Gartenwege gestalten
Kommentare (0)Wo ein Garten ist, ist auch ein Weg
Wege sind in einem Garten unverzichtbar. Nicht nur, um von einem Punkt zum anderen zu kommen, sind sie nötig, sondern auch, um Gartenarbeiten erledigen zu können und natürlich, um die Schönheit des Gartens zu genießen und ihn aus verschiedenen Perspektiven zu erleben. Nicht zuletzt kann der Weg selbst ein wichtiges Gestaltungsmittel im Garten sein.
Die Themen in diesem Artikel:
Diesen Artikel weiterempfehlen:
Die richtige Planung
Die Möglichkeiten der Weggestaltung sind vielfältig. Vom Trampelpfad bis hin zur betonierten Fahrstraße – je nach Größe, Nutzung und Stil des Gartens, aber auch Form und Beschaffenheit des Geländes, ist fast alles möglich.
Wenn Du Deinen Garten nicht gerade von einer Gartenbaufirma planen und gleich komplett anlegen lässt, dann solltest Du bei der Planung Deiner Gartenwege mit Bedacht zu Werke gehen, denn einen einmal gepflasterten Weg wieder zu entfernen, ist kosten- und arbeitsaufwendig.
Lass Deinem Garten und Dir ein wenig Zeit, denn der beste Verlauf zukünftiger Wege zeigt sich oft ganz von selbst.
Ob Du Deinen Garten neu anlegst oder ein altes Grundstück neu gestaltet wird, oft ist eine Rasenfläche der Ausgangspunkt für die weitere Gestaltung.
Der Vorteil: Rasen ist begehbar und verhindert das Wegschwemmen des Bodens.
Sind schon Beete geplant oder vorhanden, so nutze vorerst den Rasen als Weg – und nach einiger Zeit wird sich zeigen, welche Strecken die meist begangenen sind und wo Du unbedingt einen Weg benötigst.
Welcher Weg zu welchem Ort
Es ist sinnvoll, genau zu überlegen, in welcher Form Deine Wege durch den Garten führen sollen. Geradlinig von einem Punkt zum anderen? In geschwungenen Linien, einladend zum Flanieren? Oder gerade, mit exakten Biegungen und rechten Winkeln, um Klarheit und Symmetrie herzustellen?
Geradlinige Wege sind im Nutzgarten, zwischen Gemüsebeeten, Hochbeeten, Gewächshaus und Frühbeetkästen am geeignetsten.
Denn hier kommt es darauf an, bequem zu arbeiten, ohne dass man direkt im Beet stehen muss und dass die zurückzulegenden Strecken möglichst kurz sind.
Die Hauptwege sollten hierbei mindestens so breit sein, dass man sie bequem mit der Schubkarre befahren kann.
Möglichst schnell und ohne unnötige Umschweife sollte auch der Komposthaufen zu erreichen sein. Wichtig ist, das dieser Weg bei jedem Wetter gut begehbar ist und weder bei Matsch noch Eis Rutschgefahr besteht.
Wege, die zum Spazierengehen einladen, sind oft geschwungen und führen in Schleifen durch den Garten. Das sieht schön aus, doch hier ist Vorsicht geboten. Kleine und große Menschen – Kinder und Gärtner – neigen dazu, Abkürzungen zu benutzen.
Ungewollt können so jede Menge Trampelpfade im Garten entstehen. Stark geschwungene Wege sollten deshalb nur dort angelegt werden, wo ein anderer Durchgang nicht möglich ist, sei es durch starken Staudenbewuchs, Hecken, Mauern oder sonstiges.
Das heißt nicht, dass alle Wege nur starr gerade zu verlaufen haben. Ein leichter Schwung im Weg, der aber trotzdem einen relativ geradlinigen Durchgang ermöglicht, löst optisch gerade Kanten und Linien auf und bringt Leichtigkeit in das Gesamtbild. Überhängende Stauden und Bodendecker können zusätzlich für weiche Übergänge sorgen.
Die Art der Wegführung ist natürlich auch abhängig von der Form des Geländes. Liegt ein Garten direkt an einem Hang, so kann ein Weg in Serpentinenform eine schöne Lösung sein; zu einer Anlage in Terrassenform passen einzelne Stufen oder Treppen, die von einer Ebene zur anderen führen, sehr gut.
Bei besonders tiefen Beeten oder Rabatten kann es manchmal nötig sein, Trittsteine oder einen kleinen Weg im Beet selbst mit einzuplanen, um bequem Jäten oder Pflanzen zu können.
Das richtige Material
Je nach Gartenbereich können unterschiedlich gestaltete Wege nützlich und nötig sein. Dabei solltest Du immer überdenken, ob der Gartenteil, den Du gerade gestaltest, schon seine Endform erhält oder ob eventuell spätere Beeterweiterungen in Frage kommen oder in diesem Bereich in weiterer Zukunft ein Sitzplatz, eine Wasserstelle oder etwas anderes noch Platz finden soll.
Denn davon ist es abhängig, wie solide und langlebig der entstehende Weg sein soll. Außerdem bestimmt die Auswahl des Materials entscheidend den Gesamteindruck Deines Gartens und sollte deshalb stilistisch dazu passen.
Die einfachste Variante sind natürlich Graswege. Diese sollten immer mindestens so breit sein, dass man sie bequem mit dem Rasenmäher bearbeiten kann.
Um ein Hineinwachsen des Grases in die Beete zu verhindern, muss Du entweder regelmäßig die Beetränder abstechen oder eine entsprechende Beetbegrenzung schaffen.
Eine ebenfalls schnelle und relativ kostengünstige Variante ist die Verwendung von Rindenmulch als Wegbelag. Rindenmulch ist vor allem für schmale oder kurze Wege eine gute Alternative – oder, wenn Du kurzfristig einen Weg benötigst, für dessen „richtige“ Befestigung momentan Zeit oder Geld fehlen oder einfach, wenn die Gartenplanung noch nicht abgeschlossen ist.
Ebenfalls gut geeignet, aber etwas aufwendiger bei Beschaffung und Verarbeitung, ist Kies als Wegbelag. Kies gibt es in verschiedenen Körnungen, bei seiner Verwendung sollte der Untergrund gut vorbereitet werden.
Klassiker ist natürlich der gepflasterte Weg. Doch auch hier gibt es viele Varianten, sowohl in Bezug auf Material als auch Ausführung. Vom Naturstein (in verschiedensten Ausführungen) über Betonsteine bis hin zu Betonsteinen in Natursteinoptik ist alles machbar.
Der Weg selbst kann komplett gepflastert werden oder es werden nur große Steinplatten als Trittsteine verlegt. Kleinere Gartenwege können auch gut mit alten oder überzähligen Ziegeln, Bruchsteinen oder ähnlichen Materialien gestaltet werden.
Fazit:
Gartenwege sind nützlich und schön und tragen erheblich zum Gesamteindruck eines Gartens bei.
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!
Deine Frage / Dein Kommentar
- Gartentipp 8: Wohin mit dem vielen Laub
- Gartentipp 7: „Herbstfärbung“
- Gartengestaltung – Von Arbeitsplätzen, Aufbewahrungsorten und anderem...
- Bunte Beete: Pflanzenauswahl
- Bunte Beete: Form
- Gestalten mit kleinen Apfelbäumen
- Bunte Beete: Boden
- Nachwuchs im Grünen
- Mulch im Garten einsetzen
- Das Frühjahr beginnt und damit auch die Lust auf Garten
Experten Profil
Weitere Artikel von Antje Lindner:
Weitere Experten
- Bodenvitalisierung
- Bodenprobleme
- natürlicher Pflanzenschutz
- Lichtgestaltung
- Installationen








