Pflanzen und Blumen

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Pflanzensamen ernten und weiterverwenden

Wenn die Blütezeit zahlreicher Pflanzen im Oktober zu Ende geht und der Garten winterfest gemacht werden muss, beginnt auch die Zeit der Samenernte. Eigene Samen bei der Aussaat vieler Pflanzen zu verwenden, spart zum einen Geld und ist darüber hinaus immer wieder spannend. Wenn Du unterschiedliche Samen einer Art miteinander kombinierst, können ganz neue Blütenvariationen entstehen, die Deinen Garten verschönern.

Pflanzensamen aus dem eigenen Garten nutzen

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Die richtige Ernte

Im Oktober beginnt die Erntezeit der Samen. Du kannst den richtigen Zeitpunkt an der dunklen Farbe der Samen erkennen. Besonders geeignet ist die Ernte an einem trockenen und warmen Tag. Zu diesem Zweck benötigst Du ein scharfes Messer oder eine Gartenschere, mit der Du die verblühten Blumenköpfe vorsichtig vom Stängel abschneidest.

Das richtige Trockenen und Aufbewahren

Die eigentliche Gewinnung der Samen erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise.

Um beispielsweise Sonnenblumensamen oder Ringelblumensamen gewinnen zu können, solltest Du die Blumenköpfe an einem luftigen Ort zum Trocknen aufhängen. Um Schimmelentstehung zu verhindern, müssen die Köpfe an den Seiten leicht eingeschnitten werden.

Erst wenn die Blütenköpfe vollständig abgetrocknet sind, kannst Du die Samen vorsichtig herauslösen.

Die Samen werden an einem warmen Ort im Haus zum Trocknen ausgelegt. Dieser Vorgang sollte nicht im Freien erfolgen, weil die oft noch sehr warme Oktobersonne aufgrund ihrer zu starken Sonnenstrahlung die Keimfähigkeit der Samen verschlechtert.

Du kannst die Körner beispielsweise auf einem Sieb, auf saugfähiges Papier oder Küchenkrepp ausbreiten und einige Tage liegenlassen, wobei die Samen ihre Farbe verändern. Danach sind die Samen, gut verschlossen in Gläsern, Dosen oder Papiertüten, an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufzubewahren. Zwischendurch solltest Du Deine Bestände auf eventuellen Schimmelbefall hin überprüfen.

Vielseitig: Sonnenblumensamen

Nahaufnahme Pflanzensamen

Mischung mehrerer Pflanzensamen

Die Sonnenblume aus der Familie der Korbblütler stellt als leuchtend gelbe Prachtblume eine Bereicherung für jeden Garten dar. Aus den Samen kann hochwertiges Öl gewonnen werden, das in der Küche auf vielfältige Weise eingesetzt werden kann. Die Samen der Sonnenblume kannst Du nach dem oben beschriebenen Verfahren - durch Trocknen der Blütenköpfe, Herauslösen der Keime und anschließendem Trocknen der Samen - sammeln.

Zur Weiterverwendung können die Samen bereits ab März/April in einem Blumentopf, im Wintergarten oder im Gewächshaus vorgezogen werden, damit sie einen Wachstumsvorsprung erhalten.

Die Samen werden in einem Abstand von einem Meter in die Erde gesetzt. Du solltest Deine Saat jedoch nicht an einem zu hellen Ort gedeihen lassen, da die Pflanze bei extrem dünnem Stängel schießt. Später kannst Du Deine Sonnenblumen in ein Freibeet umtopfen.

Ringelblumensamen wieder aussähen

Wie die Sonnenblume gehört die Ringelblume zu der Familie der Korbblütler und wird als Wundheilmittel in Salben und Cremes geschätzt. Zur Gewinnung der Samen werden die verblühten Blütenstände abgeschnitten und nach oben beschriebener Methode getrocknet, bis sich die Samen, die beim Trocknen eine sichelförmige Gestalt annehmen, von selbst leicht herauslösen.

Ringelblumensamen können bereits im April und Mai im Freiland ausgesät werden, wobei Du die Samen mit zwei Zentimeter Erde bedecken und gut angießen solltest. Nach etwa einer Woche erfolgt bereits die Keimung.

Geranien durch Samen vorziehen

Die farbenfroh blühende Geranie aus der Familie der Storchschnabelgewächse liefert ihre Samen aus der verblühten Blütenkugel, wo sich die Samenstände befinden.

Du solltest diese trocknen, bis sie eine braune Farbe annehmen, bevor Du sie mit der Hand leicht zerbröseln kannst, damit die Samen freigelegt werden können. Ebenso wie die Sonnenblume kannst Du die Geranie vorziehen. Zu diesem Zweck können die Samen bereits Ende September gleichmäßig eingetopft und mit einer Haube abgedeckt werden. Im Mai kannst Du die Geranien ins Freiland umsetzen.

Tomaten aus eigenen Samen züchten

Besonders beliebt ist die Zucht von eigenen aromatischen Tomaten.

Zur Weiterverarbeitung eignen sich ausschließlich sortenechte Samen. Die Gewinnung erfolgt durch überreife Tomaten, aus denen Du nach dem Zerteilen das Fruchtfleisch entfernst und mit Hilfe eines Siebes die Samen herausdrückst. Anschließend solltest Du die Samen stehenlassen und auswaschen und säubern.

Die Aussaat der Tomatensamen erfolgt Ende Februar und erfordert optimale Lichtverhältnisse. Du solltest die Samenkörner einzeln in kleine Töpfe setzen, 5mm mit Erde bedecken und angießen. Die Samen müssen stets gut feuchtgehalten werden. Wenn die Pflanze eine Höhe von etwa 30cm erreicht hat, kannst Du sie ins Freibeet umsetzen. Hierbei ist der Mai der beste Monat für ein Umtopfen.

Fazit:

Egal ob Du Blumen oder Gemüsepflanzen ziehen möchtest - Ein Sammeln der Samen aus eigenen Pflanzen macht Spaß und ist preisgünstig. Dabei hast Du den Vorteil, dass Du stets weißt, welche Sorte Du genau angebaut hast.

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