Pflanzen und Blumen

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Zwiebel-Pflanzzeit

Für Abwechslung im Jahr sorgen Zwieblen wie beispielsweise Krokusse, sie lockern durch ihre Farbenvielfalt das Grün von Rasenflächen auf.

Zwiebeln im Herbst pflanzen

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Es soll ja Gärtner geben, die im Herbst schon wieder den Frühling ersehnen. Sie träumen von Schneeglöckchen, denen die Kraft der Schneeschmelze nachgesagt wird, wünschen sich nichts mehr, als eine Wiese voller Krokusse und wollen nur noch in den leuchtenden Farben von Tulpen und Narzissen schwelgen.

Noch ist es nicht so weit, aber jetzt ist die Zeit, dafür Sorge zu tragen, dass diese Bilder Wirklichkeit werden. Im Herbst ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln, so lange, bis der Frost die Erde erstarren lässt, der Schnee alles abdeckt.

Alle Jahre wieder werden Gartencenter, Baumärkte und Gärtnereien gestürmt, Discounter-Angebote heiß umkämpft, die Weiten des Internets auf der Suche nach Spezialanbietern durchforstet. Und wenn dann die Objekte unserer Begierden zu Hause vor uns liegen – beginnt die Arbeit.

Auf zum Pflanzen!

Die Erde sollte vor der Pflanzung gut vorbereitet sein, je nach Bodenbeschaffenheit ist das eine mehr oder weniger aufwendige Angelegenheit. Hier hat der Gartenbesitzer klare Vorteile, der einen eher sandigen, gut durchlässigen Boden sein Eigen nennen darf, denn die meisten der bekannten Zwiebelblüher mögen es ganz und gar nicht, wenn sie zu feucht stehen oder sie sogar mit stehender Nässe zu kämpfen haben.

Ausnahmen sind Märzenbecher (Frühlingsknotenblume,  Leucojum vernum) und Schachbrettblume (Frittilaria meleagris), die sich besonders in Feuchtwiesen, an Teich- oder Bachrändern oder ähnlichen Standorten wohlfühlen.

Bei Krokussen, Narzissen und Tulpen sollte man, wenn man einen lehmigen Boden hat, diesen mit Sand auflockern und ein kleines Häufchen Sand unter die Zwiebel ins Pflanzloch geben. Dieses sollte immer mindestens zwei Mal so tief sein, wie die Zwiebel hoch ist, Narzissen dürfen gern 20 cm tief gesetzt werden, das verhindert auch Beschädigungen an der Zwiebel, wenn im Sommer nach dem Laubeinzug Pflegearbeiten im Beet gemacht werden.

Wer in seinem Garten mit Wühlmäusen zu kämpfen hat, aber nicht auf Blumenzwiebeln verzichten möchte, pflanzt in rundherum geschlossene Drahtkörbe, die man aus engmaschigem Maschendraht (Hasendraht) selbst herstellen kann und die dann in die Erde versenkt werden.

Wo es am schönsten blüht ...

Die zarten Wilden, wie Schneeglöckchen, Puschkina und Scilla bifolia fühlen sich besonders unter laubabwerfenden Gehölzen wohl, aber auch auf Wiesen kommen sie, ebenso wie Krokusse, gut zur Geltung. Beim Pflanzen kleiner Zwiebeln in Rasenflächen hebt man einfach die Grasnarbe ab, lockert die Erde darunter, drückt die Zwiebeln hinein und deckt alles mit der aufgeklappten Grasnarbe wieder zu.

Wunderschön romantisch sieht so ein Krokusteppich im Frühjahr aus, doch man sollte bedenken, dass das Laub wie bei allen Zwiebelpflanzen bis zum Vergilben stehen bleiben sollte, damit die Zwiebel Kraft für die neue Saison sammeln kann. Wer also keine große Wiese hat, die bis zum Juni ungestört wachsen darf, sollte gut überlegen, wohin er pflanzt. Tulpen und Narzissen machen sich besonders gut in Blumenrabatten.

Bei guter Planung, die Blühzeit der Zwiebelpflanzen und die Standorte der anderen im Beet befindlichen Stauden berücksichtigt, hat man von Frühjahr bis teilweise Frühsommer ein Feuerwerk der Farben und danach dann hoffentlich das Glück, dass das unschöne Laub von anderen Beetbewohnern verdeckt wird, bis es gänzlich eingezogen ist.

In der Zeit zwischen dem Ende der Blüte und dem Laubeinzug freuen sich vor allem die großblütigen Tulpen über eine Düngergabe. Denn im Gegensatz zu ihren hübschen kleinen Verwandten, den Wildtulpen, müssen sie gefüttert werden, wenn man sich über einige Jahre an ihrer Blüte erfreuen will.

... noch mehr Zwiebeln

Krokusse, Narzissen, Tulpen – sie sind die Klassiker unter den Zwiebelblühern. Aber es gibt noch viel mehr. Die Frühlingsanemonen (Anemone nemorosa und Anemone blanda) sind wunderbare kleine Blumen zum Verwildern. Die Kaiserkrone (Frittilaria imperialis) ist eine wahre Selbstdarstellerin im Garten. Und dann sind da noch all die zwiebeligen Sommerblüher, allen voran die herrlichen verschiedenen Lauch-Arten (Allium).

Wer das alles will, aber keine Lust hat, zum Pflanzen auf den Knien durch den Garten zu rutschen, der mache es doch wie eine berühmte englische Gärtnerin. Die soll, um eine möglichst natürlich wirkende Anordnung ihrer Zwiebelpflanzen zu erreichen, während des Lustwandelns durch den Garten die Zwiebeln über ihre Schultern geworfen haben. Am „Landeplatz“ wurde dann gepflanzt. Von der Gärtnerschar, die sie im Schlepptau dabei hatte.

Fazit:

Zwiebeln sind schöne Farbtupfer im Garten, egal ob im Beet oder im Rasen.

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Antje Lindner ist Experte für Hobbygarten
Antje Lindner
aus Augsburg
Experte für Hobbygarten
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  • Experimentierfreudig
Antje schreibt zu saisonalen Themen und über aktuelle Aktivitäten im Garten. Besonders gerne gestaltet sie ihren Garten um, legt Beete an und probiert neue Methoden aus.

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