Allgemein

  Kommentare (4)

Gemüseanbau und Pflanzenaufzucht im eigenen Gewächshaus

Ein Gewächshaus bietet dem Gartenfreund viele Nutzungsmöglichkeiten über das ganze Jahr hinweg. Sowohl zum Gemüseanbau als auch zur kontrollierten Pflanzenzucht und als Aufbewahrungsort von Obst eignet sich der Bau. Es sollte allerdings auf die richtige Bewässerung und Bodenpflege geachtet werden.

Alles unter einem Dach

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Gewächshäuser kennen kein schlechtes Wetter! Daher ermöglichen sie nicht nur das Überwintern für Topf- und Kübelpflanzen, sondern können außerdem das ganze Jahr über für frisches Gemüse sorgen.

Kalthaus, Warmhaus oder temperiertes Haus?

Je nachdem welche Temperatur und Größe Dein Gewächshaus hat, lässt es sich für viele unterschiedliche Zwecke nutzen. Generell ist eine Ausstattung mit Arbeitstisch, Ventilatoren, Wärmespeicher beziehungsweise Heizvorrichtung und Fenstern für eine gute Belüftung empfehlenswert. Entdecke die neuen Möglichkeiten, die dieser Bau für die Gartenarbeit bedeuten kann!

Frisches Gemüse anbauen

Zu jeder Jahreszeit vereinfacht ein Gewächshaus das Anbauen von verschiedenen Gemüsesorten wie Zucchini, Gurken, Tomaten, Lauch oder Paprika. Auch Feldsalat und Spinat wachsen darin sogar noch schneller.

Nur in den lichtärmeren Monaten schränkt sich die Auswahl dann doch etwas ein: keine Knollen und Salatköpfe und bei anderen Sorten nur schwache Triebe.

Um dem entgegenzuwirken, sollten die Glasflächen sauber sein und optimalen Lichteinfall ermöglichen. Außerdem kannst Du noch spezielle Lampen für die richtige Lichtversorgung installieren. Vergiss nur nicht, dass die Pflanzen im Gewächshaus mehr Wasser brauchen als im Freien. Tägliches Gießen ist also meist ein Muss. Wem das zu anstrengend ist, der installiert am besten eine Bewässerungsanlage.

Eine große Auswahl bester Sämereien findest Du im Gartenwelt.de-Shop>>

Kleine Pflanzen ganz groß

Ausgestattet mit Heizung und Wachstumsleuchten lassen sich im temperierten Gewächshaus das ganze Jahr über Pflanzen ziehen. Die Aufzucht kann hier kontrollierter erfolgen als im Garten selbst, da Du selbst für konstante Temperaturen sorgen kannst.

Für die zusätzliche Würze kannst Du ebenso über den Anbau von Kräutern nachdenken, zum Beispiel Petersilie, Basilikum und Dill.

Darüber hinaus kannst Du das Gewächshaus auch nutzen, um Blumen und Gemüsekeimlinge auszusäen und groß zu ziehen. Später siedelst Du diese dann in den Garten über. Diese Prozedur eignet sich unter anderem für Kohlrabi, Sellerie, verschiedene Kopfkohlarten, Blumenkohl, Porree und Salat. Eine solche Jungpflanzenzucht bietet viele Gelegenheiten, um sich und die eigenen Gärtnerqualitäten auszuprobieren. Wenn Du es eine Nummer kleiner willst, gibt es für diese Zwecke sogar Mini-Gewächshausvarianten aus Kunststoff, die Du bequem auf der Fensterbank oder Ähnlichem platzieren kannst.

(Boden-)Pflege

Denke unbedingt daran, dass der Boden der Beete in einem Gewächshaus stärker genutzt wird. Daher kann er sich nicht so schnell wieder regenerieren wie unter freiem Himmel. Gute Pflege ist aus diesem Grund das A und O für das richtige Wachstum der Pflanzen. Verzichtest Du auf chemische Dünger und verwendest genügend und regelmäßig Kompost, brauchst Du die Erde selten oder sogar nie zu wechseln. Da die Pflanzen hier auf engerem Raum zusammenstehen, solltest Du sie stets aufmerksam auf Krankheiten und Schädlinge untersuchen, sonst ist ein übergreifender Befall kaum noch zu stoppen.

Aufbewahrungsort

Obst wie Äpfel und Birnen können über den Winter gut im Gewächshaus gelagert werden, wenn es sich nicht um ein Kalthaus mit niedrigen Temperaturen handelt. Das Obst hält sich gut bei einer gewissen Kühle und wenig Luftfeuchtigkeit. Am besten verpackst Du es in Plastiksäcken, die allerdings nicht zugebunden werden sollten.

Achte vor allem darauf, dass Du von Lagerfäule betroffenes Obst direkt aussortierst, damit der Pilz nicht um sich greift. Zur Einlagerung der Gemüseernte sollte die Luftfeuchtigkeit jedoch deutlich höher sein, damit das Gemüse auch im nächsten Jahr noch frisch und voller Vitamine ist.

Eine große Auswahl bester Gewächshäuser findest Du im Gartenwelt.de-Shop>>

Fazit:

Was in so einem Gewächshaus nicht alles möglich ist! Wie Du schnell merken wirst, kann dieser Bau eine ideale Anschaffung für Deine Gartenarbeit darstellen. Du und Deine Familie werdet so mit frischem Obst und Gemüse beglückt: Gartenfreude und Gesundheit das ganze Jahr über.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken

Unsere Topseller

  • Frühbeetkästen
  • Astscheren
  • Aufzuchtschalen
  • Gewächshäuser
  •   Kommentare(4)
  • Kommentar schreiben
U. Tüngler sagt am 13.02.2011 17:50
wie gießt man im gewächshaus? ich hatte im vorigen jahr viele schimmelstellen am boden und den pflanzen.
kann ich piaphoskan und langzeitdünger i.g. anwenden?
Annika von Gartenwelt.de sagt am 15.02.2011 10:01
Hallo, den Schimmel kannst Du vermeiden, indem Du Dein Gewächshaus immer gut belüftest. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist an sich morgens. Du kannst Dein Gewächshaus auch mit einer Zeitschaltuhr an Deinem Wasseranschluss und Tropfschlauch ausstatten, wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Zum Thema Düngen würde ich Dir empfehlen, nur organischen Dünger zu verwenden. Als Langzeitdünger eignet sich hier z.B. gekörnter Rinderdung. Ich hoffe, diese Tipps können Dir weiterhelfen und Du hast dieses Jahr mehr Erfolg in Deinem Gewächshaus!
Sent sagt am 22.02.2011 09:55
Was kann in einem Foliengewächshaus(ohne Heizung) angepflanzt werden?Es ist normaler Gartenboden vorhanden.
Doreen von Gartenwelt.de sagt am 23.02.2011 17:42
Bei einem Foliengewächshaus ohne Heizung können im Winter nur Pflanzen überwintern, die Temperaturen bis -18 °C aushalten. Es ist besser das Gewächshaus nur während der Vegetationsperiode zu nutzen. Ein wichtiger Punkt ist auch der Standort des Gewächshauses. In nördlichen Gegenden Deutschland wird es zeitiger wärmer als im Süden. Beachte dazu Deine örtlichen Wettervorhersagen. Reguläre Sommerpflanzen sollten erst am Mitte Mai in das Gewächshaus einziehen. In den Gärtnereien werden einige frostharte Pflanzen (z.B. Rosmarin) angeboten. Trotzdem solltest Du beachten, dass bei unseren Winter-Temperaturen bis -20 °C die Pflanzen trotzdem eingehen können. Ab April können Radieschen oder Spinat im Kaltgewächshaus angesät werden. Bei gekauften Jungpflanzen aus der Gärtnerei (ab April) solltest Du darauf achten, dass es noch zu Nachtfrösten kommen kann. TIPP: Über Nacht kannst Du eine gewöhnliche Haushaltskerze im Gewächshaus brennen lassen, um die Innentemperatur leicht zu erhöhen. Ein Blumentopf mit Sand gefüllt dient als Kerzenhalter. Du kannst die Kerze aber auch direkt in die Erde stecken. Die Kerze brennt über Nacht herunter. Wichtig hierbei ist aber die Brandschutzvorschriften zu beachten. Das Gewächshaus sollte wegen möglichem Windzug verschlossen sein. Ab Mai kannst Du Dein Gewächshaus beispielsweise mit Tomaten, Gurken oder Paprika bepflanzen. Im Sommer kann das Gewächshaus für exotische Pflanzen genutzt werden, die richtig viel Wärme benötigen. Auch Wein eignet sich für den Anbau im Gewächshaus. Beachte hierbei aber auch die entsprechende Luftfeuchtigkeit Deiner Pflanzen. Radieschen und andere heimische Gemüsepflanzen sollten im Sommer nicht im Gewächshaus angezogen werden. Sie kommen durch die hohen Temperaturen schneller zur Blüte.

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop