Laubkrankheit

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Schutz vor der Minier-Motte

Die Minier-Motte, ein kleiner bis sehr kleiner Falter, befällt als Schädling verschiedene Laubbäume wie Ahorn, Kastanie, Eiche und Buche sowie verschieden Obstbäume, aber auch Lebensbaum und Scheinzypresse werden von den Schädlingen befallen.

Kranke Bäume

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Rosskastanie im Garten

Rosskastanie: Braunfärbung und frühes Welken

Besonders häufig betroffen sind die Rosskastanien, da die auf diese Bäume spezialisierte Art der Minier-Motte am häufigsten vertreten ist.

Durch Blattfraß schädigen die Motten im Larvenstadium das Laubwerk bzw. die Triebspitzen des Baumes und daher langfristig die gesamte Wirtspflanze.

Die Larven fressen sich während der verschiedenen Larvenstadien auf unterschiedliche Weise durch das Gewebe der Blätter und Triebe. Bei Laubbäumen sind die Gänge der Larven gradlinig parallel zum Blattnerv, dann seitwärts weiter geführt. In späteren Stadien nehmen die Gänge, die sogenannten Minen, eine kreisrunde Form an.

Da die Blattfläche durch den Fraß der Larven nach und nach reduziert wird, entsteht im Laufe der Jahre durch die reduzierte Photosynthese eine chronische Unterernährung des Baumes, was Wachstumsstörungen, gelegentlich verfrühten Fruchtfall und eine verminderte Lebenszeit des Baumes nach sich ziehen kann.

Schneller und häufiger sind die frühzeitige Braunfärbung und das Welken sowie der Fall der betroffenen Blätter bereits im Sommer. Bei den betroffenen Ziergehölzen verfärben sich die Triebspitzen braun. Wie schützt man nun den Baum vor den gefräßigen Larven?

Einsprühen

Da der Einsatz imidaclopridhaltiger Insektizide (angeblich ist der Wirkstoff Imidacloprid verantwortlich für das Massensterben von Honigbienen-Völkern) in den Haus- und Kleingärten verboten ist, bleibt Gärtnern nur die Möglichkeit, seinen Baumbestand vor der Minier-Motte zu schützen.

Das Laub muss nach seinem Fall eingesammelt und fachgerecht entsorgt werden.

Solange das Laubwerk noch fest am Baum sitzt, kann wenig gegen die gefräßigen Mottenlarven unternommen werden.

Die Stadt Erle setzt große Hoffnungen auf eine rein biologische Behandlung, dabei wird eine flüssige Mischung aus Niemsamen gewonnen mit denen die Bäume von April bis September alle 14 Tage besprüht werden müssen. Allerdings sind mit jährlichen Kosten von ungefähr 250 Euro pro Baum zu rechnen.

Erfolge werden sich dann im nächsten Jahr zeigen, wenn die Blätter grün bleiben, der Befall also deutlich zurück gegangen ist.

Laub sicher beseitigen

Laub rechen im Garten

Laub: Einsammeln und fachgerechte Entsorgung

Vor der Entsorgung des Laubs sollte sich der Gärtner beim zuständigen Gemeinderat erkundigen, ob das Verbrennen des Laubs im jeweiligen Wohngebiet gestattet ist.

Ist es erlaubt, kann und sollte das befallene Laub verbrannt werden.

Ist es dagegen verboten, in den Anlagen Laubwerk zu verbrennen, muss es in fest verschließbaren Plastiksäcken gelagert werden. Die Säcke dürfen nicht geöffnet werden, bis die letzten Falter ausgeschlüpft und in den Säcken gestorben sind.

Dies dauert je nach Jahreszeit zwischen zwei und sechs Monate, da jedes Jahr vier Generationen des Schädlings schlüpfen und die letzte Generation im Blatt überwintert. Dann erst darf der Sack geöffnet und sein Inhalt über den Müll entsorgt werden.

Sollten statt Laubbäumen Ziergehölze betroffen sein, ist mit den Triebspitzen nach dem Abschnitt ebenso zu verfahren.

Gibt es eine Vorbeugung gegen die Schädlinge?

Bisher konnte keine Methode gefunden werden, die Bäume zuverlässig vor dem Befall durch Minier-Motten zu schützen.

Verschiedenste Versuche, wie das Verwirren der Männchen durch Pheromone, um die Fortpflanzung zu verhindern, der Einsatz von Insektiziden oder verstärktes Aussetzen von Parasiten brachte keine wirklich Erfolg versprechenden Ergebnisse.

Da die aus dem asiatischen Raum stammenden Motten in Europa so gut wie keine natürlichen Fressfeinde haben, vermehren sie sich ungehindert weiter.

Fazit:

Da die kleinen Falter äußerst mobil sind, sollten auch im Umkreis befallener Bäume Laubsammlungen und Triebspitzenschnitte vorgenommen werden. Verstärkte Verfügbarkeit von Nistmöglichkeiten für einige einheimische Vögel könnte ebenfalls eine Möglichkeit sein, da Meisen, Schwalben und Mauersegler durchaus die Mottenlarven als Beute ansehen, wenn auch mehr zufällig. Zwar werden von einigen Firmen Spritzungen mit Pflanzenschutzmitteln angeboten, wie bei allen Behandlungen mit gängigen Insektiziden sollten jedoch auch in diesem Fall sorgfältig Risiko und Nutzen gegeneinander abgewogen werden. Ansonsten bleiben nur regelmäßige Triebschnitte, Laubsammlungen und das fachgerechte Entsorgen, um die kleinen Schädlinge in Schach zu halten.

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