Unkraut im Garten im Spätherbst entfernen

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Jäten im Spätherbst – weil im Winter nicht alles Unkraut absterben wird

Unkraut im Garten sollte nicht komplett unbeobachtet bleiben - auch nicht im Spätherbst. Es gibt diverse Vorteile, noch ein letztes Mal im Jahr die ungewollten Pflanzen zu entfernen.

Warum der Spätherbst die beste Jahreszeit ist, den ärgsten Feinden des Gartenfreundes zu Leibe zu rücken

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Kraut mir raffinierter Überlebenstaktik

Es gibt eine ganze Reihe von Unkrautsorten, die sich ganz besonderen Tricks über den Winter retten.

Einjähriges Unkraut wie Wolfsmilch, Löwenzahn, Ackerwinde oder Vogelmiere verstreut seine bereits Samen im Spätsommer, um dann im Frühjahr von neuen zu wachsen.

Brennnesseln, Giersch oder wilde Glockenblumen hingegen bilden unterirdische Ausläufer, die auch einen sehr harten Winter überstehen und im neuen Jahr in noch größerer Anzahl den Garten überwuchern. Gerade diese Unkräuter sind es, die Du im Herbst ganz besonders erfolgreich entfernen kannst. Nachfolgend findest Du ein ein paar hilfreiche Tipps gegen diese besonders häufigen Plagegeister.

Brennnesseln – befreites Rausreißen

Brennnesseln bilden ihre Ausläufer zwar direkt an der Oberfläche oder dicht darunter, aber selbst ein Monate andauernder Winter mit sehr tiefen Temperaturen kann den Ausläufern nichts anhaben.

Der einfachste Weg zur Entfernung: mit festen Lederhandschuhen und Schwung in Bodenähe an der Brennessel ziehen - so entfernst Du die Verwurzelungen bis zur Mutterpflanze, und die muss dann mit dem Spaten ausgegraben werden.

Wilde Glockenblumen – mit beiden Händen in die Vollen

Die wilde Glockenblume (blaue Blüten, spitz zulaufende Blätter mit klein gezacktem, teilweise roten Rand) bildet unterhalb der Erde zunächst sehr feine Wurzeln. Ab zehn Zentimetern Tiefe jedoch finden sich diese haarfeinen Wurzeln in einer Möhren-ähnlichen Wurzel zusammen und die gilt es, vollständig auszugraben. Das erfordert Geduld, und man muss wirklich mit beiden Händen in die Tiefe buddeln. Es lohnt sich aber!

Giersch – peinlich genaues Entfernen

Trotz seiner nützlichen Heilkräfte gegen Krankheiten wie Rheuma oder Gicht treibt dieses Gewächs so manchen Gärtner in die schiere Verzweiflung.

Giersch vermehrt sich zwar auch über Samen, bildet aber vor allem Unmengen an Ausläufern unter der Erde, die sehr hartnäckig sind. Das Kraut wird zudem bis zu einem Meter hoch, verbreitet sich rasant und kann in wenigen Jahren ganze Parks vollständig erobern.

Beim Giersch reicht das Zerhacken der Pflanzen und Wurzeln leider nicht aus, sondern es müssen alle Wurzelteile ausgegraben werden, wenn nötig, sogar gesiebt. Selbst kleinste Wurzelreste schlagen erneut aus. Der Autor dieser Zeilen versichert aber aus eigener Erfahrung, dass sorgfältiges Entfernen der Wurzelreste die Erde dauerhaft vom Giersch befreit. Der Giersch sollte danach unbedingt in der Bio-Tonne entsorgt werden und nicht auf dem Komposthaufen, denn sonst droht nach kurzer Zeit ein erneuter Auswuchs vom Komposthaufen aus. Im Folgejahr treten dann zwar an einigen Stellen vereinzelt neue Pflanzen auf, aber mit gezielter und frühzeitiger Entfernung bleibt so das Beet auch weiterhin vom Giersch verschont.

Fazit:

Wer im Spätherbst tüchtig dem Unkraut zu Leibe rückt, wehrt dadurch zum großen Teil die unterirdischen territorialen Ansprüche ungebetener Gäste für das nächste Frühjahr ab, und sorgt zudem dafür, dass die eigenen Pflanzen genügend Platz - auch unter der Erde - haben.

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