Pflanzen und Blumen

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Der Garten im September

Der September ist der perfekte Monat, den Garten zu düngen. Zweige und Äste sind im Überfluss vorhanden und können sinnvoll als Gründünger genutzt werden

Altweibersommer

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Der Sommer neigt sich seinem Ende zu, ein Großteil der Gemüse und Früchte, mit denen uns Mutter Natur in unserem Garten beschenkt hat, ist bereits geerntet und wir genießen die letzten warmen Tage. Der Altweibersommer ist die richtige Zeit, bereits Vorkehrungen für das nächste erfolg- und ertragreiche Gartenjahr zu treffen.

Wenn die Baldachinspinnen nun „weiben“ (althochdeutsch für das Weben der Spinnennetze), sollten wir unserem Garten etwas Gutes tun und ihn mit Nährstoffen versorgen.

Mulch und Kompost

Bereits abgeerntete Beete können sich rasch erholen, wenn wir im September eine Gründüngung säen und später einarbeiten beziehungsweise damit mulchen. Beim Mulchen entfällt das Umgraben der abgeernteten Beete, denn die Grünpflanzen verrotten auf der Oberfläche und werden von Erdwürmern in tiefere Schichten gezogen.

Wer es dennoch vorzieht, die Gründüngung gründlich unterzugraben, sollte anschließend mit der nächsten Pflanzung noch drei Wochen warten. Ist die Zeit dafür zu knapp, muss die Gründüngung mit ungebundenem Stickstoff zum schnelleren Verrotten gebracht werden.

Der September ist auch die richtige Zeit, Kompost oder Stallmist unter die Erde zu arbeiten und ihr so bei der Regeneration für die nächste Pflanzsaison zu helfen.

Himbeeren

Himbeeren am Ast

Reife Himbeeren im Garten

Die Himbeeren gehören zu den leckersten Beerenfrüchten, und die Sträucher sind darüber hinaus auch leicht zu pflegen und ausgesprochen ertragreich, wenn man einige Grundregeln beachtet. Himbeersträucher lieben eher sauren Boden, sodass sich die zusätzliche Gabe von Kalk erübrigt.

Gute Erde allerdings ist unabdingbare Voraussetzung für gesundes Wachstum und reichen Ertrag. Deshalb sollte sandiger oder leichter Boden mit viel Mist angereichert werden. Der Standort sollte vorzugsweise viel Licht abbekommen, doch erfahrungsgemäß gedeiht die Himbeere auch im lichten Schatten und verträgt außerdem mehr Kälte als die meisten anderen Obstsorten.

Man hebe im September oder Oktober einen zwei Spaten tiefen Graben aus, den man mit Erde füllt, der man Mist und Kompost untergemengt hat. Da Himbeeren viel Kalium benötigen, empfiehlt sich auch die Zugabe von Holzasche oder das Untermischen eines anderen Kaliumdüngers. Diese Sträucher brauchen viel Humus, denn sie haben sowohl flache als auch tiefgehende Wurzeln.

Die Himbeerruten werden vor dem Einpflanzen eine Viertelstunde gewässert. Taucht man sie anschließend in eine Brühe aus Ackerschachtelhalm, wird einem Krankheitsbefall vorgebeugt.

Beim Anlegen mehrerer Reihen muss der Freiraum dazwischen recht groß sein (zwischen 1,2 m und 1,8 m). Auch sollte man keine Himbeeren pflanzen, wo schon einmal welche gestanden haben. In der näheren Umgebung der Sträucher sollten auch keine Kartoffeln oder Tomaten wachsen.

Nach dem Einpflanzen sollten die Himbeerruten auf etwa 30 cm zurückgeschnitten werden. Das macht sie kräftig und regt ihr Wachstum an. Wenn die Sträucher sich später an Drahtspalieren hochranken sollen, müssen diese Rankhilfen vor dem Pflanzen gut an Ort und Stelle verankert werden.

Rhabarber

Als guter Nachbar für die Himbeere hat sich der Rhabarber erwiesen. Da wir von ihm nur die Stiele essen, ist er genau genommen eine Gemüsepflanze. Man zählt ihn aber meist zum Obst, da er genau so verwendet wird.

Er benötigt ein kaltes Klima, weil er ursprünglich in der Mongolei heimisch war. Er liebt saure Böden und braucht keine zusätzlichen Kalkgaben. Bei liebevoller Pflege bringt er in der gleichen Umgebung über Jahre hinweg gute Erträge.

Zunächst wird das für die Rhabarberpflanzung vorgesehene Beet von ausdauerndem Unkraut befreit. Dann gräbt man es tief um und bringt reichlich Mist ein. Es ist sogar empfehlenswert, die oberste Erdschicht abzuheben, bevor man eine tiefe Pflanzgrube aushebt und diese mit Mist bestückt. Die Erdoberschicht wird nach dem Befüllen wieder auflegt.

Rhabarber zu säen ist ein riskantes Unterfangen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Wurzelteile mit Triebspitzen verwenden und sie aufrecht im Abstand von etwa 90 cm in die Erde setzen. Vielleicht ist ja sogar ein Gartennachbar in Sichtweite, der seine Pflanzen gerade teilt. Andernfalls kann man die Wurzelteile natürlich auch kaufen.

Ist die Rhabarberpflanze im eigenen Garten zu voller Pracht herangewachsen, hilft sie auch dabei, Fressfeinde unter Kontrolle zu halten: Unter ihren großen schattenspendenden Blättern verstecken sich in der wärmeren Jahreszeit zahlreiche Schnecken vor dem Licht. Kontrolliert man die Unterseiten der Blätter regelmäßig, lassen sich zahlreiche dieser Fressfeinde aufspüren und entfernen, bevor sie sich über anderes Obst und Gemüse hermachen.

Fazit:

Im September können die Grundlagen für einen erfolgreichen Start in das nächste Jahr gelegt werden.

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