Tiere im Garten

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Insekten Unterschlupf bieten

Ohne Nutzinsekten würden sich die Schädlinge sprunghaft vermehren. Um dies zu verhindern, sollte man die kleinen Helferlein in den Garten locken.

Bau von Insektenhöhlen

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Nützliche Insekten sind weitaus mehr als nur gute Gartenhelfer. Während Sie dort Schädlinge bekämpfen, die auf Nutz- oder Zierpflanzen leben (man denke hier nur an den Marienkäfer, der die Blattläuse vertilgt), tragen sie außerdem zu einem intakten Ökosystem bei.

Ein Rückgang von Nutzinsekten wirkt sich auf den Menschen direkt durch Ernteausfälle aus: Nicht nur, dass sich Schädlinge ungehindert vermehren können, wenn deren Fressfeinde fehlen, und somit die Ernte zerstören können - oftmals entwickeln sich die angebauten Pflanzen aufgrund der fehlenden Bestäubung durch die Nützlinge gar nicht. Spätestens hier fällt auf, dass der Mensch auf Nutzinsekten angewiesen ist.

Leider bietet unsere moderne Welt immer weniger Lebensräume für diese so wichtigen Tiere. Viel zu viele Insektizide werden nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im privaten Gartenbau verwendet. Zudem werden viele Privatgärten überpflegt; und wo beispielsweise kein morsches Holz mehr verrotten kann, finden all jene Insektenarten, deren natürlicher Lebensraum abgestorbenes Holz ist, nicht mehr das, was sie zum Leben benötigen.

Schaffe, Schaffe, Häusle baue

Glücklicherweise jedoch kann man mit wenig Aufwand und einfachen Mitteln zum Schutz der Nützlinge beitragen und im eigenen Garten ein kleines „Insektenhotel“ eröffnen. Diese Arbeit eignet sich auch hervorragend zum Basteln mit Kindern, die dadurch in die faszinierende Welt der Insekten eintauchen und erfahren, dass Bienen, Hummeln oder Wespen gar nicht so „eklig“ sind, wie Du vielleicht geglaubt hast. Einige Tipps jedoch sollte man beherzigen, bevor man loslegt.

Ein Holzklotz als Insektenhotel

Die Schlupf-, Falter-, Grab- und Wegwespe beispielsweise freut sich über Holzscheite, in die man Löcher bohrt. Hierzu nehme man ein Stück Laubholz, am besten Hartholz im Format 12 mal 30 mal 12 Zentimeter und versehe es mit verschieden großen Löchern im Durchmesser von einem bis zehn Millimeter, entsprechend einer Bohrtiefe von zwanzig bis einhundert Millimeter. Damit kein Regen eintreten kann, sollten die Bohrungen leicht schräg angesetzt werden. Der Abstand zwischen den Löchern sollte je ca. 2 cm betragen.

Vorsicht: Der Hartholzklotz darf nicht durchbohrt werden. Bewährt hat sich Erlenholz, aber auch Eiche, Esche oder Buche kommen infrage. Den fertigen Klotz kann man an einem windgeschützten Ort, am besten in süd- südwestlicher Richtung, beispielsweise im Schatten eines Baumes aufhängen.

Stundenweise jedoch sollte auch Sonne auf die Eingänge fallen. Grabwespen vertilgen Blattläuse ebenso zuverlässig wie Marienkäfer, während die Wegwespen dafür bekannt sind, Schädlinge wie Käfer, Raupen oder Fliegen zu bekämpfen. Neben den Wespen bietet unser Holzklotz aber auch anderen Hautflüglern wie Bienen, Hummeln oder Hornissen einen artgerechten Lebensraum.

Ohrenkneifer Unterkunft

Ein ideales „Appartement“ für den Ohrenkneifer hingegen ist ein mit Holzwolle ausgestopfter Tontopf (Blumentopf), der über Kopf an Baumzweige gehängt und von unten mit einem Netz verschlossen wird. Tönerne Blumentöpfe bieten auch der Erdhummel einen idealen Unterschlupf, nur werden sie hier nicht an Bäume gehängt, sondern verkehrt herum in den Boden eingegraben, sodass nur noch der Topfboden mit dem Einflugloch herausschaut.

Nisthilfen aus Strauch und Rohr

Eine Nisthilfe für Nutzinsekten kann man entweder aus Schilf-, Holunder- oder Binsenstängeln herstellen. Diese werden, parallel gepackt, in eine waagerecht aufgehängte Blechdose, beispielsweise eine ausgediente Getränkedose, gefüllt. Dosendeckel und -boden hat man vorher mit einem Büchsenöffner entfernt, eventuell scharfe Kanten mit einer Metallfeile geglättet - schließlich dienen die geöffneten Seiten als Einfluglöcher.

Nisttaschen aus zerschnittenen Holunderzweigen, Brombeerranken, Rosen, Schilf- oder Strohhalmen kann man einfach in Sträucher hängen. Wenn man keine Sträucher besitzt, kann man die Schilf- oder Bambushalme auch, umwickelt von einem starken Bindfaden, waagerecht an eine Südmauer, das Geländer eines Südbalkons oder einfach eine südliche Hauswand hängen.

Wenn man möchte, kann man vorher das Mark der Halme entfernen und somit Bauhilfe leisten, viele Insektenarten übernehmen das allerdings selbst. Auch leere Schneckenhäuser kann man als Unterschlupf für Nutzinsekten zweckentfremden.

Speisekammer schaffen

Neben den Nisthilfen - die es im Übrigen auch schon fertig zu kaufen gibt - gilt es nun, die passenden Pflanzen für die Nützlinge anzupflanzen. Für Bienenfreunde ist mittlerweile in vielen Geschäften sogenannter „Bienenschmaus“ erhältlich, der im Rahmen einer Benefizaktion für die bedrohten Bienenvölker entwickelt wurde.

Die Aussaat im Garten oder auf dem Balkon trägt dazu bei, dass die Blütenbestäuber wieder genügend Nahrung finden. Aber auch über die Anpflanzung von Himbeere, Mohn, Beinwell, Fingerhut, Nachtkerze, Minze, Glocken-, Ringel- und Sonnenblumen oder Kugeldistel freuen sich die Nutzinsekten.

Fazit:

Nachweislich lässt sich dadurch, dass man Nutzinsekten einen Lebensraum schafft, der Schädlingsbefall um bis zu 80 Prozent, bei Blattläusen gar zu 90 Prozent, verringern.

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