Tiere im Garten

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Meisenknödel und Futterglocke selber basteln

Vogelfutter selbst gemacht - einfach und mit gutem Gewissen, da man weiß was drin ist! Der Aufwand ist überschaubar und auch für Kinder ist es ein lustiges Spiel, bei dem es einiges zu lernen gibt!

So wirst du ein richtiger Vogelfachmann!

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Nicht alle unserer gefiederten Freunde fliegen in der kalten Jahreszeit in den sonnigen Süden und überwintern dort. Viele einheimische Vögel bleiben uns auch im Winter treu. In der kalten, feuchten Jahreszeit wird es mitunter schwer für sie, Nahrung zu finden. Besonders wenn eine feste, dicke Schneeschicht auf den Wiesen, in den Gärten liegt, ist die Nahrungssuche für sie sehr beschwerlich. Hilf ihnen mit einer selbst gebauten Futterglocke, einem Meisenknödel, die kalte Zeit gut zu überstehen!

Die Vorbereitung

Für das Basteln einer Futterglocke brauchst Du nicht handwerklich begabt zu sein. Auch für Kinder ist die Anleitung hervorragend geeignet. Erfahrungsgemäß basteln die Kleinen mit viel Freude und Elan ihre eigenen Meisenknödel, gefüllt mit leckerem Vogelfutter. Nach der Fertigstellung bringt ihr gemeinsam die Meisenknödel oder die Futterglocke an einem Baum an und ihr könnt die gefiederten Piepmätze prima beim Picken beobachten.

Für eine selbst gebastelte Futterglocke benötigst Du Rinderfett, eine Körnermischung, eine feste Kordel, ein Stöckchen oder einen dünneren Ast und einen Tontopf. Alternativ für den Tontopf kannst du auch eine halbe Kokosnussschale verwenden.

Jetzt geht es los!

Hast du alle Zutaten beisammen, kann das Basteln der Futterglocke beginnen. Erwärme das Rinderfett in einem Topf. Es soll nur flüssig werden. Das Fett immer schön umrühren, sonst wird es zu heiß und stinkt. Ist das Rinderfett flüssig genug, gib die Futtermischung hinzu. Je mehr Körner du in das Fett fügst, umso lockerer wird später das Vogelfutter. Mit einem zusätzlichen Schuss Olivenöl erreichst du eine glatte, geschmeidige Konsistenz des Futters. Es bröckelt später nicht und wird nicht zu hart.

Jetzt lass die Mischung gut abkühlen. Währenddessen binde nun die dicke, feste Kordel so an das Stöckchen oder den dünnen Ast, dass der Knoten schön fest sitzt. Positioniere den Knoten in etwa so, dass das Stöckchen in drei Drittel unterteilt ist. Ein Drittel wird später durch das Loch des Tontopfes gesteckt, hier wird die Futterglocke am Baum befestigt, und zwei Drittel schauen unten aus der Futterglocke heraus, hier halten sich dann die Vögel fest, wenn sie sich an deiner Futterglocke gütlich tun.

Stecke nun den Stock oder den dünnen Ast wie beschrieben durch das Loch. Achte darauf, dass der Knoten nicht durch das Loch des Tontopfes passt, er dient quasi als Verschluss.

Ist die Mischung von Rinderfett und Vogelfutter gut abgekühlt, fülle sie in den Tontopf. Damit du den Topf nicht bis zur vollständigen Aushärtung halten musst, ist es sehr förderlich, auf ein kleines Hilfsmittel zu benutzen. Stelle beispielsweise zwei gleichgroße Töpfe nebeneinander die höher sind, als das kurze Ende des Stockes. Den Tontopf stellst du nun auf die Ränder der Töpfe. So steht er sicher und wackelt nicht beim Einfüllen des Vogelfutters.

Lass das Vogelfutter möglichst über Nacht restlos erkalten. So kannst du dir sicher sein, dass es wirklich fest ist. Am folgenden Tag bringst du dann problemlos die Futterglocke an einem Baum an, auf den du einen guten Blick für Beobachtungen hast.

Du hast nicht die ganze Mischung Vogelfutter für die Futterglocke verarbeiten können? Kein Problem! Ist die Masse Vogelfutter so weit erkaltet, das sie mit den Händen formbar ist, forme kleine Meisenknödel in etwa der Größe normaler Knödel. Diese Meisenknödel legst du dann in ein Netz.

Gern werden hierfür die Netze aus dem Supermarkt verwendet, in denen zuvor Mandarinen, Zwiebeln oder Kartoffeln waren. Sie sind stabil und äußerst reißfest. Diese Netze binde einfach oben zu und befestige sie ebenfalls nachdem sie völlig kalt sind an den Bäumen deiner Umgebung oder Halterungen an deinem Fenster.

Fazit:

Das Basteln einer Futterglocke und der Meisenknödel ist in vielen Familien Tradition. Mit einem kurzweiligen Einsatz hast du lange viel Freude an deinen Vogelbeobachtungen und wer weiß, vielleicht steckt in dir ein Vogelexperte? Jetzt hast Du zumindest das Werkzeug dazu!

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Giselinde Mrosek sagt am 12.12.2010 20:22
Man sagt es sei gut für die Vögel, wenn man ein Stück rohen Speck aufhängt und unter das Futter etwas (im Häuschen) Salz mischt, weil die Vögel das Salz bräuchten, stimmt das?
Doreen von Gartenwelt.de sagt am 13.12.2010 11:31
Salz im Futter ist schlecht für den Stoffwechsel der Vögel. Die Vögel können verdursten. Aus diesem Grund sollte man lieber auf Salze im Vogelfutter verzichten.

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