Marmelade selber machen

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Marmelade aus dem eigenen Garten

Mit der Erdbeerernte ab Mai oder auch schon mit der Rhabarberernte ab April im eigenen Garten, wird die Marmeladesaison meist eröffnet. Auch wenn es das ganze Jahr über allerlei Früchte in der Obstabteilung zu kaufen gibt, ist Gelierzucker erst im Frühjahr wieder in den Geschäften zu finden. Pflanzliche Alternativen zum konventionellen Gelierzucker finden sich das ganze Jahr über in Reform- oder Bioläden.

Marmelade selber machen

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Alternativen zum Gelierzucker

Das bekannteste und schon früher benutzte Apfelpektin diente schon unseren Großmüttern zum Marmelade kochen. Damals fügten sie zu jeder Obstsorte eine Hälfte Äpfel hinzu und ließen die Marmelade so lange kochen bis die Gelierprobe positiv ausfiel.

Dazu wurde mit einem Löffel etwas heiße Marmelade entnommen, auf einen kleinen Teller gegeben und dieser schräg gehalten, bis die Marmelade nach dem Abkühlen fest wurde. Heute sind auch pflanzliche Geliermittel wie zum Beispiel in Konfigel, die aus Zitruspektin und Kartoffelstärke bestehen, erhältlich.

Ein bekanntes Geliermittel ist Agar-Agar, das aus getrockneten Algen gewonnen wird. Wenn sie exotische Marmeladen aus Kiwi oder Ananas herstellen möchten, gelingen diese am Besten mit Agar-Agar.

Das aus den Tropen stammende Pfeilwurzelmehl, auch Marantamehl bezeichnet wird aus einer Knolle hergestellt, ist gluten- und cholesterinfrei, leicht verdaulich und ist im Reformhaus erhältlich.

Aber Vorsicht: Die rein pflanzlichen Geliermittel enthalten keine Konservierungsstoffe und die Marmelade sollte deshalb in kleine Gläser abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auch ist es von Vorteil immer etwas Zitronensaft bei zugeben.

Obstsorten

Je nach Erntezeit eignen sich verschiedene Obstsorten zur Herstellung von Marmelade. Die Saison beginnt im Juni mit Erdbeeren und Kirschen.

Darauf folgen Heidelbeeren, Himbeeren, Felsenbirne, Johannisbeeren, Mirabellen, Pflaumen, Stachelbeeren, Brombeeren, Eberesche und Blutpflaumen.

Im August und September reifen Äpfel, Birnen, Preiselbeeren, Holunderbeeren, Hagebutten und Quitten.

Marmeladeherstellung

Früchte wild wachsender Bäume wie Mirabellen oder Blutpflaumen, die sich schwer vom Stein lösen lassen, kocht man am Besten mit Stein im eigenen Saft und passiert sie über ein grobes Sieb. Man erhält nach dem kochen von einem Kilogramm Früchte etwa 750 Gramm Fruchtmark.

Der Rest sind Schale und Steine. Dieses Fruchtmark wird mit Geliermittel nach Angabe vermengt und aufgekocht. Am Besten füllt man die noch heiße Marmelade in frische, heiß ausgespülte Schraubdeckelgläser und stellt diese bis die Marmelade abgekühlt ist auf den Kopf. Bei manchen Früchten wie zum Beispiel Holunder oder Felsenbirne sollte man auf die kleinen Kerne verzichten und den Saft über ein Tuch abfiltrieren.

Dekorierte Marmeladegläser

Von manchen Obstsorten kann man kiloweise Marmelade herstellen, die meist nicht alleine verzehrt werden kann. Deshalb bietet sich selbstgemachte Marmelade hervorragend als Geschenk oder Mitbringsel an. Servietten, Stoffreste, Schüre und Bänder reichen meist aus um die Gläser schnell zu verpacken. Was Sie benötigen

  • Orangefarbene Serviette mit Punkten, Roter Stoffrest, Grüner Filz
  • Orangefarbene Kordel, 6 Millimeter stark, Satinband 20 Millimeter breit
  • Rot/Weiß kartiertes Band 10 Millimeter breit
  • Naturbast
  • Weißer Tonkarton
  • Gummibänder
  • Lackstifte in Rot und Orange

Anleitung

Den Durchmesser des Deckels messen, insgesamt 6 Zentimeter dazu geben und diesen Durchmesser auf die Serviette oder den Stoff übertragen. Den Kreis mit einer Schere ausschneiden, über den Deckel legen und mit einem Gummiband fixieren. Für das orangefarbene Glas wird das Satinband zugeschnitten, mit Lackstift beschriftet und über den Deckel gelegt.

Die Kordel, oder das Band über das Gummiband, beziehungsweise das Satinband legen und verknoten. Der Bast wird zusätzlich zur Schleife gebunden. Den weißen Tonkarton bei Bedarf beschriften, zuschneiden und evtl. lochen. Diesen auf den Deckel kleben oder auf das karierte Band aufziehen – Fertig.

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Stephanie Göhr ist Experte für Basteln
Grafikdesignerin Stephanie Göhr
aus Esslingen
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Die gelernte Grafikdesignerin ist immer auf der Suche nach neuen Ideen im Bastel- und Handarbeitsbereich, die sie in verschiedenen Büchern und auf ihrer Website veröffentlicht.

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