Rasenpflege im Frühjahr

  Kommentare (2)

Der grüne Teppich im Garten

Nur wenige Gärten kommen ohne ihn aus: den Rasen. Ob große oder kleine Rasenfläche, Golf- oder Spielrasen – nach dem Winter braucht er ein bisschen Aufmerksamkeit, um wieder in Form zu kommen und seine Aufgaben als grüner Teppich erfüllen zu können. Wie der Rasen zu pflegen ist, darüber gibt es so viele Meinungen wie Experten. Deshalb muss jeder für sich entscheiden, welche Ansprüche er an seinen Rasen hat und wie viel Arbeit er investieren will und kann. Doch ein paar Grundregeln gelten für jede Rasenpflege.

Rasenpflege im Frühjahr

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Der Start in die Saison – Düngen

Der erste Gang über den Rasen im Frühjahr ist meistens recht ernüchternd, gelb-grüner Filz statt saftig grüner Gräser, eine zwar weiche, aber relativ graslose Moosfläche dort, wo eine geschlossene Rasenfläche sein sollte. Jetzt gilt es, den Rasen wieder fit zu machen.

Zuerst solltest Du mit einem Rechen Laubreste, Zweige und kleine Äste von der Rasenfläche entfernen. Dann wird gedüngt und zwar mit einem organisch-mineralischen Dünger. Die mineralischen Bestandteile stehen den Gräsern schnell zur Verfügung, die organischen müssen noch aufgeschlossen und verwertbar gemacht werden, dies trägt zu einem regen Bodenleben bei.

Gedüngt werden sollte an einem bewölkten Tag, am besten, wenn Regen angekündigt ist.

Vertikutieren – Für und Wider

Ein Punkt, an welchem sich die Geister scheiden. Beim Vertikutieren wird der Rasen mit Messern aufgeschlitzt und Rasenfilz und Moos gelockert beziehungsweise herausgekämmt.

Ob Vertikutieren bei jedem Rasen nötig ist oder nicht, kann letztlich nur jeder für sich entscheiden. Im Zweifel hilft nur ausprobieren.

Wenn Du vertikutieren möchtest, dann mähe Deinen Rasen zwei bis drei Wochen nach der Düngung und behandle ihn dann mit dem Vertikutierer. Nach dem Vertikutieren reche Deinen Rasen gründlich ab.

Das Moos kannst Du kompostieren, solltest es aber gut mit anderem Kompostiergut mischen, da es sonst relativ lange zum Verrotten benötigt. Hast Du in Deinem Rasen sehr viele Wurzelunkräuter wie Klee, Hahnenfuß oder Quecke, dann solltest Du mit dem Vertikutieren eher vorsichtig sein, denn unter Umständen verschlimmerst Du damit das Übel nur noch, in dem Du die ausbreitungsfreudigen Wurzeln zerkleinerst.

Deshalb hilft hier nur: Unkrautentfernung, eventuell danach dann vertikutieren.

Weg mit dem Unkraut

Und wieder ist es eine Frage der persönlichen Vorlieben, wie „sauber“ eine Rasenfläche sein soll.

Toleriert der eine noch jeden Löwenzahn und kann sein Herz sogar für blühenden Klee erwärmen, ist beim anderen die Schmerzgrenze schon bei der ersten Gänseblümchenblüte erreicht. Da in vielen Gärten auch Kinder spielen, sind Unkrautvernichter eher die Mittel der letzten Wahl. Also hilft es nur, das Unkraut auszustechen.

Viele der Kräuter, die sich gern im Rasen breit machen, haben Pfahlwurzeln und müssen deshalb wirklich tief ausgestochen werden. Andere breiten ihre Blattrosetten gern dicht am Boden aus und unterdrücken damit den Graswuchs. Doch egal welches Unkraut, nach dem Entfernen entstehen – wie auch nach dem Vertikutieren – größere Lücken in der Rasenfläche, die geschlossen werden sollten.

Der Lückenschluss – Rasennachsaat

Damit sich Lücken im Rasen schnell schließen, und zwar mit Gras und nicht mit Unkraut, solltest Du sie mit Rasensaat füllen. Es gibt spezielle Rasenmischungen für die Nachsaat, welche Du verwenden kannst.

Die Erdoberfläche raust Du mit einem Rechen oder einer Harke gut auf, sind tiefere Löcher vorhanden, füllst Du sie mit einem Sand-Erde-Gemisch auf. Nun kommt die Rasensaat darauf, andrücken, angießen, fertig. Die nachbehandelten Stellen sollten jetzt einige Wochen nicht betreten werden, damit alles gut wachsen kann. Bei Trockenheit regelmäßiges Gießen nicht vergessen, die Saat darf nicht austrocknen.

Und so geht es weiter – Mähen und Düngen

Dein Rasen und Du sollten nun in eine glückliche Zukunft schauen können. Du solltest höchstens ein Mal pro Woche mähen und dabei das Gras nicht zu tief schneiden (maximal bis zur Hälfte kürzen, besser nur ein Drittel).

Wenn es sehr heiß ist oder sehr lange trocken war, musst Du Deinen Rasen gründlich wässern, aber immer am Abend! Auf die Frühjahrsdüngung sollten im Laufe des Jahres noch zwei bis drei weitere Düngergaben folgen, davon eine im Herbst mit speziellem Herbstrasendünger.

Doch beim Düngen immer darauf achten, dass die empfohlene Gesamtdüngemenge nicht überschritten wird, eine Überdüngung ist unbedingt zu vermeiden. Wenn Du Dir unsicher bist über den Nährstoffgehalt Deines Bodens, solltest Du eine Bodenprobe machen lassen.

Fazit:

Mit der richtigen Pflege im Frühjahr kannst Du Deinen Rasen auf die neue Gartensaison vorbereiten und ihn dann so nutzen, wie Du möchtest – zum Spielen, Feiern, Sonnen oder einfach als grünen Rahmen für bunte Sommerblumenbeete.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »

    weiterempfehlen drucken
  •   Kommentare(2)
  • Kommentar schreiben
Biermann sagt am 08.04.2011 12:21
Sind Rasendünger für Hunde giftig


Im Vorraus vielen Dank
Doreen von Gartenwelt.de sagt am 08.04.2011 14:27
Hallo! Ich empfehle auf jeden Fall Biodünger zu verwenden. Ein Flüssigdünger kann von Hunden schlechter gefressen werden. Bei jedem gekauften Dünger ist genau die Packungsbeilage zu lesen! Auf vielen Produkten wird direkt das Anwendungsgebiet (beispielsweise: "Nicht für Haustiere zugelassen") mit erläutert. So sind Hornspäne eigentlich ungefährlich. Leider werden die Späne manchmal mit Rhizinusöl versetzt, welches für Hunde zwar anziehend, aber sehr gefährlich werden kann. Eine sehr gute Fachberatung gibt die Firma Neudorff zu ihren Produkten, die Hundebesitzer dort gern in Anspruch nehmen. Nicht nur für den Rasen, auch für andere Gartenpflanzen sind Kompostgaben, Gesteinsmehle, Kaffesatz oder Ringerdung zu empfehlen. Auch ein Sud aus Brennesseln fördert das Pflanzenwachstum. Bei Guanodüngern musst Du auf mögliche Zusatzstoffe achten, besser ist es Guanovolldünger zu verwenden. Auf chemische Dünger würde ich auf jeden Fall verzichten!

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 

Experten Profil

Antje Lindner ist Experte für Hobbygarten
Antje Lindner
aus Augsburg
Experte für Hobbygarten
  • Saisonale Tipps
  • Beetanlage
  • Experimentierfreudig
Antje schreibt zu saisonalen Themen und über aktuelle Aktivitäten im Garten. Besonders gerne gestaltet sie ihren Garten um, legt Beete an und probiert neue Methoden aus.

Weitere Experten

Dipl. Ing. Raum- und Umweltplanung Christiane Kremer
aus Kaiserslautern
Experte für Planung von lebendigen Gärten
  • Kreative Ideen für Einzelfragen
  • Harmonische und umweltgerechte Gesamtkonzepte
  • Standortgerechte Pflanzenauswahl
Stefan Wolf
aus Lübeck
Experte für Naturstein
  • Wege
  • Brunnen
  • Terrassen
Landschafts- und Gartenarchitekt Robert Pap
aus Wien
Experte für Feng Shui
  • 5-Elemente
  • Feng Shui
  • Yin Yang
zur Experten Übersicht »
Toolbar
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop
schliessen