Pflanzen und Blumen

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Bäume und Sträucher im Garten winterfest machen

Der Herbst wird im Gartenjahr traditionell dazu genutzt, Bäume und Sträucher für den Winter vorzubereiten. Dabei sind für unterschiedliche Gewächse häufig unterschiedliche Maßnahmen erforderlich. Die wichtigsten Pflege-Tipps und Hinweise zum Überwintern sind im Folgenden kurz zusammengefasst.

Der Garten im Herbst - alles fürs Überwintern

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Richtig zurückschneiden

Um ein besseres Austreiben für Bäume und Sträucher im Frühjahr zu erreichen, ist es nützlich, schadhafte Stellen oder abgestorbene Äste zu entfernen. Die äußeren Äste in der Peripherie der Bäume oder der Sträucher werden dann zurückgeschnitten, um ein kompakteres Wachstum zu bewirken. Obst-Bäume bekommen zum Schutz vor Schädlingen, wie Frostspannern oder Blutläusen, Leimringe zum Überwintern.

Kübelpflanzen winterfest machen

Kann man Kübelpflanzen nicht im Haus überwintern lassen, sollten stattdessen die Kübel bis zum Rand in den Erdboden eingegraben werden. Den Topf kann man auch mit Jute, drahtverstärktem Bast, Kokos- oder Heidekraut-Matten, Laub oder Stroh winterfest machen. Zum Schutz vor Regen deckt man dies mit etwas Polsterfolie ab.

Immergrüne Wintergewächse

Bäume oder Sträucher, die auch im Winter grün bleiben und eine dünne, grüne Rinde haben, können durch Sonneneinstrahlung geschädigt werden. Wenn der Boden gefroren ist und gleichzeitig die Sonne scheint (wie es beispielsweise im Januar häufig der Fall ist) verlieren die Pflanzen an Feuchtigkeit. Aus dem gefrorenen Boden bekommen Bäume oder Sträucher dann jedoch kein neues Wasser, so können sie bei sonnigem Wetter vertrocknen.

Um diese so genannte "Frosttrocknis" zu verhindern, sollte man die erdnahen Triebabschnitte der Bäume oder Sträucher mit trockenem Stroh, Laub, mit Rinde oder Holzwolle winterfest machen. An frostfreien Tagen ist es dann günstig, sie etwas zu gießen. Von Frosttrocknis gefährdete Bäume und Sträucher schneidet man besser erst im Frühjahr zurück, damit die Triebe so lange noch mehr Schatten bekommen.

Sträucher und Stauden winterfest einpacken

Mediterrane Gewürzkräuter wie Salbei, Rosmarin, Thymian, Currykraut, Weinraute oder Ysop müssen in jedem Fall winterfest gemacht werden. Zum Überwintern sollten sie um den Wurzelhals ca. 20 Zentimeter dick mit trockenem Laub bedeckt werden, darüber legt man Reisigzweige um das Verwehen der Blätter zu verhindern.

  • Hortensien können mit dicken Lagen aus trockenem Laub, Rindenmulch oder Holzwolle, die um den Wurzelhals aufgeschichtet werden, überwintern. Eventuell sollte man sie zusätzlich in Gartenvlies, Bambus- oder Schilfmatten winterfest einpacken.
  • Rosen macht man am besten winterfest, indem man um die knorrige Basis Rindenmulch oder neue Blumenerde aufschichtet, dies nennt man Anhäufeln.

    Rosensträucher werden um die Basistriebe mit Fichtenzweigen bedeckt, etwa in Iglu-Form. Rankrosen auf Rosenbögen werden winterfest mit Koniferenzweigen, die man von unten nach oben fächerartig einsteckt und am Bogen festbindet. Bei Kletterrosen bedeckt man zum Überwintern nur die Haupttriebe an der Basis mit Laub, Rinde oder Jute.

  • Pampasgras wird durch festes zusammen Binden winterfest, dadurch werden die inneren Blätter vor Nässe geschützt. Um den Wurzelhals schichtet man zusätzlich Laub auf. Um Staunässe zu verhindern sollte der Boden für die Pflanze aufgelockert werden.
  • Mammutblatt muss zum Überwintern etwas intensiver betreut werden. Man schneidet zunächst alle Blätter, bis auf die Herzblätter, ab. Dann bindet man Kaninchendraht rund zusammen, stülpt ihn über die Pflanze und stützt ihn mit Staudenstützen oder Bambusstöcken ab. Eine Lage Fichtengrün steckt man zwischen und über die Herzblätter. Darüber gibt man reichlich Holzwolle und deckt dies mit den abgeschnittenen, umgekehrten Blättern, zum Regenschutz ab.
  • Azaleen können gut überwintern, wenn sie zum Schutz vor Sonne mit Tannen- oder Fichtenzweigen abgedeckt werden.
  • Rhododendron, Kischlorbeer und Koniferen sollten, als immergrüne Gewächse, halbschattig stehen, ansonsten werden sie mit Gartenvlies oder Netzen winterfest schattiert. An frostfreien Tagen gibt man etwas Wasser.

Empfindliche Stauden oder Sträucher wie Hibiskus, Sommerflieder, Clematis, Stachelblume oder Tamariske werden winterfest, wenn man sie an der Wurzelbasis etwa 20 Zentimeter hoch mit Laub oder Stroh bedeckt. Zusätzlich kann man sie mit Gartenvlies umwickeln.

Hohe Gräser bindet man grundsätzlich fest zusammen, zum Schutz vor Nässe. Forsythien, Flieder und auch einjährige Sträucher oder Bäume sollte man ebenfalls erst im Frühjahr beschneiden, damit sie geschützer überwintern können.

Lesetipp: Wie wird der Winter 2010 und 2011?

Fazit:

Bäume und Sträucher sollten mit Sorgfalt und abgestimmt auf deren spezielle Bedürfnisse winterfest gemacht werden. Hat man alle Pflanzen gut versorgt, können diese in Ruhe überwintern, ohne Schaden zu nehmen.

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Petra Lange sagt am 12.12.2010 13:44
Wie schützt man Schilfgras vor dem Winter? Sollte man es im Herbst schneiden?
Doreen von Gartenwelt.de sagt am 13.12.2010 11:42
Du solltest die vertrockneten Triebe bodennah abschneiden. Dabei ist aber zu beachten, dass die neuen jungen Triebe nicht mit beschädigt werden. Schilfgras bildet sehr robuste Rhizomplatten und treibt im Frühjahr neu aus.

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