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Sommertrockenheit beim Rasen

Bei hohen Temperaturen im Sommer benötigt der Rasen im Garten eine besondere Pflege. Viel hilft in diesem Fall nicht immer viel. Tipps zum richtigen Gießen, Rasenmähen und Düngen kannst Du in diesem Beitrag finden.

Rasen - verbrannt und vertrocknet

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Gerade im Sommer treten immer wieder Probleme mit dem geliebten Rasen auf. Die ständig hohen Temperaturen lassen die Gräser im Sommer schnell vertrocknen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Treten die Probleme jedes Jahr erneut auf, sollte der Unterboden überprüft werden. Zu steinige Böden halten das Wasser nicht, die Wasserspeicherfähigkeit ist also zu gering, und es kann keine Humusschicht ausgebildet werden. Das Regenwasser kann in diesem Fall, ähnlich wie bei verdichteten Böden, nicht versickern. Die Graswurzeln sollten sich aber mindestens in einem Bodenbereich von 25 Zentimetern entwickeln können.

Ebenso sollte auf die richtige Grasmischung geachtet werden. Je nach Verwendungszweck sind unterschiedliche Arten in den Mischungen (Gebrauchsrasen, Spielrasen, Sportrasen, Schattenrasen, Strapazierrasen, Zierrasen) vertreten. Besonders trockenheitsverträglichere Grasarten sind beispielsweise Rohr-Schwingel, Rot-Schwingel oder Schaf-Schwingel.

Es ist wichtig mehrere Arten in einer Mischung enthalten zu haben, um einen möglichen Wachstumsstillstand oder andere Probleme einer Art überbrücken zu können.

Tipps für einen gesunden Rasen

Alte Blätter und heruntergefallene Zweige sollten regelmäßig abgeharkt werden, damit sich keine Fehlstellen bilden können und der Rasen nicht unter Luftmangel leidet.

Das Einarbeiten von Quarzsand fördert einen gut durchlüfteten Boden, in dem sich die Wurzeln gut ausbreiten können.

Eine große Bedeutung hat das Wässern in den Abendstunden. In der Mittagszeit können sich die Grashalme zu stark erhitzen und werden durch die hohen Temperaturen stark geschädigt. Regelmäßige Wassergaben von vier bis fünf Litern pro Quadratmeter sind optimal.

Kleinere Wassermengen fördern ein flaches Wurzelsystem, das bei Trockenheit schneller vertrocknen kann. Gewässert werden sollte mindestens zwei bis viermal wöchentlich. Bewässerungssysteme wie Universalregner oder auch Versenksysteme erleichtern die mühevolle Arbeit.

Düngung

Inhalte von Düngemitteln und deren Wirkung:

  • Achte darauf, dass im Dünger wenig Stickstoff vorhanden ist, denn umso weniger oft  muss der Rasen gemäht werden. Stickstoff hat Einfluss auf die Entwicklung von Blattmasse. Auf Ammoniumstickstoff sollte komplett verzichtet werden, da der Rasen dadurch zu schnell wächst, was auf landwirtschaftlichen Flächen zwar wünschenswert ist, aber für Zierrasen im Garten nur Probleme mit sich bringt.
  • Kalium stärkt die Gräser während des Wachstums.
  • Phosphor fördert die Wurzelentwicklung und sorgt für die kräftig grüne Farbe.

Ein optimaler Dünger für Rasen ist der sogenannte Langzeitdünger, da dieser die Inhaltsstoffe (vor allem Stickstoff) langsam abgibt.

Tipp: Soll der Rasen trittfest und besonders dicht sein, muss mehr Kalium gedüngt werden.

Mitte August kann noch eine dritte Gabe für Strapazierrasen gedüngt werden, um den Rasen für den Winter zu stärken.

Klee und andere Unkräuter lassen sich mit einem speziellen Rasendünger dezimieren. Hier können auch Pflanzenstärkungsmittel aus Algen- oder Pflanzenextrakten unterstützend wirken.

Rasenmähen

Besonders wichtig ist ein funktionierender Rasenmäher. Sind die Messer unscharf, werden die Halme nicht richtig abgeschnitten und die Gefahr von Pilzinfektionen erhöht sich, da die Schnittkante nicht schnell verwachsen kann und Pilze so ein leichtes Spiel haben.

Im Sommer sollte der Rasen nicht zu tief gemäht werden, da sonst die Gefahr der schnelleren Austrocknung besteht.

Eine Faustregel besagt, dass Du bei jedem Einsatz nur ein Drittel der Blattmasse entfernen solltest, da die Pflanzen sonst zu stark geschwächt werden und Pilze es leichter haben in die Pflanzen einzudringen.

Je nach Verwendungszweck sollte ein Gebrauchs- und Spielrasen einmal in der Woche auf vier bis fünf Zentimeter und ein Zierrasen aller drei Tage auf zwei Zentimeter geschnitten werden. Dabei ist außerdem zu beachten, dass Unkraut in einem kurzen Rasen besser keimen und sich schneller entwickeln kann.

Pilze im Rasen

Häufige Folge von Hitzeschäden sind Pilze wie Fusarium oder Rhizoctonia, die sich im Rasen nach Schwächung oder Trockenperioden ansiedeln.

Die Wiesenrispe (Poa pratensis) und das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) werden bei Trockenheit und nährstoffarmen Böden zudem auch von dem Rostpilz Puccinia befallen.

Leider sind keine Pflanzenschutzmittel für diese Pilze zugelassen. Trotzdem muss versucht werden diese Pilze zu bekämpfen. Und das geht am besten durch vorbeugende Maßnahmen und gute, regelmäßige Pflege des Rasens. Dazu gehören das Ausbringen von Langzeitdünger, regelmäßige Bewässerung und ein gut belüfteter Boden.

Sind trotzdem größere Fehlstellen vorhanden, kann auch noch im Sommer neuer Rasensamen nachgesät werden. Hierfür gibt es spezielle Reparaturmischungen, die trittfest sind. Eine Vertikutierung im Frühjahr belüftet den Rasen, um solchen Problemen im kommenden Jahr vorzubeugen.

Fazit:

Ein schöner Rasen ist das Aushängeschild eines jeden Gärtners. Achte in den Sommermonaten auf die richtige Pflege und verhindere, dass Dein Rasen vertrocknet und verbrennt.

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