Gartenküche

  Kommentare (0)

Rhabarber aus dem eigenen Garten genießen

Ist Rhabarber eigentlich Obst oder Gemüse? Wir verraten es Dir: es handelt sich hierbei um Gemüse, obwohl es meist als Kompott oder in Kuchen eher süß zubereitet wird. Was noch alles in dieser Pflanze steckt, das Du vielleicht noch nicht wusstest, kannst Du im Folgenden nachlesen.

Rhabarber im eigenen Garten

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Als Kompott mit Vanillesoße oder auf dem Kuchen - der säuerliche Geschmack von Rhabarber ist unverwechselbar und ein erfrischender Mineralstoffspender. Du möchtest ihn selber ernten? Kein Problem, Rhabarber wächst auch bei Dir.

Die Heimat des Rhabarbers

Seine Heimat hat der großblättrige Sonnenanbeter im Himalaya. Von dort wurde er nach Russland eingeführt und setzte seine Reise dann nach Westeuropa fort. Die Römer sollen ihn "Rheum Barbarum" getauft haben, weil sie ihn von den Barbaren bekamen. Seit etwa 150 Jahren ist er nun auch in Deutschland zu Hause, wo er es sich in sonnigen Gärten und auf Äckern gemütlich macht.

Wenig Säure, mehr Genuss

Rhabarber macht die Zähne stumpf, das hat sicher jeder schon einmal erlebt. Das liegt an der Oxalsäure, die sich an die Zähne heftet. Um das zu verhindern gibt es einige Tricks: Die Stängel werden geschält und von den Blättern befreit. Vor dem eigentlichen Kochen kannst Du die Stücke kurz in kochendes Wasser geben, also blanchieren, das Wasser wird dann weg geschüttet.

Außerdem wird der Rhabarber zur Abmilderung des Geschmacks natürlich mit Milchprodukten wie Vanillesoße oder mit Pudding serviert. Wichtig ist auch zu beachten, dass er ab Johanni, also dem 24. Juni, "Schonzeit" hat, das heißt, ab diesem Zeitpunkt steigt der Oxalgehalt noch mehr an und die leckeren Stängel werden damit ungenießbar. Übrigens enthalten die roten Sorten weniger Oxalsäure als die grünen.

Die Apotheke im Beet

Abgesehen von der schädlichen Oxalsäure enthält Rhabarber eine ganze Menge gesunder Inhaltsstoffe. Zum einen stehen Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor in den kantigen Stängeln in einem guten Verhältnis zueinander. Darüber freuen sich unser Kreislauf und das Herz.

Zitronen- und Apfelsäure, sowie Gerbstoffe und die leicht abführenden Anthrachinone, die auch in der beliebten Aloe vorkommen, vervollständigen das gesunde Paket. Leber und Galle werden durch diesen Wirkstoffmix angeregt und auf sanfte Art gesund erhalten.

In China werden aus den Wurzeln des Rhabarbers Abführmittel hergestellt. So kannst Du Dir leicht merken: Die Wurzeln sind Heilmittel, die Stängel ein Genuss - solange Du sie nicht jeden Tag isst - und die Blätter sind tabu.

Selbst sind die Gärtner

Rhabarber ist mit wenig zufrieden: Sonne, Wasser und "Futter". Er steht am liebsten neben einem Komposthaufen, denn da sind schon jede Menge Nährstoffe im Boden. Oder Du opferst dem langen Gemüse ein Stück Rasen.

Wenn Dein Gartenboden sandig ist, kannst Du in der Gärtnerei eine nährstoffhaltige Gartenerde kaufen und einarbeiten. Ansonsten ist es nur wichtig, einen sonnigen Platz zu finden. Der ausgesuchte Platz wird mit der Grabegabel oder dem Spaten gelockert und ein Loch gegraben, das etwa dreimal so groß ist, wie der Wurzelballen.

Du kannst von Freunden oder Nachbarn bestimmt ein Wurzelstück bekommen, ein so genanntes Rhizom. Das wird, am besten mit zwei oder drei Blättern, abgetrennt und bei Dir eingepflanzt. Natürlich gibt es beim Gärtner auch verschieden große Pflanzen.

Setze Deinen neuen Gartenbewohner in das Loch und gib etwas Gemüsedünger dazu. Bedecke die Wurzeln komplett mit der Erde, drücke sie an und gieße den Neuling gründlich an. Denk daran, dass er besonders viel Wasser braucht, vor allem, bis er richtig angewachsen ist.

Auf zum Ernten

Ab dem zweiten Jahr kannst Du deinen eigenen Rhabarber ernten. Die dicksten Stängel werden ganz unten abgedreht. Sie sind reif, wenn ihre Haut glatt ist. Am besten ist es, immer ein Drittel der Blätter an der Pflanze zu lassen, damit sie sich regenerieren kann.
Wer ihn nicht selber anpflanzen kann, kauft ihn am besten vom Biogärtner, damit er nicht durch zu viel Dünger Nitrat enthält.

Fazit:

Der leckere, weit gereiste Gast kann in deinem Garten mit vielen Vorteilen trumpfen. Rhabarber ist gesund, schmeckt erfrischend und ist vielseitig zu verwenden. Er lässt sich einfach selbst anbauen und pflegen und ist in jeder guten Gärtnerei zu bekommen.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken
  •   Kommentare(0)
  • Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Artikel abgegeben!
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop