Tiere im Garten

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Wildverbiss vorbeugen

Da hast Du vielleicht gerade stolz Deine eigenen jungen Bäumchen gepflanzt, musst aber recht bald feststellen, dass nicht nur Du selbst Gefallen an den Pflanzen findet, sondern auch ungebetene Gäste. Wildverbiss - durch das Abbeißen von Knospen, Blättern oder Zweigen durch Wildtiere kann das Wachstum von Pflanzen verzögert sein oder es kann zu Missbildungen kommen - gefährdet sind besonders junge Bäume oder in Notzeiten wie dem Winter auch ältere; zuvorkommen kannst Du solchen Schäden auf verschiedene Arten. Wir stellen Sie vor.

Wildverbiss - nein danke!

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Moderne Wildverbissschutzmittel

Ziel der heutigen Herstellung von Wildverbissschutzmitteln ist deren Unschädlichkeit; so finden sich vor allem Mittel, die Wild aufgrund von Geruchsentwicklungen fernhalten - für den Menschen sind die Stoffe geruchsneutral. Ein solches Mittel ist beispielsweise Certosan – das derzeit vielerorts als „Neues Wundermittel“ angepriesen wird. Dabei handelt es sich um biologisches Schutzmittel, das ursprünglich aus dem Lebensmittelbereich stammt und einen ganzjährigen Wildverbissschutz gewährleistet. Verdünnt mit Wasser werden zu schützende Pflanzen mit dem Mittel besprüht.

Ähnlich wirkt beispielsweise das Mittel Arbin; je nach Art des eindringenden Wildes (beispielsweise Wildschweine, Rehe oder Kaninchen) könnt Ihr außerdem noch weitere spezielle Wildverbissschutzmittel finden.

Traditionelle Methoden

Tipps von Hobbygärtnern oder Schäfern, die vermutlich nicht bei jedem auf Begeisterung stoßen werden, aber als wirksam beschrieben werden, sind unter anderem folgende: das Bestreichen von gefährdeten Bäumen und Trieben mit Tierdung bzw. -kot - eine allerdings nicht lange vorhaltende Methode. Außerdem hängen einige Hobbygärtner getragene Kleidungsstücke auf; die Buttersäure, die im menschlichen Schweiß enthalten ist, hält Wildtiere zumindest bis zum nächsten Regen fern.

Um einzelne Bäume oder Pflanzen vor Wildverbiss zu schützen, werden von Gärtnern teilweise stachelige oder dornige Äste um den entsprechenden Stamm gebunden - diese müssen allerdings regelmäßig erneuert werden.

Elektronischer Verbissschutz

Von Herstellern als wirksam und wenig aufwendig beschrieben werden Bewegungsmelder, die mit hochfrequenten Ultraschalltönen oder Blitzlichtern auf tierische Eindringlinge reagieren; vor allem das Blitzlicht wird als nachhaltig wirkend bezeichnet.

Solche Geräte können Reichweiten von bis zu einigen hundert Quadratmetern erreichen und sind so auch auf großflächigen Gebieten - beispielsweise auf Streuobstwiesen - einzusetzen. Je nach Gerätetyp funktionieren solche Bewegungsmelder über einen Anschluss an das Stromnetz oder über Batterien; bei einigen Geräten könnt Ihr die Stromquelle auch variabel wählen.
Auch über Bewegungsmelder funktionieren Anlagen, die Wasserstrahlen in Richtung eines Wildtieres schicken. Verbunden werden muss die Vorrichtung mit Batterie und Schlauch.

Mechanischer Verbissschutz

Eine ebenso wenig aufwendige Maßnahme ist es, einzelne junge Bäume mit einer Drahthose zu überziehen. In der Regel wird hier eine Höhe von circa einem Meter als ausreichend betrachtet. Versieh den jungen Baum am besten mit einem Pflanzenpfahl und befestigt die Drahthose daran - damit kannst Du vermeiden, dass der Draht mit der Zeit von Tieren herunter geschoben wird.

Auch die Befestigung einzelner Aluminiumstreifen an Bäumen gilt als erfolgreich - durch Geräuschentwicklung, Bewegung und Lichtreflexionen wird das Wild ferngehalten - mit zusätzlichen Filzdepots versehen könnt Ihr darauf zusätzlich geruchsentwickelnde Mittel auftragen. Von Kunststoffverbissschutzen wird hingegen meist eher abgeraten - unter den Manschetten können sich Pilze und Bakterien ansammeln.

Zaunbau

Zum Schutz von größeren Flächen ist es auch möglich, das Gelände einzuzäunen – falls Du einen Zaunbau ins Auge fasst, kläre im Vorfeld aber besser ab, ob das für die entsprechende Fläche genehmigt ist: Beispielsweise dürfen Einzäunungen im Allgemeinen nur auf Boden in besiedeltem Raum oder unter Bebauungsplan errichtet werden.

Es gibt sogenannte Wildschutznetze, die in verschiedenen Maßen angeboten werden; beispielsweise mit einer Höhe von 90, 100 oder 110 Zentimetern. Der Draht ist häufig aus Edelstahl und die Maschenweite richtet sich dabei nach der Art und Größe der Wildtiere - nachteilig ist, dass sich größere Vogelarten in den Netzen verfangen können.Auch Elektrozäune mit Reizstrom sind erhältlich. Einen sogenannten Einzelstammschutz zur Sicherung einzelner Bäume könnt Ihr errichten, indem Ihr den Stamm mit 3-4 Pfosten und Draht einzäunt.

Fazit:

Durch das Interesse von Wild an Euren Pflanzen solltest Du Dir nicht Dein Gartenvergnügen verderben lassen. Die hier vorgestellten Möglichkeiten zum Fernhalten von Wildtieren unterstützen Dich dabei!

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