Pflanzen und Blumen

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Der Buchsbaum als Skulptur im Garten

Jeder ist mit großer Sicherheit schon einmal einem Buchsbaum begegnet. Er ist in vielen heimischen Gärten zu finden und wird häufig als Zierpflanze verwendet. Mit dem entsprechenden Schnitt scheint der Buchsbaum oftmals eher als Skulptur, als als Pflanze.

Der Buchsbaum im heimischen Garten

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Der Buchsbaum kann bis zu acht Meter hoch wachsen, wird in Mitteleuropa allerdings nur strauchhoch. Charakteristisch sind die exotischen Schnitte und Formen eines Buchsbaumes. Mal rund, mal eckig, mal dreidimensional, skulpturengleich - alles, nur nicht langweilig, das verkörpert der Buchsbaum.

Woher stammt der Buchsbaum eigentlich?

Früher schmückte der adrette Baum Schlossgärten und Parks und wurde zu einem unentbehrlichen Zierelement. Die Römer nutzen den Buchsbaum als Abgrenzung oder Hecke, oder auch als Beetumrandung. Reih an Glied sorgte die Pflanze für Struktur und Ordnung.
Nachdem die Buchsbäume durch die Renaissance in Italien und Frankreich Ansehen gewannen, erreichten sie letztlich auch Deutschland. Die Bauern zierten ihre Gärten mit kleinen Hecken aus Buchsbäumen.

Heutzutage findet man diese Hecken meist auf Friedhöfen, als Grabumrandung. Ausschließlich? Weit gefehlt. Im Berliner Sony Center wurden Buchsbäume so eingesetzt, dass sie zur umliegenden Architektur passen. Warst Du schon einmal im Kempinski- Hotel in München? Die Landschaftsarchitekten haben den französischen Garten mit seinen wunderschön geschnittenen Buchsbäumen im Außenbereich des fünf- Sterne- Hotels neu aufleben lassen.

Woran erkennt man einen Buchsbaum?

Neben seiner Fähigkeit, zu jeder Jahreszeit grün zu bleiben, gibt noch andere Erkennungsmerkmale. Seine Blätter haben die Form eines Eis, sind elliptisch und eher länglich. Sie sind dunkelgrün, wobei die Unterseite der Blätter deutlich heller ist. Im Sommer erkennst Du die Blüten eines Buchsbaums daran, dass sie fantastisch duften und gelb sind. Somit sind diese Knäule Anziehungsmagnet für alle Fliegen und Bienen.

Im Spätsommer, fast schon Herbst spalten sich die Knäule in zwei schwarze Samen auf. Durch den Duft angelockt, schleppen Ameisen die Samen fort.
Falls Du gerne schnitzt oder drechselst, kannst du das aus dem Holz des Buchsbaums tun. Das Holz ist extrem hart und eignet sich aufgrund seiner Elastizität und Dichte hervorragend für Schnitz- und Polierarbeiten.
Doch ein Buchsbaum birgt auch Gefahren in sich, er ist giftig. Ungefähr 70 Alkaloide sind in ihm enthalten. Deine Kinder solltest du demnach möglichst nicht unbeaufsichtigt in der Nähe deiner Buchsbäume spielen lassen.

Arten der Buchsbäume

Der "Blauen Heinz" ist kein Getränk, sondern eine Buchsbaumart. Er wurde als eine der besten Buchsbaumarten eingestuft, weil er sich hervorragend für verschiedene Schnitte eignet, eine sehr schöne Wuchsform hat und seine Blätter äußerst dekorativ sind. Den Namen hat der blaugrüne Buchsbaum übrigens von seinem "Vater" Heinz Gruppe, der durch Selektionen den "Blauen Heinz" hervor brachte.

Einige Arten überstehen den deutschen Winter leider nicht, dazu zählen unter anderem Suffruticosa, Latifolia Maculata und Faulkner. Faulkner sind zwar gut geeignet für den Schnitt von außergewöhnlichen Formen, die Triebe verfärben sich jedoch in den Wintermonaten bräunlich und sehen anschließend nicht mehr sehr schön aus.
Natürlich gibt es noch mehr Arten von Buchsbäumen, ungefähr 60 verschiedene Gewächse sind den Züchtungen entsprungen.

Den Buchsbaum in Form bringen

Beim Beschneiden eines Buchsbaums wird zwischen zwei Schnitten unterschieden, dem Grobschnitt und dem Feinschnitt.
Den Grobschnitt verrichtest du am besten im März, spätestens im April. Bevor die Triebe beginnen zu wachsen, wird alles zurück geschnitten, was nicht am Baum bleiben darf.
Den Feinschnitt nimmst du zwischen Mai und September vor, während der Wachstumsperiode.

Ein großer Vorteil des Buchsbaums ist, dass er sich in verschiedene Formen schneiden lässt, entweder rund, oder eckig oder asymmetrisch. Du kannst deinen Buxus auch in die Form eines Tieres bringen. Solltest du freihändig nicht sehr begabt sein, gibt es passende Drahtgestelle im Handel zu erwerben, die den Schnitt erleichtern.
Ganz wichtig: Schneide deinen Buchsbaum nie bei heftigster Sonneneinstrahlung, sondern lieber an trüben Tagen, sonst verbrennen die beschnittenen Äste.

Fazit:

Der Buchsbaum ist nicht nur eine einfache Gartenpflanze, sondern kann, mithilfe des richtigen Schnittes, ein Kunstwerk sein. Falls Du Gefallen an diesem wunderschönen Bäumchen gefunden hast, wird er Dir bei entsprechender Pflege ein Leben lang Freude bereiten.

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