Februar

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Gartenkalender – Februar 2011

Im Februar fallen die ersten Gartenarbeiten an. Du kannst die Winterzeit nutzen, um Saatgut für die neue Saison zu kaufen. Wer frühzeitig handelt, kann rechtzeitig mit der Aussaat starten. Die ersten Pflanzen werden schon Ende dieses Monats vorkultiviert und spätestens im März geht es dann richtig los.

Gartenarbeiten im Februar - Überblick

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Allgemeine Gartenarbeiten

  • Sonne und Frost
  • Die Stämme aller Gehölze sind bei tiefen Temperaturen von Frostrissen bedroht, wenn gleichzeitig die Sonne für eine kräftige Erwärmung sorgt. Vorbeugend kann man den Stamm mit einem weißen Anstrich versehen, der die Sonnenwärme reflektiert.

  • Nach heftigen Schneefällen sollte man vor allem Gehölze von der Last befreien
  • Frostschutzabdeckungen überprüfen
  • Beete herrichten
  • Bei frostfreiem Boden können die ersten Beete hergerichtet und mit Kompost versorgt werden. Ausführlicher Tipp: Düngen mit Kompost

  • Schnittmaßnahmen
  • Trockene Stängel von Ziersträuchern sollten abgeschnitten werden.

  • Aussaat
  • Die ersten Blumen können bereits Ende Februar ausgesät werden.

Obstgarten

Der Februar eignet sich hervorragend, um Schnittmaßnahmen durchzuführen. Im unbelaubten Zustand lässt sich die jeweilige Wuchsform am besten erkennen und korrigieren.

  • Kernobst auslichten
  • An frostfreien Tagen wird der Erziehungsschnitt an Obstgehölzen durchgeführt. Das Ziel der Obstbaumerziehung ist es, eine stabile, gleichmäßige Krone aufzubauen.

    Ein regelmäßiger Obstbaumschnitt garantiert einen üppigen Blüten- und Fruchtansatz.

  • Nährstoffzufuhr
  • Gut tragende Obstgehölze brauchen ausreichend Nährstoffe. Ende Februar/Anfang März ist Düngezeit. Dabei sollte die Düngermenge auf Alter und Zustand der jeweiligen Pflanze abgestimmt sein. Bei offenem Boden streut man den Dünger flächig und hackt ihn vorsichtig ein.

  • Pflanzung
  • Sowie die Erde frostfrei ist, können frühtreibende Obstgehölze wie Stachel- und Johannisbeere gepflanzt werden. Es folgen Pflaumen und Kirschen.

Gemüsegarten

Trockene, frostfreie Tage laden jetzt zur Gartenarbeit ein. Entfernen Sie Reste alter Gemüsepflanzen vom Beet und machen Sie den Boden startklar für das Frühjahr. Jetzt ist eine gute Zeit, ihn mit Nährstoffen zu versorgen und Kompost aufzubringen.

  • Komposterde vorbereiten
  • Der schon teilweise verrottete Kompost ist durch ein grobmaschiges Gitter zu werfen und danach gegen Regen abzudecken. Zum Pflanzbeginn hat man dann erdfeuchte Komposterde zur Verfügung.

  • Gemüsebeete vorbereiten
  • Die Beete sind durch Kompost oder andere organische Dünger für die Pflanzung vorzubereiten. Der Boden sollte oberflächlich aufgelockert werden.

  • Bodenuntersuchung
  • Wer sich bei der Neuauflage eines Beetes über die Bodenbeschaffenheit nicht im Klaren ist, sollte jetzt Proben nehmen und die zuständige landwirtschaftliche Untersuchungsanstalt mit der Analyse beauftragen. So erhalten Sie Aufschluss über den Nährstoffgehalt und über eine mögliche Schadstoffbelastung. Ausführliche Tipps: Pflegeprogramm für den Gartenboden, Bodenprobe nehmen

  • Bohnen aussäen
  • Schon Ende Februar kommen Bohnen in den Boden. Je früher die Bohnen keimen und sich entwickeln, desto geringer ist das Befallsrisiko mit der schwarzen Bohnenlaus.

Ziergarten

Jetzt ist Zeit für die Generalreinigung des Gartens nach seinem Winterschlaf.

  • Schnittarbeit
  • Zu hoch gewordene Gewächse sollten zurückgeschnitten werden. Frühlingsblüher wie Ginster, Forsythie und Zierjohannisbeerstrauch  sollten unmittelbar nach ihrer Blüte geschnitten werden. Damit wieder mehr Licht und Luft an die Pflanzen kommen kann, ist ein gründliches „Durchforsten“ notwendig.

  • Winterschutz überprüfen
  • Vor allem bei Stauden und Kleingehölzen sollte die Frostschutzabdeckung auf Fäulnis kontrolliert werden.

  • Düngung
  • Bei schlechten Bodenverhältnissen empfiehlt sich bei Magnesiummangel ein geeigneter Magnesium-Einzeldünger, insbesondere für Fichten, Tannen und Kiefern.

    Auch blühende Gehölze einschließlich Rosen benötigen jetzt eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen.

  • Aussaat
  • Die ersten Samen mit langer Vorkultur für den Ziergarten werden in Schalen oder dergleichen ausgesät. Ab Mitte März können dann die Sämlinge ins Frühbeet.

  • Sobald der Boden frostfrei ist, können jetzt schon Stauden für den Ziergarten gesetzt werden.
  • Vermehrung
  • Die Mehrzahl der Ziersträucher, wie Forsythie, Zaubernuss oder Haselnuss, lassen sich in den Wintermonaten durch Steckhölzer vermehren.

  • Ausreichend wässern
  • Das grüne Blattwerk der wintergrünen Gehölze benötigt zu jeder Jahreszeit ausreichend viel Wasser. Bei lang anhaltender Trockenheit, frostfreier Witterung und Sonnenschein sollten Sie regelmäßig die Bodenfeuchte prüfen.

Wintergarten, Blumenfenster und Zimmer

  • Überprüfung im Winterquartier
  • Wöchentlich müssen Pflanzen auf Schädlinge kontrolliert werden. Auch die Erde sollte leicht feucht sein.

Gewächshaus

  • Aussaat
  • In der zweiten Februarhälfte können in einem beheizten Gewächshaus Kopfsalat, Kohlrabi, Rettich, Kresse und Radieschen ausgesät werden.

Gartenteich

  • Sauerstoffzufuhr sichern
  • Pflanzen und Tiere, die im Gartenteich überwintern, sind auf Sauerstoff angewiesen. Die Versorgung gerät in Gefahr, wenn der Teich zufriert.

    Die Bildung einer Eisdecke kann mit einer leistungsfähigen Pumpe verhindert werden. Durch den ständigen Wasserschwall bilden sich keine Eiskristalle.

Balkon und Terrasse

  • Frühlingsblüher
  • Wer im Herbst versäumt hat, Blumenzwiebeln zu setzen, findet jetzt in den Gartencentern und Gärtnereien ein großes Sortiment blühfreudiger Pflanzen für Balkon und Terrasse.

  • Vortreiben
  • Balkongärtner können damit beginnen die Knollenbegonien, Canna, Prachtlilien und dergleichen anzutreiben. Bei Dahlien sollte man noch etwas warten.

  • Nicht umgetopfte Pflanzen brauchen eine regelmäßige Düngung
  • Geranien aus dem Winterquartier holen
  • Im Februar erwachen die kühl überwinterten Geranien langsam wieder zum Leben. Schneiden Sie alle Triebe der Sommerblume auf zwei bis drei Blattknoten zurück. Danach treiben die Pflanzen von der Basis her neu aus. Ende des Monats topft man sie in frische Erde und stellt sie wärmer und heller.

Pflanze des Monats

  • Tulpe
  • Rote Tulpe

    Tulpe

    Tulpen sind bedeutende Zierpflanzen, sowohl als Gartenpflanzen wie als Schnittblumen. Die typischen Frühlingsblumen fehlen in kaum einem Garten.

    Von April bis Mai treibt die Tulpe ihre 4 - 8 cm langen, glockenförmigen Blüten aus der Zwiebel.

    Entsprechend der Zuchtform variiert die Blütenfarbe über weiß, gelb, orange, rosa, rot bis blau und sogar schwarz.

    Nutzen Sie die frühe Zeit und genießen Sie den zarten Frühlingsduft.

Tipp des Monats

  • Keimprobe
  • Bei älteren Samenvorräten empfiehlt es sich, eine Keimprobe vorzunehmen. Dazu umhüllt man Samenkörner mit feuchtem Haushaltspapier und hält dieses warm. Wenn nach ca. 14 Tagen wenige Samen keimen, sollte frisches Saatgut besorgt werden.

    Ebenfalls lesenswert: Welche Vorbereitungen müssen für den Frühling getroffen werden?

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