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Schutz der Stauden vor Kälte

Richtig vorbereitet kann jeder Gärtner beruhigt in die winterliche Zukunft schauen. Mit einigen Handgriffen und der Hilfe von Laub, Reisig, Jute und Styropor werden auch junge, empfindliche und wintergrüne Pflanzen den Winter unbeschadet überstehen, egal, ob sie ausgepflanzt im Beet stehen oder in Töpfen wachsen.

Winterschutz für Stauden

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Zugedeckt und eingepackt – Wintermantel für Stauden

Die vergangenen zwei Winter haben gezeigt, dass auch in den milden Regionen Deutschlands der Winterschutz für Gartenpflanzen ein Thema sein sollte. Der beste Pflanzenschutz ist immer noch eine isolierende Decke aus Schnee, aber wenn diese fehlt, sind Kahlfröste, Winde, lange Kälteperioden, starke Sonneneinstrahlung und Nässe ein Risiko für des Gärtners Lieblinge.

Natürlich kann man versuchen, nur absolut winterharte Stauden zu pflanzen. Aber wenn man sich nun in die filigrane Schönheit eines Zierlauches verliebt hat, der unbedingt eine Decke braucht, um den Winter zu überstehen? Und wer will schon freiwillig auf wintergrünen Blattschmuck von Heuchera und Co. verzichten? Kaum einer – und deshalb muss geschützt werden, was dem Gärtner lieb und teuer ist.

Wann schütze ich womit?

Auch beim Winterschutz im Garten kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Generell gilt, dass nicht zu früh verpackt werden darf, weil oft im Oktober, manchmal sogar noch im November zweistellige Tagestemperaturen erreicht werden können und es unseren Gartenpflanzen dann einfach zu warm wird. Vereinzelte Nachtfröste schaden nicht, erst wenn der Wetterbericht Dauerfröste ankündigt, sollte gehandelt werden, besonders, wenn kein Schneefall zu erwarten ist.

Schützende Laubdecke

Wer dem Garten etwas Gutes tun will und Falllaub von Bäumen und Sträuchern hat, der spendiert seinen Beeten eine Laubdecke. In den meisten Gärten gibt es neben den Blumenrabatten und eventuellen Gemüsebeeten auch eine Rasenfläche. Da der Rasen im Winter wegen Fäulnisgefahr nicht mit Laub bedeckt sein sollte, kann man den Rasenmäher (mit Fangkorb, kein Mulchmäher) als Laubsauger und -zerkleinerer verwenden.

Das „gemähte“ Laub gibt man auf die Freiflächen in den Beeten. Es dient als Wärmepuffer und verhindert ein zu schnelles, zu tiefes Gefrieren des Bodens, schützt vor Verschlämmung und Erosion und ist Schutz für bestimmte Zwiebelpflanzen, wie beispielsweise einige Allium-Arten, oder Pflanzen mit frostempfindlichen Rhizomen wie Steppenkerzen (Eremurus), die nur mit Winterschutz für unsere Breiten geeignet sind.

Natürlich eignet sich das Falllaub auch zum Abdecken von Stauden. Es sollte locker liegen und nicht verkleben, als zusätzlicher Schutz bei empfindlichen Stauden kann Kompost verwendet werden, Fichten- oder Tannenreisig darüber schützt nochmals und verhindert das Wegfliegen des Laubes. Stauden, die in jedem Fall abgedeckt werden müssen, sind neu gepflanzte Stauden sowie Freilandgloxinien (Incarvillea), Mammutblatt (Gunnera manicata) und Freilandfuchsien, um nur einige zu nennen. Auch zusammengebundene Gräserhorste werden rundherum mit Laub angehäufelt.

Im Topf gut geschützt

Bei winterharten Stauden, die in Töpfe oder Kübel gepflanzt sind, kommt es darauf an, sie vor Staunässe und extremen Temperaturschwankungen zu bewahren. Das heißt, sie sollten absonnig bis schattig stehen, die Töpfe selbst können mit Luftpolsterfolie, Jute, Vlies oder einer dicken Laubschicht ummantelt werden, auch ein Umbau aus Styropor ist möglich.

Guter Winter-Standort

Gute Überwinterungsplätze sind an der Nordseite einer Haus- oder Schuppenwand oder an anderer geschützter Stelle. Wichtig ist eine Isolation von unten, auch hier ist Styropor eine gute Wahl, wobei es aber unerlässlich ist, dass der Wasserabfluss des Topfes frei bleibt. Luftundurchlässige Materialien wie Folien dürfen immer nur um den Topf selbst, nie um die Pflanze direkt gewickelt werden!

Robuste Stauden in Töpfen, wie beispielsweise Hosta, können auch wie folgt behandelt werden: Die Töpfe zusammen an geschützter Stelle im Garten unter einem Baum gruppieren, Zwischenräume mit Laub auffüllen und außen herum Laub aufschütten. Auch hier darauf achten, dass Wasser ungehindert abfließen kann.

Wintergrüne Stauden

Besonders gefährdet sind wintergrüne Gewächse. Das sind nicht nur viele Gehölze, sondern auch Stauden wie Heuchera, verschiedene Euphorbien, Gräser, Sedum, Helleborus oder auch Zweijährige wie Digitalis. Diese müssen besonders vor austrocknenden Winden und Sonne geschützt werden. Gerade am Winterende, wenn die Sonnenintensität zunimmt, besteht für diese Pflanzen die Gefahr des Vertrocknens, wenn die Erde noch gefroren ist, die oberirdischen Teile aber "aufgetaut“ werden und Verdunstung einsetzt. Hier kann mit einer Abdeckung aus Reisig entgegengewirkt werden.

Fazit:

Pflanzenschutz im Winter ist auch Gartenschutz. Eine temperaturregulierende Schicht aus Falllaub und Reisig schützt Pflanzen und Boden und trägt zur Bodenverbesserung bei, Reisig schirmt Wintergrüne zusätzlich gegen Sonne und Wind ab. Am richtigen Standort sind auch Stauden im Topf mit einer Schutzhülle aus Vlies, Jute oder anderen isolierenden Materialien gut verpackt.

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Antje Lindner ist Experte für Hobbygarten
Antje Lindner
aus Augsburg
Experte für Hobbygarten
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Antje schreibt zu saisonalen Themen und über aktuelle Aktivitäten im Garten. Besonders gerne gestaltet sie ihren Garten um, legt Beete an und probiert neue Methoden aus.

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