Schritt für Schritt

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Der Wintergarten – Ort des Wohlfühlens und Genießens

Wintergärten sind vielseitig und erlauben es die Natur zu erleben, es aber trotzdem warm und gemütlich zu haben.

Schritt für Schritt zum Wintergarten

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Die Geschichte des Wintergartens geht auf das 18. Jahrhundert zurück, als in Mitteleuropa der Bau von Orangerien in Mode kam, die auch als Teehaus und gemütlichen Ort für Gespräche genutzt wurden.

Heutzutage finden zwar auch das gläserne Studio oder der helle Wellnessbereich mit Sonnenliege, Whirlpool und Fitnessgeräten zunehmend Anhänger, die klassische Nutzung als grüner Wohnraum dominiert aber nach wie vor. Doch auch hier gibt es bedarfsabhängig sehr große Unterschiede in Ausrichtung, Bauweise und Konstruktion.

Die Himmelsrichtungen

Wintergärten können als Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer genutzt werden oder als Ruhezone der Erholung dienen. Als idealer Platz für wärmeliebende Pflanzen sind Wintergärten vor allem aber jener Raum, der die Natur in das Haus hereinholt. Je nach Nutzungsbedarf fällt ihre Planung daher sehr unterschiedlich aus.

Spricht man mit einem Architekten, so gilt die Faustregel: Der Wintergarten gehört an die Südseite des Hauses. Da sich Architekten im Rahmen der Klimaschutzbemühungen verstärkt mit energetisch vorteilhaften Bauweisen beschäftigen, denken sie dabei in erster Linie an die Möglichkeit die Sonnenwärme nutzbar zu machen.

Gerade im Sommer heizen im Süden liegende Glasflächen den Raum allerdings stark auf, sodass entsprechend verschattet und belüftet werden muss. Im Winter hingegen muss je nach Tageslichteinfall die Heizung entsprechend geregelt werden. Wer mithilfe eines Wintergartens die Energiekosten senken möchte, kommt daher am Einsatz einer entsprechenden Klimatisierungstechnik kaum vorbei.

Aus Sicht des Pflanzen-Liebhabers stellt sich die Situation häufig anders dar. Ein während der Wintermonate wohltemperierter Wohnraum kann für viele seiner Pflanzen zum Stressfaktor werden, da sie während der vermeintlichen Ruhephase ihren Stoffwechsel ständig auf Trab halten müssen. Bei der Wahl der Himmelsrichtung und bei der Temperierung orientiert er sich also eher daran, was seinen Pflanzen gut bekommt.

Wer etwa schattenbedürftige, tropische Farne und Palmengewächse halten, oder mediterrane Gewächse, wie Oleander, Olive, Feige und Rosmarin überwintern möchte, baut den Wintergarten deshalb besser in nördlicher Ausrichtung.

Aber auch für jene, die ihren Wintergarten als Ruhezone oder erweitertes Esszimmer einrichten wollen, ist Süden nicht immer die richtige Wahl. Wer im Wintergarten vorzugsweise frühstücken oder in herbstlicher Abendsonne noch ein Glas Wein genießen möchte, orientiert sich vielleicht lieber nach Osten oder Westen.

Letztlich entscheiden auch das Platzangebot und die Zugänge zum Haus, wo der Anbau am besten hinpasst. Auch ein großer Laubbaum kann sich störend auswirken, indem er den Wintergarten verschattet oder dessen Dach mit seinem Laub stark verunreinigt. Wer sein Auto ungern unter einer Linde parkt, wird auch den Wintergarten nicht darunter platzieren wollen.

Südländer haben es gerne warm

Pflanzen haben je nach Herkunft sehr unterschiedliche Ansprüche. Aus diesem Grund können Arten aus verschiedenen Klimazonen auch nur bedingt miteinander vergesellschaftet werden. So brauchen tropische Pflanzen unbedingt Schatten, konstante Temperaturen um 20° Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das richtige Raumklima stellt sich dabei häufig schon durch Kombination unterschiedlicher Pflanzen ein, sodass eine künstliche Befeuchtung der Luft überflüssig ist.

Subtropische und mediterrane Pflanzen mögen es hingegen lieber gut belüftet, trocken und hell und benötigen die jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen. Im Winter sollten die Temperaturen hier zwischen 5° und 15° Celsius liegen. Viele Pflanzen des Mittelmeerraums lassen sich allerdings auch in kalten Wintergärten überwintern, die lediglich bei lang anhaltenden Extremtemperaturen beheizt werden.

Isolierung und Schutz vor Feuchtigkeit

Je nachdem ob man den Wintergarten beheizt oder nicht, muss dieser natürlich auch von der übrigen Wohnfläche (beispielsweise durch eine Schiebetür) abtrennbar sein. Beheizte Wintergärten müssen zudem der Wärmeschutzverordnung entsprechen. An einer guten, luftundurchlässigen Isolierung führt daher kein Weg vorbei.

Um zu überprüfen ob die gesetzlich geforderten Standards eingehalten werden kann man vom Fachberater einen sogenannten Winddichtigkeitstest durchführen lassen. Dazu wird mit einem Gebläse ein Überdruck im Wintergarten erzeugt, der genaue Rückschlüsse auf dessen Dichtigkeit zulässt. Um negative Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich hier mit dem Bauunternehmen zu vereinbaren, dass kostenfrei nachgebessert wird, sofern an der Isolierung Mängel entdeckt werden. Dies gilt auch in Bezug auf das Fundament.

Hier besteht ein wesentlicher Unterschied darin, ob im Wintergarten nur Kübel und Töpfe platziert oder ob auch Beete und erhöhte Pflanzenbecken anlegen werden sollen. Diese verlangen in Hinblick auf einen beheizten Wintergarten ein etwa ein Meter tiefes, wärmegedämmtes Fundament und zum Schutz des Hauses zudem eine entsprechende Entwässerungsvorrichtung.

Ratsam ist ferner eine Schwelle, die das Wasser daran hindert in das Haus zufließen. Eine leichte Absenkung des Wintergartens ist daher empfehlenswert. Bei ebenerdigen Übergängen sollte in jedem Fall eine Abflussrinne geschaffen werden, über der beispielsweise ein Gitterrost verlegt wird.

Fazit:

Bevor mit dem Bau eines Wintergartens begonnen wird, sollte genau überlegt werden welche Erwartungen und Ansprüche sich damit verbinden. Ob er also die Heizkosten senken, ganzjährig als tropisches Wohnzimmer dienen, oder im Wesentlichen zum Überwintern von Topfpflanzen genutzt werden soll. Sind diese Fragen erst mal beantwortet, entsteht bestimmt ein ganz besonderer Ort, der zum Wohlfühlen und Genießen einlädt.

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