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Eigene Nüsse ernten!

Nüsse sind wichtige Energielieferanten für unseren Körper. Sehr lecker und schmackhaft sind sie noch dazu. Warum also nicht verschiedene Nusssorten im eigenen Garten züchten?

Eigene Nüsse ernten!

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Haselnuss und Co. im eigenen Garten anbauen

Nussbäume gibt es in vielen verschiedenen Arten und Größen. Je nach Bedarf und Gestaltung im eigenen Garten können diese sogar zu dekorativen Zwecken eingesetzt werden. Die Pflanzen sind recht robust, wobei sogar selbst scheinbar exotischere Typen wie Erdnüsse auch hierzulande angebaut werden. Wir stellen einige Sorten vor, die sich spielend in den eigenen Garten integrieren lassen.

Die Walnuss: Deutschlands beliebteste Weihnachtsnuss

Zu Weihnachten gehört für viele eine Schale mit duftenden Zimtsternen, eine Hand voll Nüsse, leckere Mandarinen und Orangen. Sehr beliebt ist eine ganz besondere Nuss, die Walnuss. Natürlich kann man Walnüsse auch im eigenen Garten anpflanzen. Man sollte jedoch auf die richtige Pflege des Baumes achten.

Grundsätzlich sollte ein Nussbaum der Walnussart nicht zu sehr der Sonne ausgesetzt werden. Die Blätter wirken sehr robust, sind aber für UV-Licht etwas anfällig. Optimal wäre für diesen Nussbaum eine Stelle mit Halbschatten. So kann der Baum sich ideal mit Licht versorgen. Außerdem benötigt der Walnussbaum viel Wasser. Besonders im Sommer muss er täglich gewässert werden.
Zum Ernten der Walnüsse sollte man sich Handschuhe anziehen, denn die Stoffe auf der Nuss können unschöne Verfärbungen an den Fingern hinterlassen.

Klassiker mit Tradition: Der Haselnussstrauch

Trotz des Namens handelt es sich bei Haselsträuchern um Birkengewächse und nicht um  Nussbäume. Aber so genau wollen wir es natürlich nicht nehmen.
Damit Haselnuss-Sträucher gut gedeihen können ist der ideale Standort zwingende Voraussetzung. Den Nussstrauch sollte man nicht zu nah an Mauern pflanzen, denn er wird in den nächsten Jahren sehr umfangreich austreiben und nicht nur in die Höhe sondern auch in die Breite wachsen.

Regelmäßiges Schneiden und Düngen begünstigt eine üppige Ernte der leckeren Nüsse. Fürs Ernten gilt es, die Nüsse einfach in Ruhe reifen zu lassen. Sobald die Nuss ihre typische bräunliche Farbe erreicht hat, kann sie verzehrt werden. Sie lässt sich ganz pflegeleicht in einer Dose oder einer Schale aufbewahren. Zum Backen, Kochen und Naschen sind Haselnüsse ideal.

Der (gar nicht so exotische) Exot: Die Erdnuss

Viele sind der Meinung, dass man Erdnüsse nicht im deutschen Garten pflanzen und ernten kann. Dies ist jedoch ein Gerücht, das sich durch das Anpflanzen der Erdnuss im eigenen Garten leicht widerlegen lässt.
Alles was Du dafür benötigst sind ein oder zwei Erdnusspflanzen. Diese bekommt man üblicherweise im Fachhandel, im Internet, in Blumenversandkatalogen und manchmal auch im Baumarkt in der Gartenabteilung.

Erdnüsse fühlen sich besonders in Terrakottatöpfen wohl. Dieser sollte möglichst tief sein. Das Geheimnis liegt nämlich in der Wurzel. Erdnüsse haben ihren Namen nicht umsonst. Die Blüten der Erdnuss Pflanzen produzieren kleine knollenartige Gebilde, welche nach der Blüte in den Boden, also die Erde wachsen. Daher benötigt Deine Erdnusspflanze genug Freiraum, um zu gedeihen und reichlich Früchte beziehungsweise Nüsse zu tragen. Aus den Knollen im Boden wachsen nach und nach die Nüsse. Zum Ernten musst Du die ganze Pflanze vorsichtig aus dem Topf heben. An den Wurzeln befinden sich die leckeren Früchte. Du kannst die Nüsse im Ofen rösten und anschließend verzehren oder aufbewahren. Wenn Du Dir eine Plantage anlegen möchtest, steckst du die ungerösteten Nüsse in die Erde, daraus entstehen dann neue Pflanzen.

Fazit:

Eigene Nüsse zu verzehren erfreut jeden Hobbygärtner und ist gar nicht so schwer. Jetzt hat man nur noch die Qual der Wahl, welche es sein soll...

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Dorit Wahl sagt am 15.01.2011 10:21
Erdnüsse selbst vermehren; wie tief muß ich sie in deie Erde legen und welche Erde ist die Beste? Wann muß ich es tum und wann kann ich ernten?
Doreen von Gartenwelt.de sagt am 17.01.2011 09:01
Hallo Dorit, Die Anzucht von Erdnusspflanzen ist ganz einfach. Ungeröstete Samen bekommst Du in Asia- oder Tierfutterläden. Wichtig ist nur ungeröstete Erdnüsse zu kaufen, geröstete Erdnüsse keimen nicht mehr.
Die Samen werden 2-3 Zentimeter in ganz normale Gartenerde gedrückt, im Abstand von 4-5 Zentimeter in Blumentopf oder in eine Pflanzschale. Selbstverständlich kannst Du auch Anzuchterde mit Perliten verwenden. Wenn die Pflanze größer geworden ist (10 Zentimeter), solltest Du sie in einen Kübel oder größeren Topf (30 Zentimeter oder größer) umpflanzen. Wichtig ist, dass die Pflanze eher trocken stehen sollte. Die Pflanze kann leicht verschimmeln. Aussäen kannst Du die Pflanzen von Januar bis Oktober. Die Keimung erfolgt schon nach wenigen Tagen. Die Pflanzen lieben ein warmes Wohnzimmer oder im Hochsommer auch gern eine windgeschütze Terasse oder Balkon. Der Boden sollte eine Temperatur von 18 °C haben. Die Pflanze bestäubt sich selber und die langen Blütenstiele wandern in die Erde. Du kannst dabei aber auch gern etwas nachhelfen, wenn die langen Stiele über den Blumentopf hinaus wachsen und keine Erde finden. Nach 180 - 200 Tagen kannst Du die fertigen Nüsse ernten. Die frischen Nüsse werden 20 Minuten im Backofen bei 120 - 150 °C getrockt. Viel Erfolg bei der Anzucht! Schick uns doch mal ein Foto von Deiner Erdnusszucht auf Facebook. Wir sind schon ganz gespannt wie sich Deine Pflänzchen entwickeln!

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