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Unser Kompost im Winter

Der Kompost liefert ganz umsonst wertvolle Gartenerde. Auch im Winter ruht er nicht wirklich, sondern arbeitet durch die Verrottungswärme in seinem Inneren rastlos weiter. Aber er darf nicht austrocknen und sollte abgedeckt werden. Wie liefern einige Tipps.

Kompostieren im Winter?

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Wertvoller Kompost

Der Komposthaufen ist ein wichtiges Element in unserem Garten: wohin sonst mit den ganzen Garten- und Küchenabfällen? Ein Kompost wandelt diese zum Nulltarif in wertvolle Gartenerde um. Damit dient er nicht nur der Sauberkeit, er spart uns auch gleich zweimal Geld: erstens verringert er das anfallende Müllvolumen und damit die Entsorgungskosten, und zweitens stellt er hervorragende Gartenerde zur Verfügung, die wir dann nicht zukaufen müssen.

Wie funktioniert ein Kompost?

In einem Kompost werden organische Abfälle durch Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze sowie durch Würmer "verdaut" und innerhalb kurzer Zeit in nährstoffreiche Erde umgewandelt. Bei diesem Umwandlungsprozess entsteht Wärme, die den Kompost in seinem Inneren auf einer Temperatur von etwa 8 Grad Celsius hält, wodurch die Verrottungsprozesse auch bei niedrigen Außentemperaturen in Gang bleiben.

Damit die Verrottung einheitlich stattfindet, ist auf eine gute Durchmischung der organischen Abfälle zu achten. Hierzu zählen auch Laub und in gewissem Umfang Holzschnitzel und Grasschnitt zählen. Nur bei langen Frostperioden mit extrem tiefen Temperaturen kann der Kompost ganz durchfrieren, wodurch diese biologischen Prozesse zum Erliegen kommen. Sobald aber die Temperaturen wieder ansteigen, setzt auch die Verrottung wieder ein.

Wie bereite ich meinen Kompost auf den Winter vor?

Es ist zu empfehlen, den Kompost vor dem Wintereinbruch einmal umzusetzen, damit seine Bestandteile möglichst gut vermischt werden. Dies fördert nicht nur den Verrottungsprozess, sondern vermindert gleichzeitig auch eine Geruchsbelästigung, da Fäulnisprozesse so weitgehend unterbunden werden. Gleichzeitig wird die Wärmeentwicklung dadurch gefördert, und so kann der Verrottungsprozess bis tief in den Winter hinein weitergehen.

Bei dieser Gelegenheit kann fertige Komposterde entnommen und frostfrei gelagert werden, damit man zu Beginn der Vegetationsperiode schöne Komposterde für Jungpflanzen zur Verfügung hat.

Der Kompost sollte nicht zu trocken sein, aber auch nicht zuviel Wasser enthalten. Wenn zu nasses Kompostgut bei tiefen Temperaturen durchfriert, platzen die Zellen des organischen Kompostmaterials auf, und beim Auftauen im Frühjahr entsteht dann Fäulnis, die sich durch einen unangenehmen Geruch bemerkbar macht. Sollte bei einer Probe festgestellt werden, dass der Kompost zu trocken ist, so sollte er etwas gegossen werden, wozu eine leichte Mulde auf der Oberseite des Komposts hilfreich ist.

Um den Kompost vor Regen und Schnee zu schützen, die ihm zuviel Feuchtigkeit zuführen würden, sollten ein Komposthaufen oder der Schnell-Kompostierer abgedeckt werden.

Diese Feuchtigkeit kann dazu führen, dass wertvolle Nährstoffe aus dem Kompost herausgewaschen werden und somit verloren gehen. Zum Abdecken eignet sich am besten eine dicke Laubschicht, die durch ein darübergelegtes Kompostvlies gegen Wind geschützt wird.

Ebenso geeignet sind andere natürliche Materialien wie Schilfmatten, Stroh oder Jutesäcke. Weniger zu empfehlen sind dagegen Kunststoffplanen, die über den Kompost geworfen und mit Steinen beschwert werden. Zwar schützen diese recht zuverlässig vor Feuchtigkeit, unterbinden aber andererseits den Luftaustausch und schnüren den Kompost sozusagen richtig ab.

Beschicken des Komposts im Herbst?

Der im Herbst anfallende Baumschnitt und frisches Laub verrotten sehr langsam, deshalb sollten Äste und Zweige gehäckselt werden und, ebenso wie das Laub, gut mit anderem Kompostgut vermischt werden, damit ein gleichmäßiger Rotteprozess gewährleistet wird.

Frischer Grasschnitt, der vom letzten Mähdurchgang im Herbst stammt, sollte nicht direkt auf den Kompost geworfen werden, da er noch zuviel Wasser enthält. Am besten lagert man ihn auf einem gesonderten Haufen, der ebenfalls mit Laub abgedeckt wird.

Fazit:

Ein Kompost, gleichgültig ob als traditioneller Komposthaufen oder als moderner Schnell-Kompostierer, zeichnet sich durch eine gute Durchmischung seiner Bestandteile aus, weswegen er vor der Einwinterung umgesetzt werden sollte. Zu feuchtes Kompostgut sollte auf einem getrennten Haufen gelagert werden. Der Kompost selbst ist durch Strohmatten oder eine dicke Laubschicht vor Wind und Wetter zu schützen.

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