Allgemein

  Kommentare (2)

Barbarazweige - Ein dekorativer Brauch

Barbarazweige als Weihnachtsschmuck

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Natürlicher Schmuck in der Adventszeit

Schöne Ideen für individuellen und kreativen Weihnachtsschmuck gibt es wie Sand am Meer. Ganz besonders schön und harmonisch wird die Deko aber vor allem dann, wenn man Objekte zur Hilfe nimmt, die man in der Natur finden kann. Eine tolle Möglichkeit, dies umzusetzen, sind Barbarazweige, die vielseitig einsetzbar sind und dabei auch noch eine Bedeutung für die Vorweihnachtszeit haben.

Ein alter Brauch

Den Barbarazweig – manchmal auch Barbarabaum genannt – gibt es mindestens seit dem 13. Jahrhundert. Schriftliche Aufzeichnungen konnten dies belegen. Gleichzeitig heißt es, dass der Barbarazweig möglicherweise der ursprüngliche Weihnachtsbaum gewesen sein könnte oder zumindest den Grundstein für die heute bekannte Christbaumtanne gelegt hat.

Barbarazweige werden die Zweige genannt, die man laut Brauch am 4. Dezember je nach Belieben unter anderem von Kirsch- und Apfelbäumen sowie Haselnuss-, Kastanien, Rotdorn oder auch Holunderbüschen pflückt, um sie anschließend in der Wohnung dekorativ aufzustellen. Am häufigsten werden Kirschzweige als solche Barbarazweige verwendet, weil die Kirschblüten besonders schön sind.

Woher der Brauch kommt

Der 4. Dezember wurde für diesen Brauch ausgewählt, weil es der Tag der heiligen Barbara oder auch Barbaratag ist. Bis zurück ins 3. Jahrhundert geht dieser Kirchentag: Barbara von Nikomedien, eine Märtyrerin und Heilige, lebte laut Überlieferungen zu dieser Zeit. Noch heute wird Barbara als heilig verehrt, mancher Gläubige sagt ihr sogar nach, sie sei eine Schutzpatronin.

In dem Gefängnis, in welches sie ihr Vater warf, um sie vom Christentum abzubringen, stellte Barbara einen abgebrochenen Zweig ins Wasser. Am Tag ihres Todes erblühte dieser Zweig laut Überlieferung wie durch ein Wunder. Die so genannten Barbarazweige werden daher seit Jahrhunderten am Tag der heiligen Barbara aufgestellt, um dann bis Heiligabend zu blühen und auf diese Weise Leben, Licht und Freude in der dunklen Zeit des Jahres ins Zuhause zu bringen. Eine bekannte Bauernregel besagt: „Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“

Glück im kommenden Jahr

Viele glauben fest daran, dass während der Tage des Blühens das Glück ins Haus einkehrt und im kommenden Jahr positive Geschehnisse eintreffen werden. Tatsächlich ist es in manchen Kulturen auch üblich, dass junge Frauen mit mehreren Verehrern Barbarazweigen aufstellen und diesen die Namen der Verehrer zuordnen. Der Zweig, der als erstes aufblüht, weist schließlich den Weg zu dem richtigen Mann oder gar zum künftigen Bräutigam.

Mach Dich auf die Suche!

Wenn auch du diesen Brauch bereits seit Jahren auslebst und jährlich zu Beginn des Monats Dezember auf die Suche nach einem Barbarazweig gehst, dann solltest du auch in diesem Jahr wieder die Augen offen halten, um ein besonders schönes Exemplar zu ergattern.

Ein genauer Blick in den eigenen Garten oder ein Spaziergang durch Wald und Felder bietet viele Gelegenheiten, um auf einen Barbarabaum zu stoßen. Wenn du den perfekten Zweig für dich und dein Zuhause gefunden hast, kannst du ihn in eine Vase mit Wasser geben, in der der Zweig nur für sich zur Geltung kommt.

Immer öfter werden die Barbarazweige aber auch mit weihnachtlichen Ornamenten geschmückt. So hängt manch einer kleine bunte Christbaumkugeln um die Blüten, behängt den Zweig vorsichtig mit einer Lichterkette oder verschönert diesen mit weihnachtlichen Holzfiguren.

Wie es dir auch beliebt: In jedem Fall wird der Barbarazweig ein Hingucker werden, bei dessen Anblick du dir bewusst wirst, dass das Weihnachtsfest mit großen Schritten auf dich und deine Lieben zukommt. Blühen schließlich alle Blüten des Barbarabaumes, ist das Christfest in jedem Fall nicht mehr weit – so besagt es schließlich auch die Bauernregel.

Fazit:

Die Wohnung im Dezember mit einem Barbarazweig zu dekorieren, ist ein alter Brauch, den es sich lohnt wiederzuentdecken. Denn das Aufblühen des Zweigs bringt in jede Wohnung ein wenig Licht und Leben!

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken
  •   Kommentare(2)
  • Kommentar schreiben
Veronika sagt am 21.12.2010 08:00
Kann ich die kurz vor dem aufblühenden
Zweige auch mit Kiefern od ä zusammen in eine Vase stellen?
Doreen von Gartenwelt.de sagt am 21.12.2010 11:03
Hallo Veronika! Selbstverständlich kannst Du auch andere Zweige mit in die Vase stellen. Achte aber darauf, dass die Vase immer sicher steht. Kiefernzweige neigen in kleineren Vasen schnell zum Umfallen, durch die ausladenden Zweige. Auch mit anderen Dekorationselementen oder Zweigen wird Deine Vase zum weihnachtlichen Blickfang. Wichtig ist immer auf kleine Details zu achten, damit die Vase nicht zu überladen aussieht. TIPP: Wenn Du Deine Kiefernzweige mit Haarspray einsprühst sind diese länger in der Vase haltbar.

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop