Pflanzen und Blumen

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Neue Beete braucht der Garten

Früher oder später steht jeder Gartenbesitzer vor der Aufgabe, aus einem Stück Land, das vielleicht noch von Gras bedeckt ist, ein Beet zu gestalten. Auf dem Weg vom Abstechen des Rasens bis hin zum Bepflanzen der neuen Rabatte oder des ersehnten Gemüsebeetes sind es immer die gleichen Arbeitsschritte, die gegangen werden müssen.

Platz für Neues – Ein Beet entsteht

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Wenn man nicht gerade mit der kompletten Neuanlage eines Gartens beschäftigt ist, sondern einen mehr oder weniger eingewachsenen Garten sein Eigen nennen darf, beginnt meistens alles damit, dass man die eine oder andere Staude noch gern hätte, man sich in ein wundervolles, aber leider ausuferndes Gras verliebt hat oder schlicht und einfach seiner Pflanzensammelsucht – seien es Hosta, Rosen oder andere Schönheiten – nachgeben will.


In jedem dieser Fälle hilft nur eins: ein neues Beet. Mindestens eins. Nun ist der Zuwachs an Beeten meistens mit dem Schwund von vorhandener Rasenfläche verbunden, einem Schwund, den der Pflanzensammler und Beetgestalter gern in Kauf nehmen wird, wenn er damit den einen oder anderen Quadratmeter an bepflanzbarer Fläche gewinnen kann. Und außerdem: Den Rasen, den ich nicht hab, muss ich nicht mähen.

Vom Rasen zum Beet

Solange der Boden nicht gefroren oder total durchnässt ist, kann man jederzeit zur Tat schreiten. Da die bevorzugten Pflanzzeiten das Frühjahr und der Herbst sind, bieten sich diese Jahreszeiten an, um eine Beeterweiterung oder -neuanlage vorzunehmen. Bei besonders schweren Lehm- oder sogar Tonböden sollte nach Möglichkeit im Herbst mit der Bodenvorbereitung begonnen werden und die Pflanzung selbst dann auf das Frühjahr verschoben werden.


Bevor man beginnt, vorhandenen Rasen zu entfernen, sollte man die Umrisse des künftigen Beetes markieren. Bei einem geraden Rand geht das gut mit einer gespannten Richtschnur, soll das Beet unregelmäßig geformt sein, so kann man die Form mit einem Gartenschlauch auslegen oder mit hellem Sand auf den Untergrund „skizzieren“. Dieses Vorgehen hilft auch, sich Größe und Proportionen besser vorstellen und die Gesamtwirkung besser einschätzen zu können.


Hat man Klarheit über Form und Abmessung des neuen Beetes gewonnen, kann mit dem Abstechen des Rasens begonnen werden. (Die Grassoden können „auf dem Kopf“ liegend kompostiert werden oder direkt als Unterbau für ein Hügelbeet dienen.) Ist der Rasen entfernt, muss der Untergrund gründlich von Unkräutern befreit werden. Bei vorhandenen Wurzelunkräutern zum Umgraben unbedingt die Grabegabel und keinen Spaten verwenden, um nicht noch mehr Unkrautableger zu produzieren. Sorgfältiges Arbeiten ist Voraussetzung, um lästige Kandidaten wie Quecke, Klee oder Ackerschachtelhalm loszuwerden.


Bei schweren Böden gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu verbessern. Bis Ende September kann man noch Gründüngung ausbringen. Tief wurzelnde Gründüngungspflanzen wie Ackerbohne, Luzerne, Dünge-Lupine und Ölrettich brechen verdichtete Böden auf und sind gleichzeitig ein wertvoller Dünger. Ist es zu spät im Jahr, um Gründüngung auszubringen, kann der Boden mit grobscholliger Oberfläche offen gelassen werden. Der einsetzende Frost sorgt dafür, dass der Boden im Frühjahr eine krümelige Struktur erhält. Durch das Einarbeiten von Sand und organischem Material erreicht man bei stark verdichteten Böden eine größere Durchlässigkeit.


Auch stark sandige Böden sollten vor dem Bepflanzen gut vorbereitet werden. Da sie oft nährstoffarm sind, hilft das Einarbeiten von Kompost, der das Bodenleben aktiviert, Nährstoffe zuführt und die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erhöht.

Auf die Pflanzen, fertig, los!

Ist es geschafft und der Boden bereit, beginnt die kreative Gartenarbeit – die Beetgestaltung. Je nach Bodenbeschaffenheit, Witterung und Pflanzenauswahl kann man jetzt schon ans Pflanzen denken, hat vielleicht die Pflanzen schon bereit und will loslegen. Oder man gönnt sich und seinem Boden die Winterpause, die bestens geeignet ist, um Pflanzpläne zu erstellen und verschieden Gestaltungsideen zu sammeln und durchzuspielen.


Fazit:

Wie auch immer, bevor es sich zeigt, ob gute Vorarbeit geleistet wurde, der Boden frei von Wurzelunkräutern ist und sich die neuen Gartenschätze wohlfühlen, werden einige Monate vergehen.

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Experten Profil

Antje Lindner ist Experte für Hobbygarten
Antje Lindner
aus Augsburg
Experte für Hobbygarten
  • Saisonale Tipps
  • Beetanlage
  • Experimentierfreudig
Antje schreibt zu saisonalen Themen und über aktuelle Aktivitäten im Garten. Besonders gerne gestaltet sie ihren Garten um, legt Beete an und probiert neue Methoden aus.

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