Pflanzen und Blumen

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Schöne Bäume, Sträucher und Hecken – der richtige Schnitt macht's

Ein selbst angelegter, gepflegter Garten ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers; nach nur wenigen Schritten erreicht man das „grüne Wohnzimmer“, das Ruhe und Erholung bietet und so manchen Urlaubstag ersetzt.

Hecken und Bäume schneiden

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Nutzgarten

Der Nutzgarten liefert das eigene, frisch geerntete Gemüse für die Küche und die Früchte von Beerensträuchern und Obstbäumen können zu Kuchen, Marmelade oder Kompott verarbeitet werden.

Damit der Ernteertrag aber alljährlich stimmt und sich die Gehölze richtig entwickeln können, ist neben Wässern und Düngen auch das Schneiden eine wichtige Arbeit.

Der perfekte Schnitt

Über den optimalen Schnitt von Obstbäumen liegen die Experten sich in den Haaren. Doch Du kannst beruhigt sein, die eine Schnitttechnik existiert nicht. Denn je nach Obstsorte und Standort können verschiedene Methoden angewandt werden.

Die Gehölzpflege erfordert Erfahrung, Geduld und viel Zeit; lernen kann man die Grundbegriffe des Baumschneidens beispielsweise in Kursen von Gartenbauvereinen oder Baumschulen, die auch Tipps für das geeignete Werkzeug geben.

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen dem Sommerschnitt (Juli - September) und dem Winterschnitt (November - März); durch den Rückschnitt in der Vegetationsperiode wird das Baumwachstum gebremst und der Fruchtertrag erhöht (wichtig bei schnell wachsenden Gehölzen), in der vegetationslosen Zeit dient das Schneiden der Form, dem Wachstum und der Gesunderhaltung.

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Obstbäume

Der richtige Schnitt gewährt reiche Ernte

Rückschnitt Kernobst im Herbst

Obstgehölze sollten nur in trockenem Zustand bearbeitet werden, bei Temperaturen unter -5 °Celsius dürfen überhaupt keine Maßnahmen erfolgen, da dann das Holz brüchig ist und nur sehr schlecht verheilt.

Als Faustregel für Anfänger gilt, dass Steinobst (Kirsche, Pflaume, Aprikose, Pfirsich) nur in der Laubzeit beschnitten werden darf, während für Kernobst (Apfel, Birne) prinzipiell das ganze Jahr zur Verfügung steht (Temperatur beachten).

Die beste Zeit zum Schneiden von Apfelbäumen ist von November bis Januar, Kirschbäume kann man gleich nach der Ernte im Juli/August auslichten; eine Ausnahme stellen Aprikose und Pfirsich dar, die im Frühjahr kurz vor dem Knospenaufbruch beschnitten werden.

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Nadelgehölze

Die Nadel- und Laubhölzer im Garten bringen zwar keine Früchte für den Menschen (außer Walnuss und Esskastanie), die Tiere aber freuen sich über Tannenzapfen, Eicheln und Bucheckern; außerdem sind diese Bäume gute Schattenspender und dienen als Sicht- bzw. Windschutz.

Beliebte Baumarten sind Tanne, Buche, Birke und Ahorn; im Gegensatz zu Obstbäumen ist hier ein regelmäßiger Schnitt nicht notwendig, es müssen lediglich abgestorbene Äste und über die Grundstücksgrenze ragende Teile entfernt werden, sofern sie den Nachbarn stören.

Baum fällen

Wenn ein Baum komplett gefällt werden soll, so ist zunächst die Baumschutzverordnung zu beachten; diese ist jedoch nicht bundesweit einheitlich geregelt, sondern die kommunalen Behörden sind per Gesetz zum Erlass eigener Baumschutzsatzungen – allerdings auf freiwilliger Basis – ermächtigt worden.

Allgemein gelten Bäume mit einem Stammumfang von 80 Zentimeter in 1 Meter Höhe als schützenswert, der Durchmesser ist entgegen mancher landläufigen Meinung nicht relevant; in Berlin-Brandenburg gilt landesweit ein Wert von 60 Zentimeter Umfang bei 1,3 Meter über dem Erdboden. Vor einer Baumfällung sollte deshalb die Erlaubnis von dem zuständigen Ordnungs- beziehungsweise Umweltamt eingeholt werden, denn die Strafen sind drastisch (bis zu 50.000 Euro); ausgenommen von der Baumschutzverordnung sind jedoch Obstbäume und Bäume in Baumschulen.

Sträucher und Hecken – Schneiden hält in Form

Reife Stachelbeeren am Strauch

Stachelbeerstrauch vor der Ernte

Beerensträucher (Johannisbeeren, Stachelbeeren) werden am besten gleich nach der Ernte zurück geschnitten; dabei werden alte und sperrige Äste vor allem aus der Mitte des Strauches entfernt, das Holz sollte maximal 4 Jahre alt werden. Himbeerruten, die getragen haben, werden im Herbst dicht über dem Boden abgeschnitten; dadurch erhalten die jungen Triebe Platz zum Wachsen und ausreichend Licht für den Fruchtansatz im nächsten Jahr.

Immergrüne Sträucher wie Stechpalme, Ölweide oder Lorbeerkirsche können durch Schneiden im Frühjahr in Form gebracht werden, bei sommergrünen und -blühenden Gehölzen (unter anderem Jasmin, Goldregen, Flieder) erfolgt der Rückschnitt je nach Blütezeit im Spätsommer oder Herbst.

Die Hecke übernimmt im Garten diverse Aufgaben als Weg- bzw. Beetumrandung, Sicht- und Windschutz oder als trennendes Element zwischen zwei Gartenbereichen; außerdem ist sie ein wichtiger Lebensraum vieler Tiere. Für Beeteinfassungen eignet sich der immergrüne Gemeine Buchsbaum hervorragend, da er leicht in Form geschnitten werden kann; beliebte Pflanzen für mittelhohe Sichtschutzhecken sind Liguster, Zwergmispel, Geißblatt und Gemeine Eibe, während Montereyzypresse, Lebensbaum und Rotbuche durch ihre Wuchshöhe bis zu 5 Meter einen guten Windschutz bieten.

Die meisten Gartenhecken werden im Frühjahr und im Herbst gestutzt, der Formschnitt bei Thujen, Zypressen und Rotbuchen erfolgt dagegen einmal jährlich im Hochsommer; regelmäßiges Schneiden fördert einen dichten Wuchs und erhält die gewünschte Form, so dass nur kleine Korrekturen notwendig sind. Für eine gleichmäßige Höhe der Hecke beim Formschnitt sorgt eine gespannte Richtschnur, die als oberes Höhenmaß dient. Die Seiten werden dann schräg von unten nach oben abnehmend geschnitten, damit ein trapezförmiges Profil entsteht; so erhalten auch die bodennahen Blätter genug Licht zum Wachsen.

Optimale Werkzeugwahl

Bei der Gartenarbeit ist qualitativ hochwertiges Werkzeug von großem Wert, Billigkäufe lohnen sich hier nicht und bereiten nur Ärger.

Zum Schneiden von dünnen Ästen und Strauchtrieben genügt meist eine Schere, wie sie normalerweise im Garten verwendet wird.

Beim Kauf dieser Gartenhelfer kann auf viele Details geachtet werden: Eignung für Links- und Rechtshänder, Verfügbarkeit einer Ratschenfunktion und viele mehr...

Für Äste bis ca. 5 Zentimeter Durchmesser verwendet man langstielige Astscheren mit etwa 45 Zentimeter langen Griffen; bei einigen Modellen sind diese Schenkel ausziehbar, so dass auch Äste in größeren Höhen ohne Leiter zu erreichen sind.

Zum Entfernen von ganz starken Ästen sind Sägen am besten geeignet; für schwer zugängliche Stellen empfiehlt sich eine Baumsäge mit einem schmalen, leicht gebogenen Blatt, das spitz zuläuft; sie schneidet beim Heranziehen und erleichtert so die Arbeit.

Viele Sägen können auch via Teleskopstiel verlängert werden, so dass auch in einer Höhe von 5 Metern problemlos gearbeitet werden kann. Die Gardena Cs. Gart. Säge 8752-20 erwies sich als sehr gut: Aststärken von ca. 8 Zentimetern konnten problemlos bewältigt werden. Zudem trumpft Gardena mit seiner erwähnenswert langen Garantiedauer von 25 Jahren.

Kettensägen und Heckenscheren gibt es im Fachhandel mit Elektro- oder Motorantrieb, wobei die Elektroausführungen leichter und v.a. deutlich leiser sind; einige Elektrokettensägen können mit einem Stiel verlängert werden, so dass man damit auch die Baumkronen erreicht.

Der Nachteil der Elektromodelle ist die Kabelzuführung gerade in weitläufigeren Gärten, wo Kabelrollen als Verlängerung eingesetzt werden müssen; motorgetriebene Geräte sind zwar unabhängiger, während des Betriebes ist jedoch ein Gehörschutz zu empfehlen.

Bei einem Kauf sollte man deshalb je nach Einsatzbereich das geeignete Modell auswählen – aber auch das beste Werkzeug ersetzt keinen „grünen Daumen“.

Fazit:

Nur mit dem richtigen Werkzeug und der optimalen Schnitttechnik erzielst Du gute Ergebnisse.

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