Pflanzen und Blumen

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Neuzüchtung Jostabeere

Die Jostabeere hat viele Anhänger gefunden, da sie gegen Mehltau, Johannisbeergallmilbe, Stachelbeerrost resistent ist. Außerdem hat sie keine Stacheln und die Früchte werden dunkelrot

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Klassische Stachelbeere

Stachelbeerzweig im Garten

Jostabeeren sind eine Kreuzung aus der Schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere. In den siebziger Jahren wurde diese Kreuzung erstmals im Handel angeboten und hat wegen ihrer Gesundheit viele Anhänger gefunden.


Ihre Unempfindlichkeit gegenüber Mehltau, Johannisbeergallmilbe, Stachelbeerrost und Blattfallkrankheiten macht sie zu einer wichtigen neuen Beerenobstzüchtung. Die Beeren wachsen etwas größer als Schwarze Johannisbeeren und färben sich dunkelrot. Der Strauch entwickelt sich ohne Dornen in aufrechtem Wuchs.

Pflanzung der Jostabeere

Pflanzzeit ist üblicherweise von Ende August bis Ende Oktober. In halbschattiger bis sonniger Lage und bevorzugt in mittelschwerem, humosem Boden kann man die Jostabeere pflanzen. Wer einen hohen Ertrag anstrebt, sollte immer mindestens zwei verschiedene Sorten setzen. Außer einem gut durchlässigen Boden, der Staunässe verhindert, ist auch eine windgeschützte Lage zu empfehlen, da Windbruch leicht zu Verlusten führen kann.


Die eher kleinen Sträucher wachsen bis zu 1,20 Meter hoch und sollen im Abstand von 1,50 bis 2,00 Metern gepflanzt werden. Mit einem Spaten hebt man ein im Vergleich zum Wurzelballen in der Größe etwa doppelt so großes Loch aus und stellt den Strauch mit ausgebreiteten Wurzeln hinein. Die untersten Astpartien sollen mit Erde bedeckt sein, das verhindert ein Austrocknen und hilft neue Wurzelbildung anzuregen.


Um die Pflanze tritt man die Erde fest und sorgt für einen Gießrand, einen kleinen Erddamm um die Pflanzscheibe, der ein Versickern des Gießwassers im Wurzelbereich sichert. Durch ein kräftiges Angießen wird das zügige Anwachsen gefördert. An heißen oder trockenen Tagen sollte der frisch gepflanzte Strauch gut gewässert werden.

Schnitt der Jostabeere

Im April erscheinen die rosa Blüten in kleinen Rispen, aus ihnen entwickeln sich die dunkelroten bis weinroten Beeren, die in einer Traube fast gleichzeitig im Juli reifen. Die glänzenden Jostabeeren hängen je zu dritt oder bis zu fünft an einer Rispe. Sie bilden sich auch an den Zweigen der mehrjährigen Seitentriebe, deshalb muss beim Schnitt der Jostabeere vorsichtig vorgegangen werden. Eine scharfe Gartenschere oder auch für stärkere Äste eine Astschere helfen bei der Pflege der Sträucher. Sie vertragen keinen zu starken Rückschnitt.


Ein Auslichten auf sechs bis acht starke Äste und ein Entfernen des alten und abgestorbenen Holzes ist ausreichend. Durch Windbruch beschädigte Zweige sind ebenfalls zu entfernen. Größere Schnittflächen müssen mit handelsüblichem Baumwachs versorgt werden. Dadurch wird ein Eindringen von Fäulniserregern und Pilzen in die Wunde verhindert.

Pflege der Jostabeere

Für eine bessere Standfestigkeit kann ein Pfahl zum Festbinden der Krone benutzt werden oder besser noch ein kleines Stützgerüst um die Pflanze zur Befestigung gebaut werden. Die Pflanzscheibe im Wurzelbereich darf nicht austrocknen, ein Mulchen mit Kompost oder Häckselmaterial hat sich bestens bewährt. Auch sind ab und zu Gaben von Stallmist im zeitigen Winter für eine gute Versorgung der Sträucher mit Stickstoff von Vorteil.


Für den Winterschutz sollte an Deckmaterial für den unteren Bereich der Pflanze gedacht werden. Reisig oder auch Stroh kann die frostempfindlichen Sträucher vor einem starken Zurückfrieren schützen. Bei leichten Erfrierungen im oberen Bereich treiben sie wieder im Frühling durch.

Ernte und Verwendung der Jostabeere

Die Jostabeere eignet sich gleichermaßen für Erwerbsobstbau und für den Anbau im Hausgarten. Die säuerlichen und doch auch süßen Früchte reifen im Juli ab und können für Saft, Marmelade, Gelee, Kuchenbelag oder zum Rohverzehr genutzt werden. Die Beeren haben nicht das strenge Aroma und den Geruch Schwarzer Johannisbeeren, da die an Schwarzen Johannisbeeren typischen Öldrüsen fehlen. Jostabeeren beinhalten mehr Süße als Schwarze Johannisbeeren, ein geringerer Gehalt an Vitamin C ist in Beeren der Neuzüchtung zu verzeichnen.


Sie sind in gefrostetem Zustand lange haltbar und ein hervorragender Vitaminvorrat für den Winter. Die Konservierung durch Sterilisieren in Gläsern mit Zuckerwasser erhält das feine Aroma vorzüglich und sorgt für ein haltbares, leckeres Kompott zu Milchspeisen. Eine einfache Methode ist das Abkochen der gesäuberten und verlesenen Beeren in gezuckertem Wasser und ein sofortiges Abfüllen in saubere, mit heißem Wasser ausgespülte Schraubgläser. Länger haltbar sind in Einweckgläsern sterilisierte Beeren. Bei einer Entsaftung der Beeren mit dem Dampfentsafter ergibt der Saft in Schraubflaschen gefüllt einen vitaminreichen Vorrat für die Wintermonate.


Fazit:

Jostabeeren sind anbauwürdige neue Obststräucher, die mit einfacher Pflege und vielseitiger Verwendung der Früchte viele Vorteile für den Hausgarten mitbringen.

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chriss sagt am 06.10.2010 15:45
Stachelbeeren sind super lecker. Besonders die Dunklen. Aber wenn sie zu sauer sind, mag ich sie nicht.

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