Seit einigen Jahren erscheinen bei nicht wenigen Hobbygärtnern ab Mitte Juli im Rasen kleine Stellen, die nicht mehr so richtig wachsen wollen. Nach und nach verfärben sie sich ins Gelbliche und werden immer größer. Im August sind die Rasenstellen bereits abgestorben. Eine Ursache hierfür sind im Boden lebende Gartenlaubkäferlarven. Hier hilft kein Vertikutiergerät und auch kein Kalkstickstoff. Hier hilft nur noch das Mittel der Rasenprofis: Heterorhabditis-Nematoden. Sie spüren die gefährlichen Larven im Boden auf und infizieren sie tödlich. Der Nematodeneinsatz ist einfach und ungefährlich. Da es aber noch weitere Rasenschädlinge gibt, die sogar ähnlich aussehen, solltest Du bei der Bekämpfung einiges beachten.
Blattläuse – wer kennt sie nicht, sie befallen jede Pflanze. Die jährliche Blattlausplage in den Griff zu bekommen ist nicht leicht. An Obstbäumen und Ziergehölzen kann man sie mit einen wöchentlich scharfen Wasserstrahl noch so einigermaßen in Grenzen gehalten werden. Bei Gemüse, Kräutern und Blumen müssen bei Blattläusen ganz andere Methoden her. Wer auf Spritzmittel verzichten will oder muss, kann eine Strategie aus der Natur nutzen: der Einsatz von natürlichen Gegenspielern. In gezüchteter Form können Siebenpunktmarienkäfer, Florfliegenlarven und Hain-Schwebfliegenlarven nicht nur im Gewächshaus sondern auch im Garten gegen Blattläuse eingesetzt werden. Voraussetzung dafür sind aber einige Kenntnisse über die Lebensweise und Bedürfnisse der ausgesetzten Nützlinge. Wichtig dabei: Der letzte Einsatz von chemischen Mitteln liegt 6 Wochen zurück!
Mit dem sonnigen Frühling wird jetzt in so manchem Wintergarten sichtbar was sich im Winter unbemerkt vermehrt hat: Schmierläuse. Dieser Pflanzenparasit ist nur schwer wieder los zu werden. Gut versteckt und geschützt lebt der Schädling an verschiedenen Stellen der Pflanze. Herkömmliche Mittel kommen an das Tier kaum ran und wenn, dann wirken sie oft nur begrenzt und kurzfristig. Eine langfristige und auch giftfreie Abhilfe schaffen dagegen seine natürlichen Feinde: Der Australische Marienkäfer und seine Larven. Sie lassen sich problemlos im Zimmer einsetzen und brauchen lediglich Wärme, Licht und etwas zu trinken.
Abgefressene Pflanzen, löchrige Kartoffeln und kahle Stellen im Rasen. Folgen eines Maulwurfsgrillenbefalls. Die Bekämpfung dieser recht bizarren Grillenart ist schwer. Chemische Mittel gibt es nicht und „selbst gebraute Hausmittel“ wirken wenig bis gar nicht. Im professionellen Gemüseanbau dagegen setzten die Gärtner eine spezielle Fadenwürmerart mit Erfolg ein. Auch der Hobbygärtner kann diese natürlichen Gegenspieler gezielt bei sich einsetzen. Wichtig sind dabei die Bodentemperaturen und der richtige Zeitpunkt.


