Gartentrend

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„Lazy Gardening“ als Gartentrend

Bewässern, Unkraut jäten, Laub harken – Gartenarbeit kann anstrengend sein. Lässt sich die eine oder andere Arbeit im Garten vereinfachen, damit wir Gärtner seltener von Muskelkater geplagt werden und häufiger einfach im Garten entspannen können? Ja, sagen zumindest Anhänger des „Lazy Gardening“.

„Lazy Gardening“: Gärten für Genießer

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Den Garten genießen statt ackern!

„Lazy Gardening“ verspricht weniger ermüdende Gartenarbeit, dafür mehr sinnlichen Genuss. Frei übersetzt, käme wohl „entspannt gärtnern“ der ursprünglichen Bedeutung am nächsten. Zugleich umschreibt der englische Begriff „lazy“ eine gewisse Lässigkeit.

Beim „Lazy Gardening“ geht es nicht zuletzt um die innere Haltung; darum, ob wir Gärtner es uns „erlauben“, den Pflegeaufwand im Garten zu minimieren, damit uns mehr Zeit zum Entspannen bleibt.

Bequem im Gartenstuhl sitzend den Blick schweifen lassen; sich an der Formenvielfalt, den Farben und Düften im Garten berauschen – kann es für Hobbygärtner etwas Schöneres geben?

Das persönliche Gartenparadies

Dabei gehen die individuellen Vorstellungen vom idealen Garten weit auseinander. Wünscht sich der Gourmet vor allem schmackhafte Kräuter und essbare Blüten, bevorzugen andere eine Wasserlandschaft oder ein Blumenmeer. Ein klares Bild des künftigen Gartens zu entwerfen, ist ein erster Schritt auf dem Weg zum „Lazy Gardening“.

Skizzen, auf denen die Gegebenheiten des eigenen Gartens genau verzeichnet werden, können diese Arbeit erleichtern. Erst eine detaillierte Analyse einzelner Standorte und der dort vorherrschenden Bedingungen (wie Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und Mikroklima) ermöglicht es, die idealen Pflanzen für diese Standorte auszuwählen.

Geeignete Pflanzen

Denn die Auswahl der richtigen Pflanzen spielt beim „Lazy Gardening“ eine herausragende Rolle. Langlebige, widerstandsfähige Gewächse werden eindeutig bevorzugt. Winterharte Pflanzen kommen in unseren Breiten besser zurecht und sind allein deshalb pflegeleichter. Bei den Bäumen und Sträuchern sind diejenigen Favoriten, die ohne regelmäßigen Schnitt „in Form bleiben“.

Letztlich entscheiden die Bedingungen an einem bestimmten Platz im Garten darüber, was dorthin gepflanzt werden sollte. Denn Pflanzen, die einen für ihre Ansprüche idealen Standort erhalten, gedeihen fast von selbst. Durch geschickte Pflanzenauswahl und -kombination lässt sich überflüssige Pflegearbeit einsparen.

Wenn dann noch ein paar bewährte Regeln des „Lazy Gardening“ berücksichtigt werden – die erfahrenen Gärtnern so neu gar nicht sind – ist die Zeit zum Ausruhen nicht mehr fern.

Positive Wechselwirkungen erzeugen und befördern

Bodendecker oder Mulch (wie Strohhäcksel oder Laub) halten die Feuchtigkeit im Boden, befördern die Entwicklung von Mikroorganismen und dämmen die Ausbreitung von Unkräutern ein. Unkräuter, die sich dennoch zeigen, werden beseitigt, bevor sie ihre Samen verbreiten.

Bewässert und gedüngt wird zurückhaltend, weil das die Pflanzen abhärtet und widerstandsfähig macht. Bewässerungssysteme und Tropfschläuche sind nach der Idee des „Lazy Gardening“ empfehlenswerter als eine weiträumige Beregnung.

Anwendungsbeispiele

Wer hat schon Lust, im Sommerhalbjahr fast wöchentlich den Rasen zu mähen, ihn in Trockenperioden ständig zu wässern? „Lazy Gardening“ öffnet den Blick für Alternativen. Es gibt eine ganze Reihe robuster Bodendecker, die so trittfest sind, dass sie problemlos auf Wegen und begehbaren Flächen angepflanzt werden können.

Andernorts wird vielleicht anstelle der tristen Rasenfläche künftig eine Blumenwiese gedeihen. Die Kräuterspirale ist ein Beispiel dafür, wie es gelingt, Pflanzen mit unterschiedlichen Standortansprüchen auf kleinstem Raum so anzuordnen, dass jedes Kraut den perfekten Platz findet.

Rat von Experten

Erfahrene Gartenpraktiker zeigen in ihren Büchern, wie ein Garten gestaltet werden kann, der zuallererst zum Ausruhen, Genießen und Träumen einlädt. Neben dem viel gelesenen Klassiker „Lazy – So leicht kann Gärtnern sein".

Für alle, die wenig tun und viel genießen wollen“ von Tobias Gold und Martina Bäumler gibt es inzwischen eine Vielzahl weiterer Gartenbücher mit praxisnahen Anleitungen, Gestaltungsbeispielen und vielen nützlichen Tipps zum Thema. Von „Lazy. Die Pflanzen“, das 148 für pflegeleichte Gärten geeignete Pflanzen portraitiert, bis hin zum Arbeitskalender, der „Lazy durchs Gartenjahr“ begleitet.

Fazit:

„Lazy Gardening“ ist zugleich Denkanstoss, Ideensammlung und Versprechen. Das Konzept zeigt, wie Gärten entstehen, in denen Genuss garantiert ist und Entspannung nicht zu kurz kommt. Ob Blütenparadies oder Heidelandschaft – jeder Garten lässt sich nach den Methoden des „Lazy Gardening“ so anlegen oder sanft umgestalten.

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