Schritt für Schritt

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Sandkiste bauen – Das richtige Werkzeug und Material

Schritt für Schritt - Sandkasten bauen

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Das neue Haus kann endlich bezogen werden. Vor der Stadt im Grünen, keine Hochwassergefahr, kein Lärm durch Straßen- oder Bahnverkehr, das reinste Paradies. Die Rutschbahn haben wir mitgenommen, das Kinderspielhaus auch, aber den alten Plastiksandkasten, dessen Material schon porös geworden war, haben wir entsorgt.

Lea ist vier Jahre alt und „braucht“ einen Sandkasten. Natürlich könnten wir irgendwo einen tollen Sandkasten kaufen, manchmal findet man ganz preisgünstige Angebote, ein Kauf kann also billiger sein. Aber was ist das gegen eine selbst entworfene Konstruktion, die dann eigenhändig gebaut wird. Lea wird sich noch nach Jahren voller Freude daran erinnern.

Die Ortswahl

Zunächst gehen wir in den Garten, um den richtigen Platz auszusuchen. Lea hatte immer gerne im Sandkasten gespielt, manchmal stundenlang. Es muss also ein schattiger Platz gewählt werden. Die alte Buche, die schon auf dem Grundstück stand, bietet sich aus zweierlei Gründen an, da ihr Durchmesser mehr als sechs Meter ist.

Erstens spendet sie Schatten und zweitens kann der Sandkasten weit genug vom Stamm aufgestellt werden, damit wachsende Wurzeln das wertvolle Bauwerk nicht beschädigen.

Die Buche war immer so geschnitten wurden, dass die Äste erst in drei Meter Höhe anfangen, für den Sandkastenaufbau also nach oben hin genügend Platz ist. Die Buche ist vom Küchenfenster aus gut zu sehen, also wähle ich einen Platz, der vom Haus aus gut einzusehen ist, aber das verrate ich Lea nicht.

Die erste Grobplanung

Lea möchte am liebsten einen runden Sandkasten mit Dach. Dem widerspreche ich, das wird mir zu kompliziert.

Als Alternative schlage ich ein regelmäßiges Achteck vor, der Kompromiss wird gnädig akzeptiert. Jede Seite soll einen Meter lang werden, was eine Gesamtseitenlänge - Pythagoras und Taschenrechner sei Dank - von 2,41 Metern ergibt.

Mehrere Sitzproben ergeben, dass eine Sitzhöhe von 20 cm ideal ist, das Loch also 15 cm tief ausgehoben werden muss, damit eine Kiesschicht unter dem Sand sein kann. Damit wird erreicht, dass der Boden eben wird und Wasser besser abfließen kann.

Aus Stabilitätsgründen ist es sinnvoll für den eigentlichen Sandkasten zwei Konstruktionen anzuwenden.

Eine Innenkonstruktion wird nach dem Zusammenbau mit einer atmungsaktiven Folie versehen. Dadurch wird erreicht, dass Wasser abfließen kann aber keine Kleintiere und kein Unkraut von unten in den Sandkasten gelangen.

Die Außenkonstruktion ist so zu planen, dass sie exakt um die Innenkonstruktion mit möglichst kleinem Zwischenraum passt und dieselbe Höhe hat.

Dadurch ist eine ausreichende Breite garantiert, auf die die Sitzbretter befestigt werden können.

An den Schnittpunkten von zwei jeweils übernächsten Seiten, also am Außenabstand von 2,41 Metern, werden Löcher ausgehoben, um Hülsen für 10 x 10 Zentimeter Kanthölzer ein zubetonieren. Hier werden der Dachaufbau und die Sandkastenabdeckung später montiert.

Einkauf

Nachdem alles ausgemessen ist und wir genaue Pläne für die Grundkonstruktion haben, fahren wir zum nächsten Baumarkt. Wir haben keine Ahnung, was das richtige Holz ist und lassen uns zu druckimprägniertem Kieferholz beraten.

Wir erfahren, dass ein späteres Absägen oder Hobeln des Holzes unterbleiben sollte. Dadurch leidet die Imprägnierung und die Haltbarkeit des Sandkastens wird enorm verringert.

Aber Lea und ich haben ja genau geplant, nach unseren Plänen wird das Holz zugeschnitten. Nach zwei Tagen holen wir das Holz und die benötigten Metallwinkel, Schrauben, Nägel und die bestellte atmungsaktive Folie ab, der Aufbau kann beginnen. Der Kies wurde schon geliefert und liegt neben der geplanten Baustelle.

Bau des Sandkastens

Lea der Baumeister hat alles dabei, sogar die Stirnleuchte sitzt auf dem Kopf, es könnte ja plötzlich dunkel werden. Das Loch heben wir gemeinsam aus, ich grabe und Lea bringt mit ihrer kleinen Schubkarre den Bauaushub an eine Stelle, wo später ein Hochbeet entstehen soll.

Die Wasserwaage hilft, den Boden einigermaßen eben zu bekommen. Den Kies schaufeln wir gemeinsam in das Loch, während Oma kräftig fotografiert, es soll ja alles für später dokumentiert werden.

Dann wird die Innenkonstruktion zusammengenagelt und die Folie festgetackert.

Die Außenkonstruktion wird ebenso gebaut, es passt alles, ein paar untergelegte Steine sorgen dafür, dass die Wasserwaage keine Schräge mehr erkennen lässt.

Eine umlaufende Sitzbank hat Lea abgelehnt, vier trapezförmige Sitzbretter sind viel schöner und durch die achteckige Grundform ist dadurch auch die Stabilität gewährleistet. Als dann der Baumarkt den empfohlenen Sand liefert, ist der erste Bauabschnitt beendet.

Ausblick

Abdeckung und Hochsitz fehlen noch und werden im nächsten Bauabschnitt erledigt. Die Pflasterung um den Kasten herum ist auch schon geplant. Hauptsache, der Sandkasten ist schon mal da und Lea kann mit der Mäusegruppe aus dem Kindergarten Einweihung feiern.

Lesetipp für Handwerker: Den richtigen Werkzeugkasten kaufen!

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