Pflanzen und Blumen

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Rosen im November pflanzen

Der Spätherbst ist eine hervorragende Pflanzzeit für Rosen. Wenn man sich an einige Regeln hält, ist es gar nicht schwer, der Königin der Blumen zu einem guten Start im eigenen Garten zu verhelfen. Ob man hierbei nun neue, wurzelnackt angebotene Rosen pflanzt oder eine bereits vorhandene Rose umpflanzen möchte – die Vorgehensweise ist sehr ähnlich.

November ist Rosenpflanzzeit

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Rosen – vom Feld ins Beet

Im Herbst ist Hochbetrieb in den Rosenschulen, denn jetzt werden auf den Feldern die Rosen gerodet, entlaubt und an Trieben und Wurzeln eingekürzt. Nun kommen sie in den Versand – oder ins Kühlhaus, für die Lieferung und Pflanzung im Frühjahr. Doch wenn man nicht gerade einen klimatisch extremen Ort sein Zuhause nennt, spricht vieles für die Herbstpflanzung. Denn selbst wenn der erste Frost schon vor der Tür steht - der Boden ist in der Regel noch warm genug, so dass die Rose gut einwurzeln kann, ohne dass sie Kraft in die Bildung und Versorgung von oberirdischen Pflanzenteilen stecken muss.

Bodenvorbereitung ist die halbe Miete

Rosen sind Tiefwurzler, die einen humosen, tiefgründigen Boden lieben. Deshalb ist eine gute Bodenvorbereitung wichtig, gerade wenn Euer vorhandener Gartenboden ein Lehmboden mit hohem Tonanteil ist, der leicht Staunässe aufkommen lässt. Aber auch, wenn der Boden sehr sandig ist und Wasser und Nährstoffe nicht gut halten kann. Bei schweren, tonigen Böden hilft das Einarbeiten von Sand und Humus. Humus, als organischer Bodenbestandteil, ist ebenfalls bei leichten, sandigen Böden ein hervorragender Zusatz, denn er erhöht das Wasserspeichervermögen.

Wer mehr als ein oder zwei Rosen pflanzen möchte, tut gut daran, die Pflanzstellen kurz vor Eintreffen der Rosen vorzubereiten. Hierfür wird das Loch knapp zwei Spaten tief ausgehoben (die endgültige Tiefe kann man erst abschätzen, wenn die Rose da ist). Jetzt kann man die Bodenqualität überprüfen, den Boden gegebenenfalls verbessern und das Loch (unbedingt!) wieder locker auffüllen. Das klingt erst einmal nach doppelter Arbeit, doch meiner Erfahrung nach geht das Pflanzen viel schneller von der Hand, wenn das Pflanzloch bereits einmal ausgehoben wurde. So manch einer ist nämlich beim Graben schon auf unliebsame Überraschungen wie stark verdichtete Unterböden oder große Steine gestoßen, deren Beseitigung einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Wenn die Rosen kommen

…sind sie meistens in feuchte Holzwolle verpackt. Wenn man noch nicht gleich pflanzen kann, können die wurzelnackten Rosen notfalls so eingepackt, wie sie gekommen sind, an einem kühlen Ort kurz gelagert werden. Besser ist es, sie in einem Wassereimer stehend zu lagern, so kann auch ein etwas längerer Zeitraum bis zum Pflanzen überbrückt werden.

Bei der Frage, ob wurzelnackte Rosen generell vor dem Pflanzen gewässert werden sollen, gibt es unterschiedliche Meinungen. Früher wurde in jedem Fall dazu geraten, heute werden zum Teil Stimmen laut, die dieses Vorgehen, zumindest bei der Herbstpflanzung, für unnötig halten. Den Rosen ist es meistens egal, sind sie doch oft viel widerstandsfähiger als ihr Ruf vermuten lässt. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die  Rosen über Nacht in einer Wanne mit kaltem Wasser  „schwimmen“ zu lassen, um sie dann am nächsten Tag zu pflanzen.

Nun wird gepflanzt

In das vorbereitete Pflanzloch wird die Rose so gesetzt, dass die Wurzeln nicht geknickt sind und genügend Raum haben. Ganz wichtig ist es, dass die Veredelungsstelle – die Verdickung über der Wurzel, an der die Triebe entspringen – mindestens fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche sitzt. Dies kann es der Pflanze ermöglichen, erneut auszutreiben, wenn nach einem sehr strengen Winter alle oberirdischen Triebe erfroren sein sollten. Außerdem hat die veredelte Rose so die Möglichkeit, eigene Wurzeln zu bilden.

Das Pflanzloch wird aufgefüllt, die Erde mit den Händen fest gedrückt, in die obere Erdschicht kann man eine Schaufel voll Kompost geben. Nun wird kräftig angegossen, damit sich eventuelle Löcher im Boden schließen und die Wurzeln guten Bodenkontakt erhalten. Zuletzt mit normaler Erde anhäufeln, so weit, dass nur noch die Triebspitzen zu sehen sind. Das Anhäufeln bietet zusätzlichen Schutz und ist auch bei Frühjahrspflanzung unbedingt notwendig, da es vorzeitiges Austreiben der Rose verhindert. Anschließendes Abdecken mit Reisig schützt nochmals und verhindert das Wegspülen der Erde, falls es zu starken Regenfällen kommen sollte.

Umsetzen von Rosen

Muss eine Rose innerhalb des Gartens umziehen, sollte man versuchen, den Wurzelballen möglichst tief abzustechen und so viele Faserwurzeln wie möglich an der Pflanze zu erhalten. Nun wird die Rose wie folgt behandelt:

•    Einkürzen der Hauptwurzeln, Abschneiden aller beschädigten Wurzelteile
•    Entfernen aller Blätter
•    Kürzen aller Triebe auf ungefähr 25 Zentimeter
•    Einpflanzen wie beschrieben

Fazit:

Rosen werden am besten wurzelnackt im Spätherbst oder sehr zeitigen Frühjahr in den frostfreien Boden gepflanzt.

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Antje Lindner ist Experte für Hobbygarten
Antje Lindner
aus Augsburg
Experte für Hobbygarten
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Antje schreibt zu saisonalen Themen und über aktuelle Aktivitäten im Garten. Besonders gerne gestaltet sie ihren Garten um, legt Beete an und probiert neue Methoden aus.

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