städtischen Sammelstelle für Grünabfälle oder über den Biomüll entsorgt werden. Bei großen Mengen sollte man von Letzterem jedoch absehen, um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden.

Die richtige Form der Hecke

Beim Heckenschnitt müssen allerdings nicht nur die empfindlichen Triebe im Auge behalten werden, sondern auch die Form. Es gibt verschiedene Schnittarten und Richtlinien, in den meisten Fällen wird jedoch mindestens eine Neigung von 10 Zentimern bis 20 Zentimern – ja nach Höhe der Hecke - empfohlen.

Trapezform beliebt

Die häufigste und üblichste Heckenform ist und bleibt die Trapezform. Beim Trapezschnitt – oder auch der konischen Hecke - bleibt die Hecke unten herum breiter als oben. Es wird also eine konische Form erzeugt.

Ein großer Vorteil dieser Schnittform: Sie vermeidet das so genannte und oftmals befürchtete „Verkahlen“ des unteren Heckenbereiches. Das Verkahlen, bei dem sich der untere Teil der Hecke nach und nach – aber sehr schnell – ausdünnt, ist in den meisten Fällen auf fehlenden oder mangelnden Lichteinfall zurückzuführen. Ist der obere Heckenbereich schmaler, vergrößert das wiederum den Lichteinfall auf den darunter liegenden Bereich.

Welches Werkzeug verwenden?

Last, but not least braucht man zum Schneiden der Hecke natürlich eine Heckenschere. Diese gibt es in zahleichen Ausführungen, in sämtlichen Größen und sowohl mechanisch als auch elektrisch. Welche Schere für welche Arbeit die richtige ist, kommt natürlich immer auf den Gärtner und auch die Hecke an. Mit einer großen elektrischen Heckenschere muss man aber wohl eben sowenig eine kleine Hecke trimmen, wie eine mehrere Meter lange und hohe Hecke mit einer kleinen mechanischen.

Der Vorteil einer mechanischen Heckenschere ist natürlich der, dass man sehr sauber und auch vorsichtig arbeiten kann. Die elektrische Variante ist hingegen schneller und erleichtert die Arbeit ungemein. Und man kann Zeit sparen, in der man sich etwa Gedanken über neue Heckenformen machen kann.

Fazit:

Heckenschneiden kann Spaß machen, muss es aber natürlich nicht. Da kommt es natürlich auch auf Lust, Laune, Kreativität, den Gärtner und die Hecke an. Fakt ist aber, dass die Hecke weitaus mehr sein kann, als ein einfacher Sichtschutz.

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