Schritt für Schritt

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Knollenpflanzen und Zwiebeln lagern – so einfach geht's

Einige Pflanzen sind mehrjährig aber nicht winterfest. Hier erfährst Du, wie sie optimal eingelagert werden, sodass sie im Frühjahr ausgepflanzt werden können.

Schritt für Schritt - Knollen, Zwiebeln lagern

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Zum ersten Frost aus der Erde

In manchen Gegenden machen schon im Herbst Fröste und plötzlich fallende Nachttemperaturen den noch in der Erde verbliebenen Knollenpflanzen und Zwiebeln zu schaffen. Diese stammen nämlich ursprünglich oft aus tropischen Regionen, wo ein derartiger Temperatursturz einfach nicht evolutionär vorgesehen ist.

Deshalb ist jetzt an der Zeit, sie auszugraben und überwintern zu lassen. Damit sie bis zum kommenden Jahr gesund bleiben und dann wieder natürlich austreiben, ist sowohl bei Ausgrabung als auch Lagerung einiges zu bedenken.

So gelingt das Ausgraben

Die meisten Blumenzwiebeln können in der Gartenerde verbleiben, bis nachdem die ersten Fröste eingesetzt haben. Das vom Frost zerstörte Grün ist dann ein Zeichen, dass die Zeit des Ausgrabens gekommen ist.

In jedem Fall sollten die folgenden Blumensorten drinnen überwintern:
Gladiolen, Knollenbegonien, Schopf- und Inkalilien, Tigerblumen, Ranunkeln, Dahlien, Montbretien und Indisches Blumenrohr.

Noch während die Zwiebeln im Boden sind, sollten alle verbliebenen Stängel auf etwa eine Länge von zehn bis fünfzehn Zentimetern zurückgeschnitten werden. Dann wird mit einer Grabegabel der Boden rund um die Zwiebel gelockert, damit eine Entnahme leichter fällt.

Dies sollte sehr behutsam geschehen, damit die Außenhäute der Zwiebeln im Prozess nicht verletzt werden.

Anschließend werden die Knollen entweder mit der Grabegabel oder manuell entnommen.

Jede einzelne sollte an der Ausgrabestelle vorsichtig mit den Händen (Gartenhandschuhe!) gereinigt werden. Dabei stellt sich auch heraus, für welche Zwiebeln sich das Überwintern nicht mehr lohnt.

Wenn die Knolle insgesamt weich ist, sich große faulige Stellen zeigen oder die Zwiebel verletzt ist, sollte sie direkt entsorgt werden.

Bei allen anderen Exemplaren wird das sensible Wurzelwerk etwas zurückgeschnitten, allerdings nicht so, dass eine Schnittstelle direkt im Knollenfleisch entsteht. Tochterzwiebeln werden direkt an Ort und Stelle behutsam getrennt. Die Zwiebeln werden anschließend vorsichtig nebeneinander in eine bereitgestellte Holzkiste gelegt und hinein getragen.

Lagerung

Der beste Überwinterungsort für die Zwiebeln ist zunächst ein frostfreier, gut belüfteter, dunkler Raum, in dem es nicht zu warm wird.

Dort legt man ein Regalbrett oder eine Reihe von flachen Holzkisten, wie man sie bei Gemüsehändlern oft umsonst bekommt, mit saugfähigem, aber chemisch unbehandeltem Papier aus, auf dem die Knollen verkehrt herum ausgelegt werden. So verbleiben sie für mindestens drei Wochen.

Besonders wichtig ist in den ersten Tagen und dann in regelmäßigen Abständen die Untersuchung der Knollen auf Schädlingsbefall oder andere Krankheiten, die vielleicht zunächst nicht aufgefallen sind.

In diesem Fall sollten sie mit dem passenden Gegenmittel oder Fungizid bestäubt werden, und die toten Schädlinge sorgfältig abgeschüttelt und entsorgt werden.

Kennzeichnung

Ebenfalls nicht vergessen: Eine genaue Kennzeichnung der Knollen.

Im getrockneten Zustand können die verschiedenen Sorten einander verblüffend ähnlich sehen, sodass man bei fehlender Etikettierung im Frühjahr oft nicht mehr sicher sein kann, was was ist.

Auch für diese Unterteilung, sowie für den Transport der Zwiebeln zurück in den Garten sind die Holzkisten besonders nützlich.

Die besten Überwinterungsbedingungen

Ob der Trocknungsprozess abgeschlossen ist, merkt man an einer vollständigen Durchtrocknung der Stängelstümpfe. Nach dem Trocken kommen die Knollen und Zwiebeln an einen ebenfalls kühlen und frostfreien, unbedingt durchgängig trockenen Ort, wo sie dann vollständig überwintern können.

Nun müssen die Knollen je nach Sorte separiert werden, da sie unterschiedliche Lagermedien benötigen.

Dahlien- und Gladiolenknollen fühlen sich nebeneinander (ohne sich zu berühren!), von Torf oder Sand bedeckt oder gut in mehrere Lagen Zeitungspapier eingewickelt am wohlsten.

Knollenbegonien bevorzugen reinen Sand oder Torf. Das schützt sie vor dem kompletten Austrocknen, was ein Wiederausblühen unmöglich machen würde.

Im Frühjahr, etwa ab Mitte Mai, pflanzt Du die Zwiebeln dann, wenn wirklich kein Frost mehr erwartet wird, auf die bekannte Art und Weise ein.

Vortreiben lassen kann man sie schon ab Februar in Töpfen, dann allerdings ab 15 °Celsius im Gewächshaus oder anderen Innenräumen. Die Tochterzwiebeln können in ein separiertes Vermehrungsbeet kommen. Ein Entfernen derer Knospen im ersten Jahr lässt die kleinen Zwiebeln rascher wachsen.

Fazit:

Insgesamt sind eigentlich alle Knollen und Zwiebeln mit ein bisschen Sorgfalt sehr dankbare Überwinterer – schließlich hat die Natur sie mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet.

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