Heizen

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Wie man Brennholz richtig einlagert

Das Heizen mit Brennholz ist heute aufgrund steigender Energie-, Gas- und Ölpreise so attraktiv wie noch nie zuvor. Um hier möglichst effektiv und umweltschonend zu heizen, gilt es gerade bei der Lagerung des Holzes ein paar grundlegende Dinge zu beachten.

Brennholz richtig einlagern

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Die Lagerzeit

Das Heizen mit Brennholz, etwa in einem Kamin, verbreitet nicht nur ein gemütliches Flair und wohlige Wärme im ganzen Raum, es hilft auch die Heiz- und Energiekosten nachweislich zu senken. Damit der nachwachsende Rohstoff allerdings wirklich die bestmögliche Heizleistung liefert, muss er vorher gut gelagert und ausreichend getrocknet werden.

Hier gibt es einige Dinge zu beachten. Ganz gleich, ob Holz im Kamin, einer Holzvergaseranlage oder wo auch immer verheizt wird, muss es vorher entsprechend lange gelagert werden. Nur dann erreicht man mit Brennholz eine optimale Heizleistung. Je nach Art des Holzes sollten mindestens ein bis zwei Jahre Lagerzeit zum Trocknen einkalkuliert werden.

Wenn Holz nämlich zu feucht ist, brennt es nicht nur wesentlich schlechter, sein Heizwert ist ebenfalls nicht optimal. Zudem ist es leicht möglich, dass durch die unerwünschte Ablagerung von Ruß und Wasserdampf sowohl der Schornstein als auch der Kamin regelrecht „versotten“ kann. Die Folge sind hier nicht selten unnötige und teure Sanierungskosten.

Hier noch ein Tipp zur Lagerzeit des Kaminholzes: Der Grundsatz, je länger je besser, findet hier nämlich keine Anwendung. Während etwa zwei Jahre gelagertes Brennholz eine optimale Heizleistung aufweist, verringert sich der Heizwert bei zu lange gelagertem Holz nämlich wieder. Gut abgelagertes Brennholz hat ein eine Restfeuchte von 15 bis 25 % und einen Heizwert von etwa 4 kWh/kg.

Der richtige Platz

Zum Lagern des wertvollen Rohstoffes sollte man unbedingt auf einen trockenen und gut belüfteten Ort achten und das Brennholz dort gespalten aufstapeln. Sehr gut eignen sich zu diesem Zweck Kaminholzregale oder Gitterboxen. Hier lässt sich das Holz nicht nur hervorragend locker stapeln, Regale und Boxen sorgen auch für den nötigen Bodenabstand.

Brennholz sollte nämlich auf keinen Fall direkten Bodenkontakt haben, sondern zur besseren Lüftung und Zirkulation etwa 20 cm Abstand zum Boden haben. Direkt am Boden und an der Wand aufgeschichtetes Brennholz kann unter Umständen anfangen zu schimmeln, zu faulen oder von Pilzen befallen werden, da die feuchte Luft zu Boden sinkt und von dort nicht mehr entweichen kann.

Das Holz beginnt zu verstocken, was unweigerlich zu Energieverlust, sowie gesundheits- und umweltschädlichen Verbrennungsemissionen führt.
Ungeeignet zum Brennholzlagern sind auch abgeschlossene Räume wie Garagen oder Kellerräume. Flächen mit direkter Sonneneinstrahlung und genügend Windeinwirkung stellen dagegen einen hervorragenden Platz zum Lagern und Trocknen dar.

Das könnten zum Beispiel Süd- oder Westwände von Häusern sein, da sie nicht nur sonnig sind, sondern auch selbst noch Wärme speichern und diese wieder abgeben. Ebenfalls entsprechend sonnige und geschützte Stellen im Garten oder am Waldrand können zum Brennholz lagern genutzt werden.

Die Trocknungskontrolle

Gespaltenes, locker gestapeltes Brennholz trocknet wesentlich schneller als große, ungespaltene Holzstücke. Um hier die Trocknung noch zu beschleunigen, ist es empfehlenswert, das Brennholz gleich in kleine, ofenfertige Stücke zu sägen.

Um es nun noch optimal vor Nässe zu schützen, sollte es möglichst überdacht, etwa in einem Holzschuppen oder unter einem Bord, gelagert werden. Allerdings ist das Abdecken mit luftundurchlässigen Planen zu diesem Zweck absolut Tabu.

Das Dach über dem Holzstapel sollte mindestens 30 cm höher als der Stapel selbst sein, um so Luft und Wind genügend Raum zu lassen.
Doch wie kann man nun eigentlich feststellen, ob das Kamin- oder Brennholz bereits trocken genug und zum Heizen geeignet ist?

Eine zuverlässige Methode dies heraus zu finden, ist das Messen mit einem Restfeuchtemesser. Wer sich diesen kleinen Luxus nicht leisten möchte, erkennt noch zu feuchtes Brennholz auch am Zischen im Kamin und an der Bläschenbildung an der Holzoberfläche.

Gut abgetrocknetes Kaminholz, das man unmittelbar verheizen möchte, sollte in temperierten Wohnräumen aufbewahrt werden. Dadurch bleibt nicht nur das Holz trocken und vorgewärmt, es hat gleichzeitig auch einen sehr dekorativen Effekt.

Fazit:

Wenn alle Regeln eingehalten und effektive Vorsorge zum Brennholz lagern getroffen werden, ist das Heizen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz eine sehr gute Wahl und dazu noch umweltfreundlich!

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