Naturstein
Kommentare (2)Natursteine reinigen – so bringst Du die Natur zum Glänzen
Wer seinen Steinen mit Scheuermilch und Salzsäure zu Leibe rückt, hat nicht lange Freude an seinem edlen Natur-Material. Denn Steine vertragen eine Behandlung mit scharfen Putzmitteln nicht.
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Natursteinflächen sollten grundsätzlich nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden.
Wenn möglich, sollte man stattdessen nur mit reinem Wasser arbeiten. Mit dem Wasserauftrag und der Dosierung von Reinigungs- und Pflegemittel sollte man sich zurückhalten. Starke Verschmutzungen sollten kleinflächig mit Bürsten und evtl. einem pH-neutralen Reinigungsmittel entfernt werden.
Die Reinigung beeinflusst die rutschhemmenden Eigenschaften der Bodenbeläge wesentlich und ist auf die Erfordernisse der Rutschsicherheit abzustimmen. In Bereichen mit Rutschgefahr ist der Einsatz von Pflegemittel und deren Einfluss auf die Rutschsicherheit zu prüfen. Geeignete Reinigungs- und Pflegemittel sind im Naturwerkstein-Fachbetrieb erhältlich.
Die Entfernung starker Verunreinigungen und die Anwendung von Imprägnierungen, Versiegelungen o.ä. sollten dem Naturwerkstein-Fachbetrieb überlassen werden. Häufig werden Steinoberflächen durch Schmutzpartikel oder Streusalze geschädigt, die von außen hereingetragen werden. Dies kann durch die Anordnung geeigneter Sauberlaufzonen (z.B. mit Reinigungsrosten, Fußmatten, o.ä.) verhindert werden. Naturwerksteine können durch Feuchtigkeitsaufnahme dunkler und/oder matter werden. Diese natürliche Erscheinung bildet sich nach Austrocknung der Natursteine wieder zurück.
Raue Naturwerksteinbeläge
Oberflächenstrukturiert (rau) sind beispielsweise spaltraue Naturwerksteine (Solnhofener, Schiefer, Quarzit etc.) oder grob bearbeitete Werksteinböden (z.B. Granit geflammt, gestrahlt; Sandstein oder Kalkstein gestockt, geriffelt, grob geschliffen etc.).
Erstpflege
Gewöhnlich kann auf eine Erst- oder Einpflege verzichtet werden. Bei porigen, saugfähigen Naturwerksteinböden können Lacke, Öle und Fette tief in das Gefüge des Steins eindringen und das Aussehen verändern. Als Schutz kann vorsorglich eine wasser- und ölabweisende Imprägnierung, z.B. auf Basis von Silikonen, durch einen Naturwerkstein-Fachbetrieb aufgebracht werden. Viele Verschmutzungen lassen sich dann besser beseitigen.
Wird eine Farbvertiefung gewünscht, so kann der Belag auch mit Wischpflegemitteln mit wasserlöslichen Polymeren oder mit Seifenreinigern eingepflegt werden. Eine Behandlung mit Polymerdispersion ist dagegen nicht geeignet.
Unterhaltsreinigung
Grobe, aufliegende Verschmutzungen (z.B. Papierknäuel, Büroklammern, Verpackungsmaterial) werden durch Kehren beseitigt. Aufliegender Feinschmutz wie z.B. Staub und Flaum kann nur bedingt durch die Feuchtwischmethode entfernt werden, da das Wischgerät auf dem rauen Boden nicht gleitet und dies einen raschen Verschleiß der Reinigungstextilien zur Folge hat. Zur Beseitigung von haftenden Verschmutzungen wie z.B. Getränkeflecken oder Straßenschmutz eignet sich das Nassscheuern unter Verwendung von Alkoholreiniger, Allzweckreiniger, Neutralreiniger und Wischpflegemittel mit wasserlöslichen Polymeren, wobei das natürliche Aussehen der Beläge dann optimal erhalten bleibt, wenn mit Alkoholreinigern gearbeitet wird, da diese die geringsten Rückstände hinterlassen.
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Zur Beseitigung wasserlöslicher Rückstände reichen Wischpflegemittel meist aus. Es sollte darauf geachtet werden, dass diese keine Schichten aufbauen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann auch ein spezieller Reiniger nach Herstellerangaben eingesetzt werden. Generell sollte für die Reinigung größerer Verschmutzungen ein Naturstein-Fachunternehmen hinzugezogen werden.
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Fazit:

Bei der Reinigung von Naturstein im Haus- und Gartenbereich sollte auf chemische Keulen verzichtet werden. Die Gefahr, dass Du Dir damit etwas kaputt machst ist einfach zu groß, und eine Schädigung des Materials rückgängig zu machen ist nicht möglich.
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habe fliesenkleber auf den natursteine, wie kann ich das reinigen.
danke im voraus.
Hallo Martha, bei Naturstein solltest Du auf alle Fälle vorsichtig sein, was den Einsatz von Lösungsmitteln angeht. Diese sind meist sehr aggressiv und können auf Naturstein hässliche Flecken hinterlassen. Erkundige Dich am besten bei einem Fachhändler, welche Mittel Du verwenden darfst und probiere diese zunächst an einer kaum sichtbaren Stelle vorher aus. Falls Deine Steine nicht eingefärbt sind, könntest Du versuchen, die Reste des Fliesenklebers vorsichtig von den Steinen abzuschleifen.
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Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf GmbH, Lübeck
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