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Kulinarisches Halloween – Bericht eines Überlebenden

Gruselig-eklige Gerichte für die Halloween-Kinderfeier

Kulinarisches Halloween – Überlebenden-Bericht

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Von Halloween hatte ich noch nie was gehört, meine beiden amerikanischen Nachbarn Dan und Joey wollten aber unbedingt, dass ich mitmache.

Das gruseligste Kostüm, das die heimische Verkleidungskiste hergab, war eine Piraten-Maskerade vom letzten Karneval. Meine Mutter malte mir dann noch ein paar hässliche Narben ins Gesicht und mein Vater bastelte mir aus Pappe und Draht ein in zwei Hälften geteiltes Messer, welches mir sozusagen quer durch den Kopf gerammt wurde. Der über dem Kopf liegende Haltebügel verschwand dabei geschickt getarnt unter dem Piratenkopftuch. Ich selbst fand das täuschend echt und fühlte mich daher gut gewappnet.

Ein Empfang wie bei der Addams Family

Nachdem wir Kinder die Nachbarschaft abgeklappert (und einer älteren Dame einen gehörigen Schrecken versetzt) hatten ging es zum Abendessen zu Joey und Dan. Deren Eltern schienen nicht anwesend. Die Tür öffnete uns jedenfalls ein altes, verschrumpeltes Weib mit Buckel. „Mortimer“ rief es hocherfreut: „Our guests are here!“

Mortimer, dem Augenschein nach der Buttler des Hauses, war ein kreidebleicher Geselle mit dunklen Ringen unter den Augen und merkwürdig hervorstehenden Zähnen. Er geleitete uns in das Esszimmer, das so gar nicht mehr meiner Erinnerung entsprach. Überall hingen Spinnweben von der Decke und Fledermäuse an den Wänden. Dann tischte Mortimer uns das sieben Gänge Menü auf.

Speisen aus der Geisterwelt

Der erste Gang, den Mortimer servierte, wurde uns als „mit Maden garnierter, blutiger Eiterschleim“ angekündigt. Obwohl wir Kinder alle recht wohl erzogen waren, wollte zunächst niemand davon probieren. Als Dan und Joey allerdings kräftig zulangten, wagten auch wir übrigen Nachbarskinder die Kostprobe. Der Eiterschleim erwies sich dann in der Tat als äußerst schmackhaft. Bei genauer Betrachtung sah er aus wie eine Haferschleim-Milchreismischung, während das Blut den Geschmack von Himbeersoße hatte.

Auch der zweite Gang – Gefäßkrankheiten in blutigem Allerlei – konnte überzeugen. Die rot-bläulichen Adern hätten auch mit Blaubeer- oder Traubensaft gefärbte Makkaroni sein können. Das blutige Allerlei hatte etwas von Tomatensoße mit Kichererbsen.

Ähnlich verhielt es sich mit dem dritten Gang. Die „abgehackten Blutfinger“ erinnerten entfernt an mit reichlich Ketchup übergossene Würstchen.

Etwas merkwürdig erschienen mir die dann folgenden Häppchen, und so ließ ich die „Gnomaugen auf Skelettstückchen“ einfach aus. Während mich die „Wirbelknochen“ des Skeletts an Bananenscheiben denken ließen, hätte es sich bei den Gnomaugen auch um grüne Oliven mit Paprikafüllung handeln können.

Das nächste Gericht – Rattenhirn auf Drachengalle – war dann schon eher nach meinem Geschmack. Während die Rattengehirne stark an Walnüsse erinnerten, hatte die Drachengalle große Ähnlichkeit mit grünem Wackelpudding.

Wirklich überzeugen konnte der vorletzte Gang. Die mit „bunten Geschwüren verfeinerten Pestbeulen“ kamen mit Zuckerlinsen verzierten Schokoküssen recht nahe.

Einen wirklichen Kälteschock versetzte uns dann allerdings die letzte Runde. Auf unseren Tellern lagen von „Würmern durchfressene Geisterhände“. Wäre an diesem Tag nicht Halloween gewesen, ich hätte sie wohl für Wassereis mit Gummiwürmern gehalten.

Über die Formgebung habe ich mir damals noch keine Gedanken gemacht. Einmalhandschuhe erscheinen mir heute allerdings die passende „Gefrierform“ zu sein.

Zur Herstellung der Geisterhände: Die Handschuhe sollten mit dem Hinweis „für Lebensmittelbedarfsgegenstände geeignet“ gekennzeichnet sein. Latexhandschuhe können allergische Reaktionen auslösen. Vinylhandschuhe sind aufgrund der enthaltenen Weichmacher für den Umgang mit Lebensmitteln ungeeignet. Aus diesem Grund bitte nur puderfreie Handschuhe aus Nitrilkautschuk verwenden.

Fazit:

Mit etwas Phantasie werden aus gewöhnlichen Speisen wie Würstchen mit Ketchup ekelig-leckere „Halloween-Blutfinger“. Ein gruseliger Name und leichte Variationen bei der Zubereitung sorgen so für schaurig-schönen Appetit.

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