Pflanzen und Blumen

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Immergrüne Sorten pflanzen

Wenn andere Bäume und Büsche schon längst kahl sind, setzen immergrüne Pflanzen Farbtupfer.

Farbe fürs Auge

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Frühjahr und Herbst sind in der Regel die günstigsten Jahreszeiten, wenn es um eine (teilweise oder komplette) Umgestaltung des Gartens geht, da diese unter anderem für das Pflanzen ideale Bedingungen bieten.


Während man vielleicht im Frühjahr eher an das Anpflanzen von Stauden denkt, die noch im selben Jahr vom späten Frühjahr bis zum Herbst blühen, kommen einem im Herbst eher immergrüne Pflanzen in den Sinn, von denen man auch im herannahenden Winter optisch noch etwas hat.

Was sind immergrüne Sorten?


Immergrün im Garten

Nahaufnahme: Buchsbaum-Ästchen


Wie der Name schon sagt, sind immergrüne Pflanzen solche, die im Herbst nicht ihr Laub verlieren und im Winter ihre Kraft in den verholzten Teilen speichern, sondern im gesunden Zustand eben immer grün sind. Hierzu gehören bei den Bäumen die Koniferen, aber auch beispielsweise Buchsbaum, Rhododendron und Ilex. Daneben gibt es aber auch sehr viele kleinere Sträucher und Stauden, die immergrün sind.


Viele immergrüne Sorten werden ausschließlich ihrer schönen grünen Blätter- oder Nadelpracht wegen gepflanzt, bei anderen ist dies nur ein schöner Nebeneffekt und die Pflanze erstrahlt im Frühjahr oder Sommer auch noch in bunter Blütenpracht, wie Rhododendron, Kirschlorbeer, Immergrün (Vinca minor und major) - giftig - oder Besenheide/Heidekraut, auch Erika genannt (diese könnte man sogar nicht nur als immergrün, sondern beinahe als „immer blühend“ bezeichnen).


Bei der Verwendung der immergrünen Sorten spielt es natürlich eine wichtige Rolle, ob man eben einfach nur einen satten grünen Kontrast zu üppig und bunt blühenden Sorten haben möchte und auch im Winter nicht auf Grün im Garten verzichten möchte, oder ob die Blüten (nicht zu vergessen die Früchte – man denke an die kräftig-roten Beeren von Ilex und Eibe) auch eine gestalterische Rolle spielen sollen.

Der ideale Standort für immergrüne Pflanzen

Erstens als Heckenpflanzen (immer guter Sichtschutz, auch im Winter):
Hier eignen sich besonders Eibe (Taxus), Kirschlorbeer und Lebensbaum (Thuja), zu beachten ist, dass alle drei giftig sind. Buchs eignet sich weniger gut als Sichtschutzhecke, es sei denn, man hat viel Geduld – er wächst leider sehr langsam. Dafür ist er recht genügsam, was den Standort angeht und lässt sich gut in Form schneiden.


Ein wesentlich schneller wachsender, ähnlich aussehender Ersatz ist die Heckenkirsche (Lonicera nitida), außerdem hat sie den Vorteil, dass sie sich einfach über Stecklinge vermehren lässt – bei einer größeren Hecke eine wichtige Kostenersparnis. Ihre Beeren sind gering giftig. Liguster eignet sich ebenfalls als Heckenpflanze (leider in allen Teilen ziemlich giftig), hat im späten Frühjahr hübsche cremeweiße Blüten, deren Geruch allerdings etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Koniferen

Die meisten Koniferen (außer Eiben) sind als Heckenpflanzen ungeeignet, sie lassen sich schlecht in Form schneiden, werden zu hoch und werden mit der Zeit unten kahl. (Auch bei einer Pflanzung als Solitärgewächs sollte man unbedingt die Größe des Gartens mit der Wuchshöhe des Baumes in Relation bringen!) Einen guten Langzeit-Dünger bietet Combo an.


















Bodendecker

Bodendecker verdrängen Unkraut, setzen grüne Akzente zwischen reich blühenden Stauden, bedecken kahle Stellen unter Bäumen. Besonders bei letzterem Nutzen denkt man sofort an das Immergrün (Nomen est Omen!), vor allem das Kleine I. (Vinca minor). Die auch in unseren Wäldern vorkommende, anspruchslose Wildform hat im Mai blau-lila Blüten, Farbvarianten von weiß bis rosa und violett sind ebenfalls erhältlich.


Zwergmispeln (Cotoneaster) sind ebenfalls anspruchslos und sehr robust und wüchsig. Sie bilden regelrechte Matten, mit denen man auch hässliche Betonmauern überwuchern lassen kann.


Preiselbeeren und die amerikanische Cranberry wachsen sogar auf saurem Boden unter Nadelbäumen (ein bisschen Sonne sollte aber schon sein), ebenso wie die oben schon erwähnte Besenheide (Heidekraut), die auch mit sandigen Böden gut zurechtkommt.


Da die meisten immergrünen Pflanzen recht robust sind, muss man (vor allem bei der Pflanzung im Herbst) nicht übermäßig wässern. Es reicht, das Pflanzloch ordentlich einzuschlämmen und den Pflanzenballen vor dem Pflanzen eventuell etwas unterzutauchen, falls er zu trocken ist.


Fazit:

Verglichen mit dem großen ästhetischen und sonstigen Nutzen, den immergrüne Sorten bringen, ist die Arbeit, die sie machen, relativ gering, sieht man einmal vom häufigen Heckenschneiden bei den schnellwüchsigen Sorten ab.

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