Pflanzen und Blumen

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Die Staude - Ein mehrjähriges Vergnügen

An Stauden hat der Gärtner mehrere Jahre Freude. Besonders praktisch sind winterfeste Sorten, da man sie nicht einlagern muss

Stauden – eine üppige Blütenpracht

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Die Staude ist, im Gegensatz zur einjährigen Sommerblume, mehrjährig. Die einzige Jahreszeit, zu der keine Staudenblüten erwartet werden können, ist der Winter - ansonsten gibt es Stauden für jeden Blütemonat.

Stauden sind damit auch das Geheimnis des immer blühenden Gartens: Sie können so gemischt gepflanzt werden, dass im frühen Frühjahr - bei einem milden Winter manchmal schon im Januar - die ersten Triebe blühen und sich diese Blütenpracht dann bis in den Spätherbst fortzieht.

Natürlich ist ein erfolgreiches Wiederblühen einer Staude abhängig davon, wie winterfest sie ist, wie sie im Winter geschützt wird und welche Anstrengungen unternommen werden, um ihr erstes Treiben zu unterstützen. Auch dies ist von Staudenart zu Staudenart verschieden, aber es gibt dennoch ein paar grundsätzliche Tipps zu beachten.

Die richtige Staudenpflege im Winter und Frühjahr

Mehrjährige Stauden erkennt man immer daran, dass ihre oberirdischen Pflanzenteile welk zu werden beginnen. Das ist ein Zeichen für ihren winterlichen Rückzug, im wahrsten Sinne des Wortes: Sie ziehen ihre Nährstoffe wieder in den Wurzelballen zurück, wo sie verbleiben, bis wärmeres Wetter das Zeichen zum neuerlichen Austreiben gibt.

Auf diese Art bleiben die Stauden auf natürliche Art winterfest. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, mit diesen oberirdischen, verwelkten Pflanzenteilen umzugehen.

Einige Gärtner schneiden sie bis fast kurz über dem Boden ab und bedecken dann die Stümpfe beispielsweise mit schützenden Fichtenzweigen, um grobe Unterkühlungen und ein Absterben durch Frost zu verhindern.

Übrigens:

Stauden dürfen über den Winter keinesfalls mit Folie oder anderem künstlichen, Sauerstoff-undurchlässigen Materialien abgedeckt werden, da sie darunter notwendigerweise ersticken und dann verfaulen.

Andere glauben daran, dass die verwelkten Teile selbst den besten Schutz für die Wurzelballen darstellen und schneiden sie erst im Frühjahr, meist Mitte bis Ende März, zurück. Unter Profigärtner geht die Tendenz eher zum Letzteren, in der Annahme, dass der natürliche Eigenschutz der Pflanzen der Beste ist - auch wenn die vielleicht optisch nicht die schönere Alternative ist.

Wichtig beim Abschneiden im Frühjahr ist nur, sorgfältig auf eventuell schon vorhandene, neue Triebe zu achten, damit diese nicht mit abgeschnitten werden. Wenn der Rückschnitt dann im Frühling erfolgt, kann direkt danach das Austreiben durch die Streuung einer etwa 5 cm hohen Schicht gut durchrottetem Kompost unterstützen. Eine fast gleichwertige Alternative ist organischer Volldünger; hier empfehlen sich 60-80 Gramm pro qm.

Besonderer Winterschutz

Jungen Stauden sollte übrigens im allerersten Winter nach Anpflanzung immer einen zusätzlichen Winterschutz geboten werden - zumindest in kalten Regionen - und zwar unabhängig davon, ob es sich um wintergrüne Stauden handelt oder nicht. Der Winterschutz sollte auch erst dann entfernt werden, wenn der Boden mit Sicherheit nicht mehr gefroren und auch kein Frost oder Schnee mehr zu erwarten sind.

Wem übrigens sein Garten im Winter zu kahl ist, der kann mithilfe einer entsprechenden Staudenpflanzung selbst in den kühleren Monaten noch für einen herrlichen grünen Anblick sorgen. Das ist auf zweierlei Art möglich. Zum einen besteht die Möglichkeit, zwischen die Stauden wintergrüne Pflanzen wie Gräser oder Farne zu setzen und diese im Frühjahr unter Umständen wieder entsprechend auszudünnen, um den Stauden Platz zum Blühen zu lassen.

Wichtig ist dabei, immer auf den richtigen Pflanzabstand zu achten und diese Mischpflanzung von Anfang an im Gartenplan zu berücksichtigen.

Die Alternative ist die Pflanzung von immergrünen oder wintergrünen Stauden. Es gibt an die vierzig Staudensorten, die wintergrün beziehungsweise immergrün sind. Allerdings muss man auch auf diese unbestimmten winterlichen Bedingungen achten: Wenn nämlich (ins besondere junge) immergrüne Stauden besonders starker Sonneneinstrahlung an späten Wintertagen ausgesetzt sind, können ihre sichtbaren Pflanzenteile irreparable Schäden davon tragen. Sie sehen dann aus wie vertrocknet und der Effekt ist auch in etwa der gleiche.

Dies wird verursacht durch das wärmebedingte Auftauen tagsüber und das nachfolgende Gefrieren über Nacht, ohne dass dabei die Pflanze ausreichend Nässe aus dem Frostboden ziehen könnte. Wenn man solche Wetterverhältnisse bemerkt oder kommen sieht, sollte man auch winterharten und immergrünen Stauden einen entsprechenden Schutz angedeihen lassen.

Fazit:

Sorgfältig geschützt überstehen mehrjährige Stauden den Winter im Boden gut. Am Anfang des Jahres begrüßen sie den Gärtner mit einem freundlichen Grün.

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