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Kamintypen und ihre Eigenschaften

Ein neuer Kamin bringt magische Momente und eine ordentliche Portion Wärme ins Haus. Doch welche Arten gibt es und welchen Materialien werden in ihnen verbrannt?

Unterschiedliche Kamintypen und ihre Eigenschaften

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Schon immer war und ist der Mensch vom Feuer fasziniert. Es sind nicht die lodernden Flammen allein, die den Menschen in den Bann des Feuers ziehen. Es ist die beruhigende und romantische Atmosphäre und die Wärme, die dieses Element ausstrahlt. Verschiedene Arten von Kaminöfen werden zum Heizen benutzt, beispielsweise der Kohleofen und der Allesbrenner, die eine behagliche Wärme abgeben. Wir stellen die verschiedenen Typen vor:

Kohleofen: Der Klassiker

Im Kohleofen werden vorwiegend Kohle und andere Kohleprodukte wie Briketts und natürlich auch Holzscheite verbrannt. Angefacht wird das Feuer mit im Handel erhältlichem Kohleanzünder. Da sowohl Kohle als auch Briketts schwer entflammbar sind, verwendet man hierzu kleinere Holzscheite. Auf das so entfachte Feuer schüttet man dann zunächst eine kleinere Menge Kohle. Briketts eignen sich insbesondere für das Speichern der Wärme. Wer hier Kosten sparen möchte oder auch für die Wärmespeicherung über Nacht wickelt man die Briketts jeweils einzeln in mit Wasser befeuchtetes, mehrblättriges Zeitungspapier.

Meistens werden Kohle und Briketts auf einem sich im Kohleofen befindlichen Rost verbrannt, der eine ausreichende Sauerstoffzufuhr ermöglicht. Die verbrannte Asche fällt in eine Schublade unterhalb des Rostes, die dann bequem entsorgt werden kann. Hier gilt der Merksatz: Wegen akuter Brandgefahr bitte keine heiße oder gar glühende Asche in einem Mülleimer aus Plastik entsorgen! Wer einen Kaminofen anschaffen möchte, sollte vor dem Kauf den vorhanden Schornstein auf die Praxistauglichkeit des gewünschten Kaminofens von einem Fachmann überprüfen lassen.

Darüber hinaus sollte der Ofen fachgerecht angeschlossen werden. In den jeweiligen Bundesländern gelten unterschiedliche Sicherheitsvorschriften, die den Abstand des Ofenrohrs von der Wand definieren oder auch Vorgaben bezüglich des Feuerschutzes am Boden machen.

Vielseitig: Der Allesbrenner

In Anlehnung an Großmutters Zeiten kommen auch Allesbrenner wieder zum Einsatz. Keineswegs lädt der Name dazu ein, einen Allesbrenner als private Müllverbrennungsanlage zu nutzen. Hausabfälle und jegliche Art von Kunststoffen gehören nicht in den Allesbrenner! Das hat gute Gründe. Zum einen entwickeln verschiedene Materialien unangenehme Gerüche, zum anderen verschmutzen die Verbrennungsrückstände dieser Materialien die Innenwände sowohl des Schornsteins als auch des Ofens, so dass eine optimale Verbrennung nicht mehr gewährleistet ist.

Das Wort „Allesbrenner“ bedeutet vielmehr, dass dieser Ofen nicht auf ein bestimmtes Brennmaterial festgelegt ist und dass man darin traditionelle Brennstoffe wie Scheitholz, Kohle, Briketts und auch Torf verheizen kann. Allerdings sollte man wissen, dass die bei einem Allesbrenner entstehenden Kohlenmonoxidemissionen wesentlich höher sind als bei modernen Biomassekesseln, die beispielsweise mit Pellets heizen. Im Einzelfall ist deshalb abzuklären, ob ein bereits vorhandener Allesbrenner auf Holzpellets umgerüstet werden kann.

Augen auf beim Kauf von Deko- und Glasöfen!

Es gibt sie nicht nur in Baumärkten, sondern sie sind auch Teil von Aktionswochen in Discountmärkten. Trotz der Begeisterung allerorten, ganz ungefährlich sind diese Öfen nicht, und die Zahl der Unfälle steigt stetig an. Brennstoff des Deko-/Glasofen ist Ethanol, dessen maximaler Brennstoffverbrauch bei unter einem halben Liter pro Stunde liegt. Ein Dekoofen dient allein der Dekoration und ist kein Ersatz für eine Heizung.

Aus Sicherheitsgründen und weil lodernde Flammen sich nur schwer löschen lassen, ist es wichtig, die eigentliche Brenndauer des Deko-/Glasofen vorher zu planen und die Ethanolmenge dementsprechend zu dosieren. Erlischt eine Flamme zwischenzeitlich, muss der Brenner wegen der drohenden Verpuffungsgefahr erst abkühlen, bevor neuer Alkohol nachgefüllt wird. Deshalb ist es wichtig, die Herstellerhinweise zu beachten, die eine ausreichende Belüftung der Raumgröße entsprechend vorschreiben.

Unbedingt lesen sollte man auch die Hinweise, die die Gefahren beim Umgang mit diesem Brennstoff beschreiben und die Auskunft über den jeweiligen Sauerstoffverbrauch des Gerätes geben. Da ein Deko-/Glasofen keinen Abzug benötigt, ist auch keine gesetzliche Abnahme durch einen Schornsteinfeger vorgeschrieben. Der Deko-/Glasofen kann also in jeder Wohnung in Betrieb genommen werden und unterliegt auch nicht der Feuerstättenverordnung. Dennoch sollte man auf ein Gütezeichen achten, das die Eignung des Gerätes durch praktische Tests ausweist.

Fazit:

Ein Ofen ist eine lohnenswerte Anschaffung, es lohnt sich jedoch, sich vorher mit den verschiedenen Varianten vertraut zu machen. Hier lohnt es sich neben unserer kleinen Einführung, einen Experten zu kontaktieren!

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