Pflanzen und Blumen
Kommentare (0)Ein Spätherbsttag in meinem Garten
Das Gros der Gartenarbeiten für dieses Jahr ist erledigt. Doch Regentonne, Gartendekoration, Kompost und einige Pflanzen fordern noch einmal des Gärtners Aufmerksamkeit.
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Wie immer zu dieser Jahreszeit habe ich das Gefühl, mir läuft die Zeit davon. So viele Sachen, die ich noch erledigen wollte, Unvorhergesehenes, Aufgeschobenes und einige wenige Dinge, die man jetzt noch machen muss, denn der Winter naht im Eilzugtempo.
Was noch zu tun bleibt
Bei meinem Gartenrundgang nehme ich mir zuerst die Regentonnen vor. Die Hähne werden geöffnet, damit das Wasser ablaufen kann, denn die Kraft des Eises schafft es locker, eine Regentonne zu sprengen. Aus einem ähnlichen Grund entferne ich auch restliches Laub vom Dach des Gewächshauses. Wenn das durchnässte Laub gefriert, können sich schwere Eisplatten bilden.
Apropos Laub: Wenn die Bäume endlich alles abgeworfen haben kommen, je nach Laubmenge, noch einmal Rasen- respektive Laubmäher oder Rechen zum Einsatz. Das Laub landet dann auf den Blumen- und Kräuterbeeten meines Vorgartens und schützt dort vor allem Lavendel, Kräuter wie Salbei und Petersilie und frostempfindliche Zwiebeln. Im restlichen Garten kann ich es mir sparen, das Laub auf die Beete zu bringen, denn dort landet es direkt von den Bäumen und Sträuchern. Das Restlaub vom Rasen kommt auf den Kompost und ist dann im nächsten Herbst schönste Gartenerde.
Spätestens jetzt kommen frostempfindliche Topfpflanzen, die ich im Gewächshaus zwischengelagert habe ins Haus. Mein Feigenbaum im Topf verträgt einige Minusgrade; das Laub hat er bereits abgeworfen, jetzt darf er an einem Fenster in der kalten Garage überwintern, so hat er sogar den letzten Winter problemlos überstanden.
Seit dem Frühjahr habe ich zwei kleine Rosenstämmchen im Topf. Da Rosen im Allgemeinen Frost vertragen, im Topf aber vor extremen Temperaturschwankungen durch Wind und Wetter geschützt werden sollen, werde ich versuchen, sie im Gewächshaus zu überwintern. Beschattet und zusätzlich eingepackt mit Styropor, sollten sie den Winter – bei regelmäßigem Lüften und Gießen an frostfreien Tagen – gut überstehen.
Gartendekorationen aus nicht frostfester Terrakotta und anderen empfindlichen Materialien lagere ich bis zum Frühjahr im Schuppen. Dort überstehen sie den Winter auch bei Dauerfrost gut, denn das eigentliche Problem sind nicht die Minusgrade, sondern in das Material eindringendes und dann gefrierendes Wasser.
... und noch einmal: pflanzen und schneiden
Eigentlich habe ich fast alle wurzelnackten Gehölze, vor allem viele Rosen, schon in den letzten Tagen gepflanzt. Doch von irgendwoher kommt immer noch irgendetwas, was gepflanzt werden will.
Dieses Jahr sind es drei Rosen, die aus einem anderen Garten ausquartiert wurden und ein neues Heim suchen. Vorübergehend kommen sie in den Schuppen in einen Eimer mit Wasser, bis ich nach der fünften Gartenrunde endlich noch ein paar Plätzchen für sie gefunden habe. Das ist nicht so einfach, weil mir die Rosenspenderin weder Angaben zu Wuchshöhe noch zu Farben machen konnte.
Da der Boden noch nicht gefroren ist, kann noch problemlos gepflanzt werden; wäre jetzt schon Dauerfrost, würde ich an geeigneter Stelle einen flachen Graben ausheben und die Rosen mit Wurzeln und Veredelungsstelle schräg hineinlegen, in Erde einschlagen und mit Reisig schützen. So könnten sie bis zur nächsten frostfreien Periode oder sogar bis zum Frühjahr gelagert werden.
Nach den ersten Frostnächten sind viele Stauden, die bis dahin zum Teil sogar noch gut belaubt waren, matschig. Nun kann man das Laub einfach liegen lassen, bis zum Frühjahr ist es oft auch schon verrottet. Bei meinen Hosta mache ich das nicht, hier schneide ich den Matsch weg, denn meistens finde ich unter den Blättern noch Schnecken und Schneckengelege. Da ich die Pflanzen durch das Entfernen des Laubes auch ihres natürlichen Winterschutzes beraubt habe, bekommen sie eine dicke Laubdecke und überstehen so jeden Winter.
Und noch einmal setze ich die Schere an: beim Clematisrückschnitt. Je nach Clematisart und Rückschnittgruppe kürze ich meine Pflanzen im November/Dezember auf die Hälfte (Rückschnittgruppe 2/B) oder auf 20 bis 50 Zentimeter über dem Boden (Rückschnittgruppe 3/C).
Kompost
Eine typische Herbstarbeit in meinem Garten ist das Kompostsieben. Der Kompost vom letzten Jahr ist nun reif; ich siebe ihn und lagere ihn bis zum Frühjahr, denn bis ich mit dem Sieben fertig bin, sind meine Beete bereits unter einer Laubdecke verschwunden. So wartet die Komposterde mit einer Folie abgedeckt, die das Aus- und Wegspülen verhindert, bis ich sie im Frühjahr auf den Beeten verteile.
Fazit:
Wenn die Regentonnen leer sind und alles, was frostgefährdet ist, geschützt wurde, sind die wichtigsten Arbeiten erledigt.Und wenn mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, bleibt der Kompost bis zum Frühjahr ungesiebt und die nicht aufgespürten Schnecken können sich der Hoffnung hingeben, dass ihnen im Frühjahr zarte Blättchen direkt ins Maul wachsen. Doch dann bin ich rechtzeitig zur Stelle!
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