Pflanzen und Blumen

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Astern im Gartenjahr

Astern, das sind die Hauptdarsteller des großen herbstlichen Gartenfinales. In kräftigem Rosa und leuchtendem Violett schmücken sie unsere Gärten mitunter bis in den November hinein. Doch das ist nur die eine Seite der Asternwelt, weniger bekannt ist, dass Astern nicht nur Herbstkinder sind, sondern die ersten Arten bereits im Frühling mit der Blüte starten, andere Arten sich dann im Sommer anschließen bis schließlich mit dem ersten kräftigen Frost die letzten Herbstastern verblühen.

Pflanzenporträt: Astern

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Asternvielfalt

großblättrige Aaster - Aster macrophyllus

großblättrige Aaster - Aster macrophyllus

Zur Gattung der Astern gehören mehrere hundert Arten, die in unterschiedlichen Regionen fast weltweit, zum Beispiel in Asien und Amerika, aber auch in Europa, beheimatet sind.

So unterschiedlich ihre natürlichen Lebensräume sind, so verschieden sind auch ihre Standortansprüche in unseren Gärten, aber somit auch ihre Einsatzmöglichkeiten bei der Gartengestaltung.

Für fast jede Gartensituation gibt es die passenden Art, für feuchte oder trockene Böden, sonnige oder halbschattige Plätze. Die Farbpalette reicht von den Farben Weiß und Rosa bis hin zu verschiedenen Violett- und Lilatönen. Unterschiedlich ist auch die Intensität der Farben: von zart bis kräftig ist hier alles vertreten.

Frühlingsastern – Beginn der Asternsaison

Mit der Alpenaster (Aster alpinus) beginnt das Gartenjahr der Astern. Die Sorten dieser niedrigen Art, sie wird nur ungefähr 30 Zentimeter hoch, blühen bereits im Mai und Juni in verschiedenen Farben.

Die Alpenaster bevorzugt einen vollsonnigen Standort auf frischem Boden, sollte bei längerer Trockenheit gegossen und alle drei bis vier Jahre zur Verjüngung geteilt werden. Ein guter Wasserabfluss muss gewährleistet sein.

Die wilden Schönheiten – Asternblüte vom Sommer bis in den Herbst

Bergaster -Aster amellus

Bergaster -Aster amellus

Die bereits im Juli und August blühenden Astern sind meist kleinblütig und haben den Charakter von Wildpflanzen, bestechen jedoch ebenso durch die Vielzahl ihrer Blüten wie durch die Vielfalt ihrer Einsatzorte.

Schon ab Juli blühen die ersten Sorten von Aster amellus, der Kalk- oder Bergaster, einer heimischen Wildstaude, die in meist kräftigen Farben blüht und bis zu 60 Zentimeter Höhe erreichen kann.

Am wohlsten fühlt sie sich auf vollsonnigen Plätzen gern am Gehölzrand oder in naturnahen Pflanzungen.

Der Boden muss frisch, kalkhaltig und gut durchlässig sein, ständig nasse Standorte werden nicht vertragen.

Aster x frikartii

Aster x frikartii

Die reich blühende Hybride Aster x frikatii hat dieselben Ansprüche und blüht ebenfalls schon im Sommer.

Ebenfalls ab Juli / August blüht die relativ unbekannte, für nasse Standorte geeignete Hohe Sommeraster, Aster umbellatus.

Im August beginnt die Blüte der Waldaster (Aster divaricatus), einer wunderbaren Wildstaude mit sternförmigen weißen Blüten, die gut im Halbschatten gedeiht und sogar mit relativ trockenen Böden zurechtkommt. Sie erreicht eine Höhe von 60 Zentimetern.

Einen farblichen „Ausrutscher“ (im Gegensatz zu den anderen Astern) leistet sich die Goldaster (Aster linosyris), die in leuchtendem Gelb blüht, maximal 50 Zentimeter hoch wird und warme, trockene und gut durchlässige Böden liebt.

Hochsaison – Astern im Herbst

Herbstaster Aster novi-belgii

Herbstaster Aster novi-belgii

Mit Blütenfülle und Farbenpracht lösen die Herbstastern die Sommerastern ab, von September bis teilweise November blühen die verschiedenen Arten, die noch einmal einen Querschnitt durch die gesamte Asternfarbpalette zeigen.

In kräftig leuchtenden Farben und am häufigsten unter den Herbstblühern anzutreffen sind Aster novi-belgii, die Glattblattastern und Aster-Dumosus-Hybriden, die Kissenastern.

Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Höhe, haben aber quasi identische Standortansprüche. Sie mögen einen sonnigen Platz in frischen, nährstoffreichen Böden und mit gleichmäßiger Wasserversorgung.

Bei Trockenheit sollte, auch vor Beginn ihrer Blüte, gewässert werden. Die höheren Sorten von Aster novi-belgii freuen sich über eine Staudenstütze oder einen Gartenzaun zum Anlehnen.

Aster novae-angliae, die Raublattastern, sind den zuvor genannten Glattblattastern rein optisch ähnlich, haben aber behaarte Blätter und schließen bei Dunkelheit ihre Blüten.

Ebenfalls oft anlehnungsbedürftig, wachsen sie gern in der Sonne auf nährstoffreichen Böden und freuen sich bei Trockenheit über Wassergaben.

Auf sonnigen, waren Plätzen blüht im Herbst Aster ericoides, die Myrtenaster, mit unzähligen kleinen weißen oder violetten Blüten. Dank ihrer Blütenfülle hat diese Aster trotz ihrer eher hellen und kleinen Blüten eine gute Fernwirkung.

Aster ageratoides, die Wildaster, ist eine wunderbare spät blühende Staude für sonnige, aber besonders auch für halbschattige Standorte unter Gehölzen. Sie ist trockenheitstolerant und verschönert mit ihren filigranen Blüten auch dunkle Gartenecken.

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Fazit:

Astern sollten in keiner Gartenplanung fehlen, denn ihre kleinen Blütensterne leuchten durch – fast – alle Jahreszeiten.

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Ing.Walter Michalek sagt am 28.03.2012 18:21
Werden Bergastern nach der Blüte im Herbst zurückgeschnitten oder lässt man die Pflanzen über den Winter stehen? Letzteres habe ich gemacht, jetzt sind die Pflanzen dürr. Was ist richtig - schneiden vor dem Winter oder erst im Frühjahr?
Andrea Hirschbichler sagt am 07.05.2013 20:28
könnten Sie mir bitte mitteilen wie pflege ich
Herbstastern richtig,bezüglich des rückschnittes,
gleich nach dem abblühen oder erst im Frühjahr.
Zweite Frage:Wie kann ich sie vermehren,durch samen oder Stockteilung.

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