Pflanzen und Blumen

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Blumenknollen erfolgreich überwintern

Für viele Hobbygärtner kann der Winter zur Last werden. Die zarten Blumenknollen erfrieren in dem kalten Boden, der von Schnee und Eis bedeckt ist, und im Frühjahr müssen wieder neue Knollen gekauft und eingesetzt werden. Nützliche Tipps und Hinweise, wie man dabei vorgeht und was man zu beachten hat, findest Du hier.


Blumenknollen erfolgreich und sicher durch den Winter bringen

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Jährlicher Neukauf von Pflanzen kostet auf längere Sicht nicht nur viel Geld, sondern auch jede Menge Zeit, die man den ganzen Sommer über nicht umsonst in seinen Garten gesteckt haben will. Man kann diesem Problem allerdings entgehen, indem man die Blumenknollen zum Überwintern einlagert.

Anfällige Pflanzen

Um entscheiden zu können, welche Knolle den Winter über im Beet bleiben kann und welche herausgenommen werden sollte, musst Du wissen, welche Pflanzen winterhart sind und welche nicht. Blumen, die den Winter durchaus unter der Erde verbringen können, sind beispielsweise Tulpen, Narzissen und Osterglocken. Besonders sensibel dagegen sind zum Beispiel Gladiolen und Dahlien.

Bei Lilien ist darüber hinaus zu beachten, dass sie während der gesamten Dauer der Einlagerung besonders empfindlich gegen Nässe sind. Deshalb muss man beim Einpflanzen der Lilie im Frühling darauf achten, eine Drainage aus Kies zu erstellen. Hierzu hebt man ein etwa 30 cm tiefes Loch aus und füllt 10 cm hoch Kies oder Geröll ein. Darüber wird dann die Knolle eingepflanzt. Das Wasser kann so besser abfließen, was für die Lilienknolle nach einer langen Lagerungszeit wichtig ist.

Wann kann ich die Knollen entnehmen?

Die Blumenknollen solltest Du nicht aus dem Beet herausnehmen, bevor die Blätter der Pflanze gelb geworden und sie sich zusammengezogen hat. Diese beiden Faktoren sind nämlich Hinweise darauf, dass die Pflanze sich die nötigen Reservestoffe für den Winter aus den dafür vorgesehenen Reservekammern geholt hat. So leistet auch sie ihren Teil dazu bei, sich auf das Überwintern vorzubereiten.

Als idealen Zeitpunkt, um die Blumenknollen für den Winter aus dem Beet zu nehmen, gilt der Oktober. Die meisten Pflanzen haben hier schon ihre Reservestoffe aus dem Grün der Blätter geholt. Der Boden ist im Oktober nährstoffreicher als in anderen Monaten, was bedeutet, dass die Pflanze sich hier zusätzliche Reserven anlegen kann.

Die ersten Schritte zur Einlagerung

Blumenknollen und -zwiebeln, die den starken Minus-Graden der kalten Jahreszeit standhalten können, überwintern natürlich in der Erde im Blumenbeet. Die restlichen Knollen bezeichnet man als nicht 'winterhart', also nicht winterfest. Sie müssen bereits im Herbst vor dem ersten Frost aus der Erde entfernt werden und auf das Überwintern im Lagerraum vorbereitet werden. Bei der Lagerung muss besonders auf die Umgebung der Knollen geachtet werden. Sie müssen unbedingt trocken und kühl gelagert werden, da sie ansonsten zu faulen beginnen. Gerade bei der Lagerung an der frischen Luft sind Blumenknollen besonders empfindlich gegen Temperaturschwankungen. Die Knollen sollten jedoch unter keinen Umständen draußen oder im ungeheizten Gartenhäuschen gelagert werden, da sie die winterlichen Temperaturen nur schwer verkraften. Geeignet für die Lagerung ist zum Beispiel die Abstellkammer oder ähnliche Räume. Um ganz sicher zu gehen, dass die Blumenknollen keine starken Temperaturschwankungen erleiden, kann man zusätzlich Zeitungspapier unter ihnen auslegen. Außerdem sollte der Lagerraum regelmäßig durchlüftet werden, um den Blumenknollen den nötigen Sauerstoff zuzuführen.

Geheimtipps für eine gelungene Überwinterung

Neben dem angemessenen Umgang mit den oben genannten Risikofaktoren schwören viele Hobbygärtner auf einige altbewährte Geheimtipps. Wichtig bei der Einlagerung ist, dass die Einflüsse von außen möglichst konstant bleiben, während die Knollen Nässe und Feuchtigkeit nach außen abgeben können, um nicht zu faulen. Hierfür eignet sich unter anderem Baumwolle. Wickelt man die Blumenknollen in eine Baumwolltüte ein, schützt die Tüte die Knollen vor starken Temperaturschwankungen oder Lüftzügen und nimmt andererseits die Feuchtigkeit in sich auf.

Fazit:

Nicht alle Pflanzenknollen müssen zur Überwinterung aus der Erde genommen werden. Manche sind winterhart und überwintern idealerweise im Boden. Die Knollen, die herausgenommen werden, müssen trocken und kühl gelagert werden. Der beste Zeitpunkt, um Blumenknollen zum Überwintern aus dem Beet zu entfernen, ist der Oktober.

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