Pflanzen und Blumen

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Ambrosia - Gefahr für Allergiker

Ambrosia kann auch im Winter eine Gefahr für Allergiker darstellen. Teilweise wird dieses "Unkraut" in Vogelfutter verarbeitet und somit verbreitet.

Ambrosia: Albtraum für Allergiker

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Botanische Entwicklung

Ambrosia ist abgeleitet vom griechischen Begriff „a-brotos“ ,was so viel wie „unsterblich" heißt. Grund für diese Namensgebung ist die Tatsache, dass sich die Pflanze effizient und weit gestreut ausbreitet und schwer auszurotten ist. Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Sorte ist das „Beifußblättrige Traubenkraut“, das man getrost der Kategorie "Unkraut" zuordnen kann.

Denn das Kraut hat die lästige Eigenschaft, sich ungefragt in Gärten anzusiedeln und dortige Nutz- und Zierpflanzen zu verdrängen.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordamerika, hat es sich aber auch im Norden Europas, begünstigt durch das stetig wärmer werdende Klima, zunehmend gemütlich gemacht. In der Schweiz besteht die Pflicht der Meldung und Bekämpfung, so invasiv ist die Pflanze dort aufgetreten. Kein Wunder, denn das Kraut gibt sich mit wenig zufrieden und siedelt sich sogar dort an, wo anspruchsvollere Pflanzen dankend abwinken, beispielsweise in den ausgemergelten und verdichteten Böden von Straßenrändern und Kiesgruben.

In ihrer Anspruchslosigkeit liegt eine ihrer größten Gefahren, sowohl für Allergiker als auch für Gärtner und deren Kulturpflanzen.

Gefahren der Ambrosia

Wieso bedeuten Ambrosiapflanzen Gefahren für Allergiker?

Schon bei Berührung der haarigen Stängel und Blätter kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Damit schafft dieses anspruchslose Kraut das, was viele typische allergieauslösende Pflanzen nicht können: eine Kontaktallergie auslösen.

Weit schlimmere Gefahren stellen allerdings die zahlreichen Pollen dar, die bei Allergikern heftige Reaktionen bis zur bedrohlichen Atemnot auslösen können, und das nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst. Die Pollen sind so hochallergen, dass selbst vorher symptomfreie Personen bei Kontakt allergisch reagieren.

Gefahrenquelle Vogelfutter

Die Samen der unerwünschten Eroberin gelangen hauptsächlich über Vogelfutter, aber auch durch Körnermischungen für andere Tiere nach Europa.

Die zunehmend warme Witterung auch im Norden Deutschlands hat uns eine wahre Ambrosiaplage beschert. Praktisch sämtliche Vogelfuttersorten enthalten Ambrosiasamen.

Folglich beginnt die Ambrosia-Invasion im Garten häufig unterhalb von Vogelfutter-Häuschen und ähnlichen Installationen, die mit Vogelfutter aufgefüllt werden. Wenn Du allergisch gegen Pollen bist, also am bekannten Heuschnupfen leidest, solltest Du besser erst gar nicht mit Vogelfutter in Berührung kommen. Auch wenn Deine Symptome gewöhnlich leicht sind, kann sich die Reaktion durch Ambrosiasamen verschlimmern.

Es entstehen außerdem sogenannte "Kreuzreaktionen" durch den Genuss von Früchten und das Einatmen anderer Pollen. Wenn Du nicht allergisch bist und/oder auf das Füttern von Vögeln nicht verzichten möchtest, kannst Du Vogelfutter mit dem Prädikat "Ambrosia-kontrolliert" kaufen, das einige Hersteller anbieten, oder das Futter selbst herstellen.

Wer Vogelfutter im Freien ausbringt, sollte auf jeden Fall die Region unter den Futterplätzen regelmäßig auf Bewuchs kontrollieren und Ambrosia in Müllbeuteln entsorgen.

Achtung: Handschuhe tragen! Wirf keine dieser Pflanzen auf den Komposthaufen, dort gedeihen sie prächtig. Solltest Du beim Spaziergang auf großflächige Ambrosiavorkommen stoßen, so melde dies telefonisch bei den speziell dafür eingerichteten Meldestellen.

Fazit:

Ambrosia  ist aggressiv, robust, anpassungsfähig und stark allergiebegünstigend. Es ist ein Gebot des gesunden Menschenverstands, ihre weitere Ausbreitung einzudämmen. Auch Du kannst dazu beitragen. Kaufe nur ambrosiafreies Vogelfutter. Entdeckst Du Ambrosia in Deinem Garten, dann reiße alle Pflanzen mit Wurzeln aus und entsorge sie im Hausmüll.

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