Pflanzen und Blumen

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Der Weihnachtsstern

Wenn du Glück hast, blüht der Weihnachtsstern genau zur Heiligen Nacht. Die Pflanze bringt Farbe in die dunkle Jahreszeit.

Ein Stern zu Weihnachten

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Weihnachtsstern (Aussehen)

Der Weihnachtsstern ist eine Zimmerpflanze. Er ist auch unter dem Namen Adventsstern, Christstern oder Poinsettie bekannt. Die Pflanzenart gehört zur Gattung Wolfsmilch aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Aufgrund der auffälligen und intensiv gefärbten Blätter ist der Weihnachtsstern begehrt.

Die Blätter werden oftmals allerdings für Blütenblätter gehalten. Dem ist jedoch nicht so, denn die Blätter des Weihnachtssterns nennen sich Hochblätter oder auch Brakteen.

Der Strauch, der in natürlicher Art immergrün aussieht, hat einen verholzten Stamm mit spärlicher Verzweigung und kann eine Höhe bis zu vier Metern erreichen. Die Pflanzen, die von Gärtnern gezüchtet werden, sind deutlich kleiner und auch stärker verzweigt.

Auf klein gezüchtet

Durch den gewollten „Befall“ mit Phytoplasmen (zellwandfreie Bakterien) kommt diese Verzweigung zustande. Die Stiele, die in etwa 2 bis 8 Zentimeter lang sind, haben Laubblätter, die dunkelgrün aussehen. Die Unterseite ist jedoch heller.

Durchschnittlich sind diese 12 x 7 Zentimeter groß (manchmal auch größer, beispielsweise bei dunklem Stand), länglich oval, häufig auch leicht gezahnt.

Blüten

Eigentlich sind die Blüten eher gelblich grün, klein und fallen nicht so sehr auf, sodass man diese nicht mit den großen Hochblättern verwechseln kann. Sie sitzen in deren Mitte. Der Blütenstand, auch Cyathium (spezielle Scheinblüten) genannt, sieht bei allen Wolfmilch-Arten wie eine Blüte aus, so auch beim Weihnachtsstern.

Die Blüten sind eingeschlechtlich, sind also entweder männlich oder weiblich. Es gibt im Zentrum des Cyathiums ( Blütenstandes) immer nur eine weibliche Blüte, die aus Griffel und Fruchtknoten besteht.

Im Kranz darum herum findest Du die männlichen Blüten.   Diese männlichen Blüten bestehen nur aus einem einzelnen, gestielten Staubblatt. Am Außenrand des Cyathiums kannst Du stehende Nektardrüsen entdecken. Beim Weihnachtsstern kommen sie entweder einzeln oder zu zweit vor. Sie sehen lippenförmig aus.

Blütezeit

Die Hauptblütezeit dieser Pflanzen ist in der Regel von November bis Januar oder sogar noch Februar. Doch kommt es auf den Standort an, denn ältere Pflanzen können auch fast ganzjährig blühen. Man nennt sie auch Kurztagspflanzen, was bedeutet, dass sie nur dann blühen, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Lichteinfall erhalten. An Standorten wie dem Äquator oder jenen in der Nähe ist es ganzjährig der Fall.

Gärtnereien in Mitteleuropa hingegen erzeugen künstlich die Dunkelphase der Pflanzen, die dadurch um mindestens 12 Stunden verlängert werden, damit diese pünktlich zur Adventszeit farbige Brakteen ausbilden. Dieses geschieht in etwa ab Oktober. Dadurch, dass die Weihnachtssterne manipuliert werden, kann man sie auch zu anderen Zeitpunkten zur Blüte bringen.

Ursprung

Zu finden ist der Weihnachtsstern hauptsächlich in den tropischen Laubwäldern wie Mittel- und Südamerika beispielsweise. Doch ist das Gebiet, in dem es diese Pflanze gibt, auch weit verbreitet und man findet den Weihnachtsstern des Weiteren auch in Mexiko, den Karibischen Inseln, Venezuela, Brasilien und Argentinien.

In diese tropischen und subtropischen Regionen wurde der Weihnachtsstern als Zierpflanze eingeführt, während er sonst vielfach verwildert ist. Bekannt sind größere Bestände in Afrika, Asien, Australien und dem Mittelmeer-Gebiet.

Bei den Azteken war die Pflanze unter dem Namen Cuetlaxochitl (Lederpflanze) bekannt. Angeblich war diese Pflanze von Moctezuma II das Lieblingsgewächs. Der Naturforscher Alexander von Humboldt brachte diese Pflanzenart von seiner Amerikareise als Erster nach Europa mit.

Idealer Standort

In der Weihnachtszeit ist der Weihnachtsstern eine besonders beliebte Pflanze. Deswegen sollte man auf Folgendes achten:

  • Standort: Hell und sonnig
  • Wuchshöhe: 15 bis zu 120 Zentimeter
  • Blütezeit: November bis März
  • Vermehrung: durch Kopfstecklinge

Pflege

Achte am besten schon beim Kauf darauf, dass die Pflanzen nicht bereits überblüht sind. Das kann man daran erkennen, dass die Blütenstände, die in der Mitte angeordnet sind, bereits teilweise oder gar vollständig abgefallen sind. Dieses ist wichtig, wenn Du lange etwas von den Pflanzen haben möchtest.

Zwischen 16 und 20 Grad und ein heller, sonniger Ort  in der Wohnung sind optimal für Pflanzen wie den Weihnachtsstern. Zugluft oder trockene und zu warme Luft hingegen mag er überhaupt nicht. Auch ein zu dunkler Standort lässt die Blätter sehr schnell vergilben und abfallen. Außerdem darfst Du den Weihnachtsstern nicht zu oft gießen, denn dann würde dieser bald absterben.

8 Stunden Tageslicht und 16 Stunden Dunkelheit braucht der Weihnachtsstern, wenn Du eine optimale Blütenbildung sehen willst. 20 – 22 Grad in etwa sind hierbei am besten. Beispielsweise würde eine Straßenbeleuchtung oder aber auch eine andere Unterbrechung der 16 stündigen Dunkelheit dazu führen, dass die Blütenbildung ausbleibt. Gut ist es außerdem, wenn die Pflanze 2 Mal in der Woche ungefähr 1 bis 2 Gramm Dünger pro Liter Wasser bekommt.

Fazit:

Mit der optimalen Pflege hält sich der Weihnachtsstern über eine lange Zeit und verliert dabei nicht an Schönheit.

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