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Was ist eine Pelletheizung? Vor- und Nachteile

Pelletheizungen werden mit Presslingen aus Sägemehl und Holzspänen befeuert. Die Pellets werden somit aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, die klimaneutral verbrennen. Allerdings hat eine moderne Pelletheizung auch ihren Preis.

Das Heizen mit Pellets bringt Energie

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Die Geschichte der Holzpellets

Die Pelletkaminöfen kamen in den USA bereits in den 70er Jahren zur Anwendung.

Gegen Ende der 70er, bzw. am Anfang der 80er Jahre wurden die Pelletöfen auch von europäischen Ofenfirmen gefertigt und waren insbesondere in Österreich und Skandinavien sehr beliebt.

In Deutschland wurden Holzpelletsheizungen erst im Jahr 1997 zugelassen. Mittlerweile hat Deutschland auf diesem Sektor jedoch eine Vorreiterrolle inne. So wurden hierzulande allein in den Jahren 1999 bis 2008 etwa 100 000 Pelletheizungen montiert.

Mit Holz heizen ist klimafreundlich

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der CO 2 neutral verbrennt, denn es wird nur das CO 2 beim Verbrennen freigegeben, das sich während der Wachstumsphase des Baumes eingelagert hat. Daher fällt die Klimabilanz der Pellets besser aus als die der fossilen Brennstoffe Öl und Erdgas.

Für die Herstellung der Pellets werden überwiegend die Holzabfälle und Späne aus der möbelverarbeitenden Industrie verwendet. Diese Abfallstoffe zu Heizzwecken zu nutzen, entspricht einem umweltgerechten Handeln. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage werden mittlerweile jedoch auch schon ganze Baumstämme zu Pellets verarbeitet.

Mit den Pellets immer auf der sicheren Seite

Wenn Du mit Pellets heizt, so bist Du nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängig.

Im Gegensatz zu der Versorgung mit Öl oder Erdgas kann im Falle eines Lieferengpasses oder bei einem starken Preisanstieg im Bereich der fossilen Brennstoffe auf heimische Holzressourcen zurückgegriffen werden. So entsteht eine Unabhängigkeit von ausländischen Lieferanten.

Des Weiteren bleiben Menschen, die mit Pellets heizen, von den etwaigen Turbulenzen auf dem Weltwirtschaftsmarkt unberührt.

Holzpellets erzeugen Ozon und Feinstaub

Die Freisetzung von Ozon ist während der Verbrennung von Holzpellets geringfügig höher als beim Verbrennen von Öl und Erdgas. Da eine erhöhte Ozonbelastung in Verbindung mit der Sonneneinstrahlung jedoch nur im Sommer zum großen Problem werden kann, ist diese Tatsache nicht allzu tragisch, weil die Pelletsheizungen naturgemäß ohnehin nur in den Wintermonaten in Betrieb genommen werden.

Des Weiteren werden bei der Verbrennung von Pellets etwa 29 Milligramm Feinstaub pro Kilowattstunde erzeugt. Um die Feinstaubemissionswerte zu senken, wurden mittlerweile jedoch innovative Pelletheizanlagen entwickelt.

Mögliche Alternativen zu den Holzpellets

Bezüglich der Herstellung der Pellets gibt es mehrere Alternativen zur Verwendung des Rohstoffs Holz.

Diese alternativen Brennstoffe befinden sich jedoch noch in der Erprobung. So arbeiten die Forscher zum Beispiel an der Entwicklung von Restwertpellets aus Mühlenrückständen, von Pellets aus Stroh, aus nichtholzartiger Biomasse, Elefantengras, Rapskuchen und Getreide.

Allerdings konnte bis jetzt noch kein rundum zufriedenstellendes Resultat erzielt werden, da die meisten der vorgenannten Brennstoffe zur Verschlackung des Heizkessels führen.

Verschiedene Pelletheizsysteme

Es existieren derzeit verschiedene Möglichkeiten, die Holzpellets als Brennstoff zu nutzen. Seit längerer Zeit schon werden Einzelöfen angeboten, die von Hand befüllt und in regelmäßigen Abständen ausgesaugt und gereinigt werden müssen. Für die Befüllung stehen 15 Kilogramm-Säcke zur Verfügung.

Mittlerweile hat sich jedoch ein System durchgesetzt, im Rahmen dessen die Öfen automatisch befüllt werden. Die Pellets lagern diesbezüglich nicht mehr in Säcken, sondern werden lose und in größeren Mengen an einen geeigneten Lagerplatz befördert.

Des Weiteren entscheiden sich immer mehr Menschen auch aus Gründen der Bequemlichkeit für eine wassergeführte Pelletzentralheizung.

Förderung vom Staat

Eine Pelletheizung ist zwar teurer als eine Öl- oder Gasheizung, dafür kannst Du bei der Anschaffung einer Pelletheizung aber auch mit staatlichen Fördergeldern rechnen. Die Anschaffung von Pelletheizungen wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen des Marktanreizprogramms mit einem attraktiven Zuschuss gefördert.

Nachdem die Förderung im Mai 2010 vorübergehend eingestellt wurde, besteht seit dem Juli 2010 wieder die Möglichkeit, in den Genuss eines Zuschusses zu kommen. Allerdings gelten die Vorzüge nur für bestimmte Heiztypen. Bei diesbezüglichen Fragen kannst Du Dich an Deinen Ofenhändler wenden.

Fazit:

Auch wenn eine Pelletheizung in der Anschaffung ein wenig teurer ist als eine Öl- oder Erdgaszentralheizung, bringt die Installation einer Pelletheizung dennoch einen klimatechnischen und auch finanziellen Nutzen, da die Pellets in der Regel günstiger sind als Öl oder Erdgas. Wer sich für eine Pelletheizung entscheidet, hat sich demnach für ein Heizungssystem mit Zukunft entschieden.

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