Pflanzen und Blumen

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Pilzkrankheiten im Garten erkennen und vorbeugen

Pilzkrankheiten erkennen heißt gegebenenfalls einschreiten und rechtzeitig Hilfe leisten zu können. Dies kann das Überleben der jeweiligen Pflanze bedeuten. Ein Überblick über häufigste Erkrankungen und Prävention im Folgenden.

Pilzkrankheiten im Garten

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Der Garten ist ein lebendes System und ist als solches auch vor Erkrankungen nicht gefeit. Die häufigsten Pflanzenkrankheiten sind Pilzerkrankungen, die die äußeren Pflanzenteile oder die Wurzeln betreffen und dazu führen, dass die Pflanze mit der Zeit abstirbt. Deswegen ist es wichtig, Pilzkrankheiten der Gartenpflanzen zu erkennen und ihnen frühzeitig vorzubeugen, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen können.

Warum sind Pilzkrankheiten schädlich?

Pilze sind nicht grundsätzlich schlecht für Pflanzen - mit einigen leben sie sogar in Symbiose. Viele Baumarten beherbergen an ihren Wurzeln Pilzsporen, die für sie Nahrung aus dem Boden extrahieren, an die sie alleine gar nicht herankämen. Wenn der Pilz allerdings auf andere Pflanzenteile übergreift, kommt es zur Erkrankung.

Pilzbefall der Blätter sorgt dafür, dass sie keine ausreichende Fotosynthese mehr betreiben kann und an Nährstoffmangel eingeht - wenn andere Teile betroffen sind, müssen sie abgeworfen werden, was mit erheblichem Energieaufwand verbunden ist.

Deswegen ist es wichtig, Erkrankungen einerseits zu erkennen und andererseits Maßnahmen zur Prävention zu leisten.

Welche Pilzerkrankungen gibt es?

Eine der bekanntesten Pilzinfektionen bei Pflanzen ist der Sternrußtau. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, die häufig Rosen oder Lorbeer betrifft - die Blätter entwickeln schwarze, sternförmige Flecken dort, wo sie absterben. Mit der Zeit wird das gesamte Blatt gelb und fällt schließlich ab. Die Pflanze kann sich nicht mehr mit Nährstoffen versorgen und ist in ihrer allgemeinen Gesundheit erheblich beeinträchtigt. Wenn es sich um eine blattlose Pflanze handelt, bringt sie kaum neue Blüten hervor und bildet auch kein neues Holz.

Eine weitere bekannte Pilzerkrankung ist der Apfelschorf, der besonders häufig Apfelbäume betrifft - wie bereits der Name vermuten lässt. Die Blätter entwickeln dabei braune und schwarze Flecken, die zusammenfließen und mit der Zeit das gesamte Blatt abtöten. An den Früchten zeigen sich größere braune Flecken, die sich wie Schorf anfühlen - daher auch der Name. Das Obst kann zwar noch weiter verzehrt werden, wenn die betroffenen Stellen absterben, sollte allerdings nicht lange gelagert werden, was beispielsweise bei gesunden Äpfeln problemlos möglich wäre.

Diese beiden Erkrankungen betreffen zwar unterschiedliche Pflanzen, zeigen aber dennoch zwei Merkmale, die Pilzerkrankungen an Pflanzen eindeutig markieren:

Absterbende, braun werdende Blätter sowie Wachstumsstörungen der gesamten Pflanze. Bei einigen Pilzarten entstehen auch weiße, schimmelartige Flecken an den Blättern.

Prävention - wie geht man am besten vor?

Pilzkrankheiten der Pflanze muss man einerseits erkennen können - viel wichtiger ist es aber, ihnen frühzeitig vorzubeugen.

Auf diese Weise kann man die Pflanze vor der energiezehrenden Abwehr des Pilzes bewahren und dafür sorgen, dass sie gesund wächst und länger lebt. Bei kleineren Pflanzen gilt, dass man ihre Nährstoffversorgung möglichst gut gewährleisten sollte. Das garantiert für einen gesunden, widerstandsfähigen Allgemeinzustand der Pflanze, der wichtig für die Abwehr der Krankheitserreger ist.

Zur spezifischen Abwehr, etwa bei Sternrußtau, empfiehlt es sich, als empfindlich bekannte Pflanzenarten rechtzeitig zu spritzen. Der Frühling ist dafür in den meisten Fällen die richtige Zeit.

Um hingegen Bäume vor typischen Erkrankungen wie Apfelschorf oder Zwetschgenrost zu schützen, muss man immer auf den richtigen Schnitt der Bäume achten. Dadurch verdunstet Wasser nach Regenfällen schneller und es kann kein ausreichend feuchtes Milieu entstehen, das das Wachstum der Pilze begünstigen könnte. Erkrankungen vorbeugen kann man auch, indem man das Falllaub nicht lange liegen lässt, sondern im Herbst sofort entfernt.

Fazit:

Pilzerkrankungen bei Pflanzen - Vorsicht ist besser als Nachsicht
Ob Hobby- oder Profigärtner, jeder sollte frühzeitig für einen guten Schutz seiner Pflanzen gegen Pilzkrankheiten aller Art sorgen. Dadurch kann man sich sicher sein, dass sie gesund wachsen und je nach Art auch gesunde, genießbare Früchte tragen.

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