Heizen im Winter

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Heizen mit Holz

In Zeiten steigender Preise für fossile Brennstoffe stellt sich derzeit die Frage nach echten Alternative. Wir zeigen, welche Vorteile Holz als Brennmittel mit sich bringt.

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Heizen als Alternative

In Zeiten steigender Preise für fossile Brennstoffe stellen sich immer mehr Menschen die Frage nach alternativen Heizsystemen. Wurden in den letzten Jahrzehnten Öl- und Gasheizungen vor allem auf Grund des hohen Komforts bevorzugt, geht der Trend nunmehr wieder in Richtung nachwachsender Rohstoffe.

Welche Möglichkeiten bestehen?

Prinzipiell ist zwischen zwei Arten der Heizung zu unterscheiden. Einerseits kann die Holzheizung als Zentralheizung dienen und sowohl Heizung als auch Warmwasser abdecken. Andererseits kann sie jedoch auch nur als Zusatzheizung verwendet werden.

Zentralheizung mit Holz

Wer in Zukunft seinen gesamten Heizungs- und Warmwasserbedarf über eine Holzheizung abdecken will, hat mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Da ist zum einen der klassische Stückholzkessel, außerdem die Pelletsheizung oder aber auch eine Hackschnitzelheizung.

Alle diese Systeme sollten immer in Kombination mit einem Pufferspeicher kombiniert werden, um die produzierte Wärme nur nach und nach in den Heizkreislauf abzugeben und auch den Rücklauf entsprechend zu verwerten.

Der Scheit- oder Stückholzkessel

Hier existieren momentan sehr moderne Geräte auf dem Markt, welche mit den klassischen Holzkessel, wie sie aus alten Zeiten bekannt sind, nur sehr wenig gemein haben. Zum einen sind die Wirkungsgrade der Kessel stark angestiegen und liegen mittlerweile deutlich über 90% (was auch das Ascheaufkommen deutlich reduziert).

Zum anderen regeln moderne Kessel beinahe alles automatisch, so dass eine lange Brenndauer möglich ist. Dieses System eignet sich vor allem in Kombination mit großen Pufferspeichern für Niedrigtemperatursysteme, die mit Vorlauftemperaturen von 40°C und weniger auskommen. Hier ist es bei komplett aufgeheiztem Pufferspeicher möglich, die Wärme über bis zu 48 Stunden zu entnehmen.

Dadurch ist dieses alles in allem sehr günstige und umweltfreundliche Heizsystem auch schon sehr komfortabel. Der große Nachteil dieser Art zu Heizen besteht ohne Zweifel darin, dass die Einlagerung der Brennstoffe doch einen gewissen Platz erfordert und auch einen beträchtlichen Arbeitsaufwand darstellt. Vor allem in ländlichen Gegenden ist es aber dafür möglich, sehr günstig den Rohstoff zum Heizen zu bekommen.

Die Pelletsheizung

Die Pelletsheizung ist einer der neuen Trends im Heizungssektor. Hier wird Holz, das heißt Sägespäne, unter Hochdruck zu den Pellets gepresst. Diese werden dann entweder in Säcken in einen Vorratsbehälter am Heizkessel eingebracht oder aber über eine Schnecke direkt vom Pelletslager in den Kessel transportiert.

Im Kessel erfolgt die Verbrennung der Pellets, so dass eine gleichmäßige Temperatur am Vorlauf entsteht. Die Pellets können entweder als Säcke gekauft werden, in einem eigenen Lagerraum oder auch einem Pellettank untergebracht werden. In Vorratsraum oder Tank werden die Pellets mittels eines Tankwagens eingebracht.

Insgesamt ist diese Methode der Heizung noch komfortabler als ein Stückholzkessel, aber auch ein wenig teurer in Anschaffung und Betrieb. Dazu können die künftigen Pelletspreise kaum seriös kalkuliert werden.

Die Hackschnitzelheizung

Die Funktionsweise, Vorteile und Nachteile der Hackschnitzelheizung sind der Pelletsheizung sehr ähnlich. Unterschiedlich ist nur der Rohstoff und die Art der Verbrennung. Voraussetzungen wie Lagerraum, etc. sind die gleichen.

Zusatzöfen mit Holz als Heizmittel

Auch hier bietet der Markt viele Möglichkeiten, wie offene Kamine, Specksteinöfen, Kachelöfen, Tischherde, Pelletsöfen. Zusatzöfen haben den großen Vorteil, dass sie ihre Wärme sehr schnell und direkt abgeben. Dazu ist die Wärme von direktem Feuer bekanntermaßen eine andere als die eines Radiators oder auch einer Fußbodenheizung.

Und wer träumt nicht davon, abends vor einem Kaminfeuer zu liegen? Manche Modelle von Zusatzöfen können darüber hinaus auch in die Zentralheizung eingespeist werden und heizen so auch andere Räume mit.

Holzarten

Es wird vor allem zwischen zwei Holzarten unterschieden - weichem und hartem Holz. Der größte Unterschied ist die Brenndauer, sie kann bei hartem Holz wie Eiche und Buche bis zu doppelt so lange sein wie bei weichem Holz. Hier seien vor allem Fichte und Birke genannt. Hartes Holz ist dafür aber im Einkauf im Schnitt beinahe doppelt so teuer, welchem Holz man den Vorzug gibt liegt an einem selbst.

Fazit:

Heizen mit Holz ist heutzutage eine echte Alternative geworden. Vor allem in Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung im Sommer stellt die Holzheizung großen Komfort gepaart mit Umweltfreundlichkeit und niedrigen Heizkosten zur Verfügung. Insbesondere Zusatzöfen werten ein Haus an kalten Wintertagen deutlich auf.

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